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Ferienmagazin Deutschland 2014

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Europareise mit

Europareise mit Flussblick Den Lenker in der Hand, den Fluss im Blick: Von den Alpen bis zur Nordsee führt der Rheinradweg quer durch Europa. Unterwegs entdecken Radwanderer Kulturhighlights aller Art, tauchen in die europäische Geschichte ein und genießen kulinarische Spezialitäten. Satteltaschen voller Erholung sind der Lohn. Ab Frühjahr 2014 weisen einheitliche Schilder mit dem Signet der Euro- Velo 15 den Weg. Vom Alpenpanorama bis zum Meerblick: Auf einer Tour über den Rheinradweg erschließt sich Europas landschaftliche Vielfalt. Hier erheben sich die steilen Ufer des Mittelrheintals, dort öffnet sich die Weite des Niederrheins; am Horizont schimmern die Vogesen und der Schwarzwald oder trifft der holländische Himmel auf die flache Landschaft. Eingebettet in diese Landschaften bittet Europas Kulturgeschichte zur Entdeckungstour. Nicht weniger als neun Unesco-Welterbestätten säumen die Strecke – vom Kölner Dom bis zu den Windmühlen bei Kinderdijk, von der Festungsanlage Neuf-Brisach bis zur Loreley. Römer und Ritter, Könige und Kirchenfürsten haben am Rhein ihre Spuren hinterlassen. In vielen Städten wird die wechselvolle Vergangenheit lebendig. 22 Rheinradweg Ob Basel oder Breisach, Boppard oder Bonn – überall am Rhein wurde Geschichte geschrieben. Und immer wieder taucht das verbindende Element am Rhein auf: Im französischen Colmar sind preußische Bauten zu bestaunen, napoleonische Architektur prägt deutsche Herrensitze, holländische Einflüsse blühen in den Klever Gartenanlagen, eine Burg der Hohenzollern thront im niederländischen `s-Heerenberg – und in Straßburg tagt das EU-Parlament. Alles in Reichweite des Rheins; der Fluss als großer Europäer. Kein Wunder, dass sich immer wieder Dichter und Denker inspirieren ließen. Radwandern macht hungrig. Wie wäre es mit einem Elsässer Flammkuchen? Oder einer deftigen Winzermahlzeit? Vielleicht Schweizer Rösti? Oder einem frischen Fisch aus der Nordsee? Der Rhein serviert regionale Köstlichkeiten für jeden Geschmack. Zum Abschluss ein Stück Käse – in Frankreich, Holland oder lieber der Schweiz? Gourmets haben die Qual der Wahl. Lust auf quirliges Nachtleben? Metropolen wie Straßburg, Köln, Düsseldorf oder Rotterdam bitten zum Ausgehen. Lieber einen Ausflug ins Grüne unternehmen? Naturschutzgebiete wie am Rheinufer bei Lampertheim bitten zum Streifzug in eine natürlich Idylle. In „De Gelderse Poort“ im niederländisch-deutschen Grenzgebiet begegnen die Radwanderer frei lebenden Wildpferden und Galloway-Rindern – hier erhält die Natur freien Lauf. Die gezähmte Urgewalt der Natur wird beim Rheinfall von Schaffhausen eindrucksvoll deutlich. Von den Alpen bis zur Nordsee – der Rheinradweg lädt zur Europatour ein… Rheinradweg Alle Informationen zum Rheinradweg beinhaltet die erste internationale Webseite, die für den gesamten Rheinradweg gilt: www.rheinradweg.eu. Wiesbaden Riesling und Radrennen, Stadtbummel und Streifzug durch die Natur: Unter dem Titel „Rheinradsommer“ werden 2014 zum zweiten Mal mehr als 40 Open-Air-Veranstaltungen am Rhein zusammengefasst, die für Radfahrer interessant sind. Es handelt sich dabei unter anderem um Stadtfeste, kulinarische Feierlichkeiten, Radwandertage und Kulturevents zwischen der Quelle und der Mündung des Rheins. Der internationale Rheinradsommer verläuft von Mai bis September. Das Projekt „Demarrage“ wird von der Europäischen Union mit EFRE- Mitteln im Rahmen des Nordwesteuropa INTERREG IV B Programms kofinanziert. Lead-Partner des Projekts ist die Euregio Rhein-Waal.

Weinterrassen oder auf schroffen Felsen thronen, bewachen seinen Lauf und öffnen für Besucher ihre Tore. Der Rheinsteig und der Rhein-Burgen-Weg führen zu beiden Seiten des Flusses von Burg zu Burg – Orte, die von den Wanderern für fantastische Aussichtspunkte geschätzt werden. Auf die Festung Ehrenbreitsein am Zusammenfluss von Rhein und Mosel in Koblenz gelangt man ganz bequem mit der Seilbahn. Bei einem Besuch im Haus des Genusses erleben Gäste mit allen Sinnen den Weg des Weines von der Traube bis zum köstlichen Getränk im Glas. Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Dort, wo der Rhein einen eleganten Bogen schlägt, umschließt die Region die Städte Mainz, Worms, Alzey und Bingen. Auf Ausflügen zu Fuß oder mit dem Rad durch die sanft hügelige Landschaft ist es zu einem gastlichen Weingut niemals weit. Viele Vinotheken tragen das Gütesiegel „Rheinhessen Ausgezeichnet“, das für fachkundige Beratung beim Weinkauf steht. Gäste, die hier einkehren, dürfen nicht nur mit hervorragenden Weinen rechnen, sondern erhalten auch Informationen und Tipps zu den schönsten Plätzen in der Region. Nicht versäumen sollte man den Besuch der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz, die gemeinsam mit Rheinhessen seit 2008 Mitglied im Great Wine Capitals Global Network ist, das die zehn exklusivsten Weinbaustädte der Welt – darunter Mit Erfindung des Buchdrucks setzte Johannes Gutenberg aus Mainz das Fundament der modernen Medienkommunikation Bordeaux, San Francisco und Christchurch – verbindet. Weinfreunde finden rund um die Stadt zahlreiche neue Weinerlebnistouren inklusive Rundfahrten durch die Weinberge, Weinwanderungen und Weinproben direkt beim Winzer. Passend zum guten Wein bietet sich in der „Gourmetstadt“ ein Besuch beim Sternekoch an – gleich drei davon laden hier zum Gaumenschmaus. Kulturliebhaber kommen nicht am Besuch des 1000-jährigen Doms vorbei. In der Kirche St. Stephan sollte man sich unbedingt die berühmten Chagall-Fenster anschauen. Sie sind das einzige sakrale Kunstwerk von Marc Chagall in Deutschland. Im Landesmuseum in Mainz steht diesen Sommer die Ausstellung „Max Slevogt – Wege zum Impressionismus“ im Mittelpunkt (4.5-12.10.2014). Die Ausstellung präsentiert erstmals den gesamten künstlerischen Nachlass des großen deutschen Impressionisten. Am Eingang zum Unesco- Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ (siehe S. 50ff.) steht der Reisende am Rheinufer bei Bingen. Das „Kulturufer Bingen“ bietet auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau eine Plattform für kulturelle Veranstaltungen als Open-Air-Bühne und Begegnungsstätte inmitten einer herrlichen Landschaft. Das Feuerwerkspektakel „Rhein in Flammen (5.7.2014) begeistert jedes Jahr die Menschen mit einer festlich illuminierten Schiffsflotte und zauberhaften Feuerbildern am Himmel, die die Stadt und das Rheintal in einen romantischen Sommernachtstraum verwandeln. Bereits zu Lebzeiten berühmt war Hildegard von Bingen (1098-1179) als „Prophetissa teutonica“ (deutsche Prophetin). Der Mensch Hildegard von Bingen steht im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im Museum am Strom, die im Frühjahr 2014 eröffnet wird. In spannender Inszenierung und zeitgemäß-zeitloser Die Stadt Bingen am Rhein ist das Tor zum Unesco Welterbe "Oberes Mittelrheintal" Gestaltung erwarten die Besucher dann vielfältige Begegnungen mit einer der faszinierendsden Frauengestalten. Zu einer festen Größe im Bingener Veranstaltungskalender entwickelt hat sich der Hildegard- Herbst (12.-21.9. und 1.- 7.10.2014), Themenwochen, die sich unter verschiedenen Schwerpunkten mit der bekanntesten Tochter der Stadt beschäftigen. Keramiken aus dem Kannenbäckerland rund um Höhr-Grenzhausen haben den Westerwald berühmt gemacht. Die einfallsreichen Töpfer formen nicht nur immer Neues aus dem Westerwälder Ton, sondern führen ihr traditionsreiches Handwerk auch www.mainz-tourismus.com lebenslust am rhein Besuchern vor. Auf dem Westerwald-Steig erkunden Wanderer zwischen Herborn und Bad Hönningen geheimnisvolle Steinkammern, die romantische Holzbachschlucht, die Klöster in der Kroppacher Schweiz und die Basaltkuppe des Roßbacher Häubchens. Neun Erlebnisschleifen verbinden den Westerwald-Steig auf Rundwegen mit weiteren Wanderrouten. Sieben Wäller Touren sind ein zusätzliches Wanderangebot auf höchstem Niveau. Radwanderer können gemütlich auf dem E-Bike die Themenwege zwischen Rhein und Lahn befahren oder auf speziellen Strecken für Mountainbiker steile Anstiege und rasante Abfahrten meistern. Stadt voller Geschichte(n). Rheinland-Pfalz 23

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