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Ferienmagazin Deutschland 2014

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Lichtfest Leipzig,

Lichtfest Leipzig, Augustusplatz Leipzig - lebendig, musikalisch, kreativ Messe- und Kulturstadt, Klein-Paris, Stadt des Buches und der Musik: Leipzig hat im Laufe seiner fast 1000-jährigen Geschichte viele Beinamen erworben. „Heldenstadt“ ist eine weitere Bezeichnung. Denn in der sächsischen Metropole wurde mit den Montagsdemonstrationen 1989 das Ende der DDR eingeleitet. 25 Jahre ist das nun her. Deshalb wird 2014 mit zahlreichen Veranstaltungen an die erste große Demo, den Beginn der „Friedlichen Revolution“, erinnert. Höhepunkt ist das Lichtfest am 25. Jahrestag (9. Oktober). Es erstreckt sich entlang des historischen Demonstrationsweges von 1989. Internationale Künstler machen mit Installationen, Performances und Aktionen Geschichte erlebbar. Das Lichtfest bildet den Auftakt für ein Festwochenende, das den systemverändernden Ereignissen von damals gewidmet ist. Museum der bildenden Künste Zwischen Bach und a cappella Hochkarätige Events unterstreichen den Ruf Leipzigs als „Musikstadt“. Die Oper und das Gewandhaus zu Leipzig präsentieren aus Anlass des 150. Geburtstags von Richard Strauss von April bis Juli einen Strauss-Zyklus. Stars und Newcomer unterhalten während des „a cappella Festivals“ auf den Büh- Leipzig Tourismus und Marketing GmbH Augustusplatz 9 04109 Leipzig Tel. +49-341/7104260 www.leipzig.travel nen verschiedener Clubs und Konzertsäle in der ganzen Stadt ihr Publikum (9.-18.5.2014). Im Juni steht das Bachfest, Leipzigs größtes Musikfest (siehe S. 55ff.) auf dem Programm. Rund um den Hochzeitstag von Robert und Clara Schumann am 12. September beleuchtet die Schumann-Festwoche (6.-14.9.2014) das Leben und Wirken des Künstlerpaares. Gleich zwei Mal steht Felix Mendelssohn Bartholdy dieses Jahr im Mittelpunkt. Am 3. Februar, pünktlich zum Geburtstag des Gründers der Leipziger Musikhochschule, wird das erweiterte Museum im Mendelssohn-Haus eröffnet. Im September veranstaltet das Gewandhaus zu Ehren seines einstigen Hauskapellmeisters die Mendelssohn- Festtage (11.-21.09.2014), die dieses Jahr unter dem Motto „Mendelssohn im Rheinland“ stehen. Auf der „Notenspur“, einem fünf Kilometer langen Rundweg zu über 20 Original-Schauplätzen berühmter Musiker, kann der Besucher den großen Künstlern und Werken der Leipziger Musiktradition nachspüren: dazu gehören u. a. das Alte Rathaus, wo Johann Sebastian Bach im Mai 1723 seinen städtischen Anstellungsvertrag als Thomaskantor und „director musices“ unterschrieb; die spätgotische Thomaskirche, Heimat des Thomanerchors, und die Nikolaikirche, in der seit 1982 montags das Friedensgebet abgehalten wurde; die Oper und das Gewandhaus gegenüber sowie das Schumannhaus und das Mendelssohn-Haus. Und im imposanten Gebäudekomplex des Grassi-Museums mit seinen drei großen Sammlungen trifft der Besucher auf die umfangreichste Musikinstrumentensammlung Deutschlands. Junge Kreative und lebendige Politsatire Aber Leipzig hat auch eine ausgesprochen aktive und kreative junge Kunstszene. Eine der derzeit interessantesten Produktions- und Ausstellungsstätten für zeitgenössische Kunst und Kultur in Europa ist eine ehemalige Fabrik in Plagwitz, einst die größte Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas. Mehr als 100 Künstler haben hier ihre Ateliers und bilden mit elf Galerien einen „Kosmos der Kunst“, der weltweit seinesgleichen sucht. Drei Mal im Jahr lädt die „Spinnerei“ zu einem Rundgang ein. Mit der bundesweit höchsten Kabarettdichte pro Kopf gilt Leipzig zudem als die deutsche Kabaretthauptstadt. Schon zu DDR-Zeiten waren hier Kabaretts ein Garant für kritische Politsatire. Urwald in der Stadt Die exotische Tropenlandschaft im Gondwanaland, das Highlight des Leipziger Zoos, entführt den Besucher in einen urwüchsigen Regenwald mit mehr als 24.000 tropischen Pflanzen (siehe S. 61ff.). Einen außergewöhnlichen Blick auf die Stadt bietet das 360-Grad-Panorama „Leipzig 1813“ von Yadegar Asisi, das der Berliner Künstler im vergangenen Jahr aus Anlass des 200. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig präsentierte. 3.500 Quadratmeter misst dieses größte Rundumbild der Welt im Panometer, einem ehemaligen Gasbehälter. Shopping hat Tradition Die alte Handels- und Messestadt Leipzig ist auch eine attraktive Einkaufsstadt. Viele historische Passagen und Kaufmannshöfe sind charakteristisch für die Stadt und prägen heute – hervorragend saniert und restauriert – das Flair Leipzigs als Einkaufsparadies. In der Mädler-Passage, Leipzigs prächtiger Ladenpassage, ist der durch Goethes „Faust“ literarisch verewigte Auerbachs Keller, eine historische Gastwirtschaft der Stadt und eine Mendelssohn-Haus der berühmtesten Deutschlands, ein Muss. Tradition hat in Leipzig nicht nur der Handel. Bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lässt sich auch die Geschichte des Leipziger Weihnachtsmarktes (siehe S. 69ff.), dem zweitältesten Deutschlands. Ein besonderes Event steht im kommenden Jahr bevor. 2015 jährt sich die erste urkundliche Erwähnung der Stadt zum 1000sten Mal. 36 Sachsen

Burg Mildenstein in Leisnig Region Leipzig – überraschend vielseitig Modern und liebreizend, weltoffen und sächsisch-gemütlich, traditionsreich und zukunftsweisend: Die Region rings um die lebendige Kulturstadt Leipzig präsentiert sich außergewöhnlich vielseitig und ist in der Kombination mit dem kulturellen Angebot der Stadt besonders reizvoll. Natürlich charmant Eine Einladung zum Wandern und Radfahren ist das Sächsische Heideland im Norden Sachsens. Beschilderte Wege führen den Naturliebhaber durch die idyllische Dahlener und Dübener Heide, den Wermsdorfer Wald sowie durch die romantischen Flusslandschaften entlang der Mulde und Elbe. Allein die Dübener Heide bietet ein 500 Kilometer langes Rad- und Wanderwegenetz. Das Landschaftsbild ist geprägt von zahlreichen Mühlen der unterschiedlichsten Art und Bauweise, die auch im Rahmen von Mühlenführungen besichtigt werden kön- Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, Region Leipzig Augustusplatz 9 04109 Leipzig Tel. +49-341/7104260 www.leipzig.travel nen. Nicht einmal eine Autostunde von Leipzig entfernt befindet sich die größte Jagdschlossanlage Europas, das Schloss Hubertusburg in Wermsdorf. Auf Zeitreise ganz anderer Art gehen Besucher im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Marienthal in Mügeln, das direkt am Sächsischen Lutherweg liegt. Spannende Erlebnisse für die ganze Familie sind beispielsweise der Besuch im O-Schatz-Park, eine Führung durch die unterirdischen Bergkelleranlagen in Eilenburg oder eine Fahrt mit der Schmalspurbahn „Wilder Robert“. Sportlich die Seensucht stillen Als Paradies für Wassersportfans präsentiert sich das Leipziger Neuseenland. Rund 70 Quadratkilometer umfasst die Seenlandschaft, die durch naturbelassene Fließgewässer mit Leipzig verbunden ist. Auf acht Kursen mit einer Länge von insgesamt 200 Kilometern können Stadt und Umland mit dem Radfahrer am Schloss Hubertusburg Paddeltour im Auwald Kanu oder Ruderboot erkundet werden. Daneben bieten die Seen für Aktivurlauber ein breites Wassersportangebot von Segeln über Kitesurfen, Tauchen bis Stand Up Paddeling. Für den Adrenalinkick zwischendurch sorgt eine der modernste Wildwasseranlagen Europas - der Kanupark Markkleeberg. Viel Spaß verspricht der größte Freizeitpark Ostdeutschlands BELANTIS mit seiner Mega-Achterbahn. Darüber hinaus ist das Leipziger Neuseenland eine kulturelle Schatzkammer. Sehenswert sind beispielsweise das Barockschloss Delitzsch und die Löbnitzer Kirche mit ihrer außergewöhnlichen Renaissance-Bilderdecke. Der beachtliche Reichtum an historischen Orgeln bekannter Baumeister zieht jedes Jahr viele Musikliebhaber in die Region. Auch regionale Bergbau- und Industriegeschichte spielt im Leipziger Neuseenland eine wichtige Rolle. Ein Besuch im Bergbau-Technik-Park am Störmthaler See ist deshalb ein absolutes Muss. Reich an Kultur Nirgendwo sonst in Sachsen ist die Dichte an Burgen und Schlössern so hoch wie rings um Leipzig. Mittelalterliche Stadtkerne und alte Gemäuer säumen im Sächsischen Burgenland die Täler entlang der Flüsse, die sich wunderbar in eine Radtour einbinden lassen. So benötigt man beispielsweise von der reizvollen Altstadt Grimma mit dem Fahrrad nur zwei Stunden bis zum ältesten Schloss Deutschlands in Wurzen. Ein Tipp ist der 230 km lange Radweg entlang der Mulde, der durch eine märchenhafte Flusslandschaft führt. Nicht weniger beeindruckend ist das Zschopautal mit seinen wildromantischen Tälern und bizarren Felsmassiven, auf denen stattliche Burgen thronen. Über 340 Kilometer folgt der Wanderer den Spuren der Reformation auf dem Lutherweg Sachsen durch die Region Leipzig (siehe S. 68ff.). Zahlreiche historische Klöster prägen das Sächsische Burgenland. Schon seit dem Mittelalter wurden hier Obstbäume und Heilpflanzen kultiviert. Diese über 800-jährige Tradition des Obstanbaus wird heute im „Obstland“ fortgeführt und beim alljährlichen Blütenfest gefeiert. Sachsen 37

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