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Ferienmagazin Deutschland 2014

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In Sachen Kunst und

In Sachen Kunst und Kultur hat sich auch die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn gemausert. Die dortige Museumsmeile lockt mit hochkarätigen Ausstellungen in fünf Häusern – darunter das Kunstmuseum Bonn, das Haus der Geschichte und das Museum Alexander König – jährlich 2,5 Millionen Kunstinteressierte an. Wer sich für die jüngere Geschichte der Stadt interessiert, schlendert auf dem „Weg der Demokratie“ durchs ehemalige Regierungsviertel. Ein Pflichtziel für Bonn-Besucher ist das Geburtshaus des berühmtesten Sohnes der Stadt, Ludwig van Beethoven. Zu Ehren des genialen Komponisten findet einmal im Jahr das international besetzte Beethovenfest statt (6.9.-3.10.2014). Römerspuren im Rheinland Der Domplatz ist in Köln der Treffpunkt für Touristen aus aller Welt. Das Wahrzeichen der Stadt mit seinen zwei markanten, je 157 Meter hohen Türmen, ist die wichtigste Sehenswürdigkeit der Karnevals-Hochburg. Zum Jubiläum „850 Jahre Heilige Drei Könige im Kölner Dom“ gibt es dieses Jahr zwei Sonderausstellungen: „Die Heiligen Drei Könige. Mythos, Kunst und Kult“ (25.10.2014-25.01.2015) sowie „Kaspar, Melchior, Balthasar – 850 Jahre Verehrung der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom“ (23.7.2014-15.01.2015), deren Objekte in der Hubertuskapelle und in der Domschatzkammer zu sehen sind. Vielseitiges Kulturvergnügen verheißen insgesamt 36 verschiedene Museen vom Römisch-Germanischen Museum mit Funden aus der Zeit, als Köln noch eine römische Siedlung war, bis zum Museum Ludwig, in dem so ziemlich alle berühmten Künstler des 20. Jahrhunderts versammelt sind. Bereits zum 48. Mal Kunstgenuss im Gasometer Besonders facettenreich und spannend präsentiert sich Nordrhein-Westfalen im Ruhrgebiet, das als „Metropole Ruhr“ im Jahr 2010 Europas Kulturhauptstadt war. Die ehemals wichtigste Industrieregion der Welt kann heute auf originelle Weise erlebt werden. Auf der „Route der Industriekultur“ reiht sich eine Attraktion an die nächste. Die Kokerei Hansa in Dortmund fasziniert mit einem einzigartigen Miteinander von Architektur, Natur und Technik. Das Museum „Strom und Leben“ in Recklinghausen macht die Geschichte der Elektrizität lebendig. Sehensfindet die Art Cologne statt, die weltweit älteste noch bestehende Messe für die bildenden Künste des 20. und 21. Jahrhunderts. Rund 200 internationale Galerien präsentieren vier Tage lang Gemälde, Skulpturen und Fotografien, Performances und Videokunstwerke (10.-13.4.2014). Die Römer haben ihre Spuren auch in Aachen hinterlassen, wo auch Napoleon oder Zar Peter der Große mehrfach weilten. Doch mit keinem Namen ist der einstige Krönungsort der deutschen Könige so eng verbunden wie mit Karl dem Großen, der vor 1.200 Jahren in der Domstadt starb. Zu diesem Jubiläum erinnert die Stadt mit einem großen Ausstellungsprojekt an den früheren Herrscher. Die Domschatzkammer beherbergt einen Teil der spektakulären Sonderschau zum Karlsjahr. Insgesamt sind drei verschiedene Orte an der Ausstellung unter dem Titel „Karl der Große – Macht Kunst Schätze“ beteiligt (20.6.-21.9.2014, siehe S. 55ff.). Etwa 30 hoch karätige Werke aus der Hofschule Karls des Großen sind in der Teilausstellung „Karls Kunst“ im neuen Centre Charlemagne zu sehen. Das neue Ausstellungshaus neben dem Dom soll 2014 passend zum Karlsjahr offiziell eröffnet werden. Ganzjährig geöffnet ist die „Route Charlemagne“, die Besucher auf den Spuren Karls des Großen durch Aachen lenkt. Sie führt auch zum Elisenbrunnen, der stellvertretend für die Badetradition der Kaiserstadt steht. Mehr als 30 Thermalquellen sprudeln in der Umgebung und speisen heute beispielsweise die 2001 fertig gestellte Carolus-Therme. In Zülpich dokumentiert die „Römertherme“, ein Museum der Badekultur, die am besten erhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen. Dass die Römer sich auch mit Gartenkultur auskannten, verdeutlicht die diesjährige Landesgartenschau in Zülpich. Sie steht unter dem Motto „Zül- Karl der Große baute in Aachen seine Lieblingspfalz, in der er residierte und im Jahre 814 seine letzte Ruhe fand Inmitten einer Landschaft aus Wald und Wasser ist im Nationalpark Eifel die Faszination Wildnis unter dem Motto „Natur Natur sein lassen“ mit über 1.600 Tier- und Pflanzenarten erlebbar picher Jahrtausendgärten – von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert“ (16.4.-12.10.2014). Im Park am Wallgraben, im Seepark und in der historischen Altstadt sind Schau- und Themengärten und blühende Terrassen angelegt, dazu gibt es Spielbereiche und ein Showprogramm. In der Umgebung locken zahlreiche Museen wie das Freilichtmuseum in Kommern, das Karnevalsmuseum in Blankenheim oder das Naturzentrum Eifel, wo Besucher sich auf einem Fossilienacker als Archäologen versuchen können. Naturerlebnis steht im Mittelpunkt bei individuellen Exkursionen im Naturpark Rheinland, im Naturpark Nordeifel und im Nationalpark Eifel, der 2014 sein zehnjähriges Jubiläum feiert und als Vorreiter in Sachen barrierefreier Tourismus in NRW gilt. Es gibt speziell geschulte Ranger und Waldführerinnen, barrierefreie Infohäuser, Touren in Gebärdensprache und leihweise Hörverstärker für schwerhörige Menschen. Wo früher Kohle zutage gefördert wurde, trägt heute eine gigantische Rolltreppe die Gäste der Kohlenwäsche zum Ruhr.Visitorcenter, dem Besucherzentrum Zollverein 28 Nordrhein-Westfalen

Die ehemalige Zeche Zollern im Westen Dortmunds, auch „Schloss der Arbeit“ genannt, ist heute ein Highlight der „Route der Industriekultur“ und beliebtes Zentrum für stimmungsvolle Veranstaltungen Auf Tauchstation im Kohlenpott Abseits des Ballungszentrums genießen Wanderer auf Routen durch romantische Flusstäler und über die Kuppen der Mittelgewert ist das Schiffshebewerk Henrichenburg am Dortmund-Ems-Kanal ebenso wie der Emscher Landschaftspark mit seinen Freizeitattraktionen. Malerische Ausblicke genießen die Besucher in den „Alpen des Reviers“, den Halden der Metropole Ruhr, zu denen der Tetraeder in Bottrop, ein 45 Meter hohes Horizontobservatorium oder die Himmelsleiter auf der Halde Rheinelbe zählen. Zwanzig Museen haben sich zum Netzwerk der RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen und präsentieren ein breites Spektrum der Kunst vom 19. Jahrhundert über die Klassische Moderne bis in die Gegenwart. Zu den wichtigsten Häusern zählen das Museum Folkwang in Essen, das Museum Ostwall im Dortmunder U und das Ruhr-Museum im Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Im Gasometer in Oberhausen bringt die neue Ausstellung „Der schöne Schein“ die Vielfalt der Schönheit in der Kunst von der Antike bis zu Picasso“ zum Ausdruck (11.4.-30.12.2014). So zahlreich wie die Kunsthäuser, Bühnen und Theater der Region sind auch Festivals und Feste. Ein Höhepunkt ist die „Extra- Schicht“, bei der sich in einer Nacht Industrieanlagen der ganzen Region in faszinierende Spielorte verwandeln. Ein weiteres Hightlight ist die Ruhrtriennale (15.8.-28.9.2014, siehe S. 55ff.), ein internationales Kunstfestival für Musik, Theater, Literatur und Film, Bildende Kunst, Tanz und Performance. Nördlich des Ruhrgebiets bereichert ab Herbst 2014 ein neues Schmuckstück die Museumslandschaft, wenn nach mehrjährigem Umbau das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster seine Türen öffnet. Im Mittelpunkt steht eine umfangreiche Sammlung aus 1000 Jahren Kunst und Kulturgeschichte. Ab 8. November gibt es eine Sonderausstellung mit dem Titel „Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney. Malerei in London von 1950-1980“. KOMM ZUR RUHR! Aktivurlaub im Zechen-Wald Viele Attraktionen sind gut mit dem Fahrrad zu entdecken. Beispielsweise auf dem 230 Kilometer langen Ruhrtal-Radweg von der Ruhr-Quelle im Sauerland bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg. Insgesamt führen rund 14.000 Kilometer Radwege kreuz und quer durch idyllische Landschaften und grüne Auen, zu Industriedenkmälern und Schlössern. Viele Wege verlaufen bretteben entlang von Flüssen, wie der Ems- Radweg, der Möhnetal-Radweg oder die Drei-Flüsse-Tour, entlang von Ahr und Erft. Kulturfans lockt die „Königin unter den deutschen Radrouten“, die 100-Schlösser-Route, die insgesamt 960 Kilometer von einem Wasserschloss zum nächsten durchs Münsterland führt. Auf der Kloster-Garten-Route stehen gleich sieben unterschiedliche Klostergärten im Mittelpunkt, darunter das Schloss Corvey, das sich um die Aufnahme in die Unesco- Weltkulturerbeliste bewirbt. Den Spuren der Römer folgen Fahrradurlauber auf der im Frühjahr 2013 eröffneten „Römer-Lippe- Route“ vom Archäologischen Park in Xanten bis zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald bei Detmold. birge schöne Landschaftserlebnisse. Als „Weg der Sinne“ führt der Rothaarsteig vom Sauerland über das Wittgensteiner Land und das Siegerland bis ins hessische Dillenburg. In der Mittelgebirgslandschaft des Sauerlands, dem „Land der Tausend Berge“, reiht der Wanderweg „Sauerland-Höhenflug“ über 230 Kilometer einen herrlichen Ausblick an den nächsten. Wer es kurz und knackig mag, der hat im Bergischen Land die Wahl zwischen 24 Ganz- und Halbtagestouren zwischen vier und 16 Kilometern. Auch Wassersportler finden zwischen Rhein und Ruhr optimale Bedingungen vor. 1.500 Flusskilometer und 200 Seen laden zum Paddeln und Rudern ein. Gute Segelreviere sind die 78 Talsperren in der Region, etwa die Ruhrtalsperre bei Aachen, die Biggetalsperre bei Olpe und der Möhnestausee bei Soest. Für Kanutouren bestens geeignet sind beispielsweise Lippe, Ems, Lahn, Sieg und Ruhr. Auch Tauchen kann man im Ruhrgebiet. Und sich sogar für einen Moment fast wie in der Karibik fühlen, denn im Gasometer, dort wo Thyssen früher Stahl kochte, wurde ein künstliches Riff und vieles mehr versenkt. Erlebbar ist das im Landschaftspark Duisburg- Nord, wo Aktivurlauber außerdem bei Klettertouren das Adrenalin spüren: Der Kletterpark auf 7.000 Quadratmetern weist 350 Rou ten aus – alpine Verhältnisse im Bergbaurevier. Metropole Ruhr – Industriekultur zum Anfassen www.ruhr-tourismus.de Unterstützt durch: Nordrhein-Westfalen 29

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