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Ferienmagazin Deutschland 2017

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Über 150 verschiedene

Über 150 verschiedene Ferien- und Themenstraßen stehen in Deutschland zur Auswahl, um abseits der großen Routen genussvoll Land und Leute zu „erfahren“ 58 Ferienstraßen Unterwegs auf der Badischen Weinstraße Entdeckertouren auf Nebenrouten Einen Einblick in die Seele Oberbayerns bietet die Deutsche Alpenstraße. Von Lindau am Bodensee schlängelt sich die Route kurvenreiche 450 Kilometer weit bis nach Schönau am Königssee. Sie reiht dabei historische Städte an urige Alpendörfer, sanfte Hügel an steile Berggipfel, glitzernd himmelblaue Seen an sattgrüne Alpenwiesen. Zu erkunden gibt es bekannte Orte wie Oberammergau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz, Tegernsee oder Reit im Winkl und einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Freistaates, zum Beispiel die Königsschlösser Ludwigs II.: Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee. Wer die Alpenstraße entlang fährt, entschleunigt übrigens auf den Spuren des bayerischen Königs Maximilian II., der bereits 1858 quer durch die Bayerischen Alpen reiste. Das Zusammenspiel aus Kultur und Natur macht auch den Charme der Romantischen Straße aus, die zwischen Würzburg am Main und Füssen im Allgäu einmal längs durch Bayern verläuft. Der Name ist Programm. Davon kann sich der Reisende beim Anblick der vielen mittelalterlichen Städte überzeugen. Zum Beispiel in Rothenburg ob der Tauber: Für Viele ist die Stadt mit ihren verschachtelten Gässchen, den Türmen und Toren und der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer der Inbegriff Deutscher Romantik und einer der größten Anziehungspunkte für Touristen aus aller Welt. Ein Genuss für alle Sinne ist die Badische Weinstraße. Vor allem im Mai laden die Winzer entlang der Route durch das Weinland Baden am Rande des Schwarzwalds zu Weinproben, Winzerhocks und Weinbergspaziergängen ein. Neben dem Wein werden weitere kulinarische Delikatessen der Region angeboten – deshalb ist die Route auch als „Schlemmerstraße“ bekannt. Der Schwarzwald ist ein wahres Dorado für entdeckungsfreudige Autourlauber. Hier finden sich mehr Ferienstraßen als irgendwo sonst in Deutschland – die Deutsche Uhrenstraße, die Schwarzwald-Bäderstraße, die Hohenzollernstraße, die Schwarzwald-Panoramastraße, die Badische Spargelstraße und die Berta Benz Memorial Route sind nur einige davon. Mehr als 70 Festungen, Königsresidenzen und Paläste reiht die Deutsche Burgenstraße auf ihren 1.200 Kilometern von Mannheim bis nach Prag. Unterwegs laden historische Städte wie Bayreuth, Bamberg, Nürnberg und Karlsbad zum Burgenbummel ein. Einen Zwischenstopp fordern auch das mittelalterliche Schätzkästchen Rothenburg ob der Tauber und die Käthchenstadt Heilbronn mit ihrer berühmten astronomischen Uhr am Renaissance-Rathaus und der Kilianskirche mit Figuren aus der Reformationszeit. Bad Wimpfen gehört zu den Gründerstädten dieser Touristik-Route. Das romantische Ambiente mit alten Toren und Türmen, umrahmt von kleinen Blick auf den Naumburger Dom Gassen, macht den Ort zu einer stimmungsvollen Station, die Besucher jeder Altersklasse verzaubert. Die größte Kaiserpfalz nördlich der Alpen ist ein Sinnbild für staufische Burgen-Romantik. Von der Spitze des Blauen Turms bietet sich dem Besucher eine herrliche Panoramasicht über die Stadt. Klöster, Abteien und Kirchen, Schlösser und Adelssitze stehen im Mittelpunkt der Oberschwäbischen Barockstraße, die durch eine ebenso barock geprägte Landschaft führt. Über 50 Stationen Kostbarkeiten aus der Epoche reihen sich an der Strecke. Beispielsweise das Kloster Schussenried mit seiner herrlichen Deckenmalerei oder das Neue Schloss in Meersburg, Bad Wurzach mit seinem berühmten Treppenhaus im Schloss, die mächtige Basilika von Weingarten, Bad Waldsee und das Ulmer Münster, zu dessen Füßen die Ferienstraße, die sich in vier Routen und insgesamt 760 Kilometer Richtung Bodensee durchs Land windet, beginnt. Die Schwäbische Bäderstraße verbindet neun Städte – darunter Bad Saulgau, Bad Schussenried, Bad Waldsee, Bad Wurzach und Bad Wörishofen – sowie sieben Thermen (siehe S. 57). Wellness, Moorbaden, Kneipp- Kuren, Wandern und Radfahren gehören zu den Aktivitäten der Route, die auch mit dem Fahrrad erkundet werden kann. Zerbrechliche Kunstwerke Die Porzellanstraße führt von der Wiege der nordbayerischen Porzellanproduktion im Fichtelgebirge bis in den Kaiserwald Tschechiens, wo in Horni Slavkov die erste böhmische Porzellanfabrik gegründet wurde. Die Route verläuft entlang ehemaliger und bestehender Porzellanproduktionsstätten, unter anderem durch den Oberpfälzer Wald, die Fränkische Schweiz und den Frankenwald. Museen, Fachgeschäfte und Manufakturen zeigen die unterschiedlichsten Facetten der Porzellankunst auf. Ein traditionsreiches Handwerk ist auch die seit über 700 Jahren in Ostbayern ansässige Glasbläserei. Museen, Galerien und Betriebe entlang der Glasstraße (siehe S. 6), die quer durch den Bayerischen Wald verläuft, zeigen Kunstwerke von der Christbaumkugel über innovative Weingläser bis hin zu einem gläsernen Wald. Die Straße der Romanik führt Autound Radurlauber vorbei an den prächtigen und bedeutenden Bauwerken Sachsen-Anhalts (siehe S. 30). Wie auf einer Perlenkette aufgereiht, sind die malerischen Dome, Burgen, Klöster und Kirchen verbunden, die in der Zeit vom 10. bis Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden sind. Zu den Höhepunkten gehört das Stift, der Schlossberg und das Schlossmuseum der Unesco-Welterbestadt Quedlinburg, beliebte Fotomotive sind der Dom St. Peter und Paul in Naumburg und der Magdeburger Dom. Ein Highlight ist der Halberstädter Domschatz, der mit mehr als 650 Objekten zu den kostbarsten und umfangreichsten Kirchenschätzen der Welt zählt.

Marktplatz Fritzlar © Johannes De Lange Sagenhafte Reisen an der Deutschen Märchenstraße Von Hanau, dem Geburtsort von Jacob und Wilhelm Grimm, bis zu den „Bremer Stadtmusikanten“ reiht die Deutsche Märchenstraße Lebensstationen der berühmten Brüder sowie Orte und Landschaften, in denen ihre Märchen aufzuspüren sind, zu einem Dornröschen und Rapunzel © Paavo Blofield fabelhaften Reiseweg aneinander. Auch Sagen und Legenden lassen sich in dunklen Wäldern und mächtigen Ruinen, in romantischen Schlössern und verwinkelten Fachwerkstädtchen entdecken. Die Geschichten und Figuren sind vielerorts auf Rundwegen und bei Führungen zu erleben oder werden aufwändig inszeniert. Deutsche Märchenstraße e.V. Tel. +49-561-92047910 www.deutschemaerchenstrasse.de VIDEO Von den Aschenputtelspielen in Polle über das Dornröschenschloss im Reinhardswald bis zum Rattenfänger-Musical in Hameln und dem Brüder Grimm-Haus in Steinau an der Straße präsentieren sich die märchen- und sagenhaften Attraktionen der Deutschen Märchenstraße in ihrer Vielfalt. Eingebettet sind diese Angebote in die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft zwischen Edersee und Eichsfeld, zwischen Main und Meer, die auch dazu einlädt, Deutschland zu entdecken und Landschaft zu genießen. Mittendrin liegt Kassel, die Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße. Hier haben die Brüder Grimm ihre „fruchtbarste und glücklichste“ Zeit verbracht. Und hier, im Ausstellungshaus GRIMMWELT, werden ihre als UNESCO-Welterbe anerkannten persönlichen Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen präsentiert. „Sagenhaft – 200 Jahre Deutsche Sagen der Brüder Grimm“: Unter diesem Motto lädt die Deutsche Märchenstraße auch in den Jahren 2017-2018 dazu ein, die Brüder Grimm neu zu entdecken. Nicht Viele wissen, dass die berühmten Brüder wenige Jahre nach der Erstveröffentlichung der mehr als 200 Kinder- und Hausmärchen auch 585 Sagen veröffentlicht haben. Vielerorts sind Spuren dieser mitunter recht gruseligen Geschichten zu finden. 2017 steht ganz im Zeichen von Frau Holle. Im Werratal wird daher ab Frühjahr mit zahlreichen Ausstellungen, Führungen und Lesungen, kleinen und großen Veranstaltungen dazu eingeladen, ihren interessanten Spuren zu folgen. Eine Vielzahl von Angebotsbausteinen für Einzelreisende und Gruppen sind buch- und kombinierbar: von einem Besuch im Frau Holle Museum „Holleum“ zu der Audienz bei Rapunzel über eine Führung durch Schloss und Porzellanmanufaktur Fürstenberg sowie Führungen auf den Spuren der Brüder Grimm bis zur Märchenerzählstunde mit der Märchenfrau Dorothea Viehmann oder einer Schifffahrt entlang der Deutschen Märchenstraße. Frau Holle im Werratal © Paavo Blofield Eine dreitägige Gruppenreise unter dem Titel: „Märchen – Schlösser – Wald – Welterbe“, die bei Schloss Berlepsch startet, zeigt die Vielfalt der Erlebnismöglichkeiten entlang der Route beispielhaft. Unterwegs mit dem Reisemobil Und natürlich finden Sie (fast) überall vom Vogelsberg durch das Weserbergland bis nach Bremen einen attraktiven Reisemobil-Stellplatz. Rund 20 sind in einer informativen Broschüre konkret beschrieben. Auch die Ortsbeschreibungen sind so aufgebaut, dass der Führer für den Reisemobilisten anregende märchenhafte Informationen und Tipps liefert. Ferienstraßen 59

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