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Ferienmagazin Deutschland 2014

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Berlin Potsdam Berlin

Berlin Potsdam Berlin Tourismus & Kongress GmbH Am Karlsbad 11 · 10785 Berlin Tel. 0049-30-25002333 www.visitberlin.de Teamplayer Berlin und Brandenburg - das ideale Doppelpack: pulsierendes Zentrum auf der einen, grandioses Naturerleben auf der anderen und enormer Kulturgenuss auf beiden Seiten Facettenreich wie keine zweite deutsche Metropole präsentiert sich Berlin, das beliebteste Städtereiseziel zwischen Alpen und Ostsee. Eine Einladung zum Schlendern sind die Viertel zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, rund um den Gendarmenmarkt mit dem Französischen und dem Deutschen Dom oder der Pracht-Boulevard Unter den Linden. In den Stadtrundgang einbinden sollte man das Schloss Charlottenburg und den Reichstag mit seiner gläsernen Kuppel sowie die berühmten Einkaufs-Tempel KaDe- We und Galeries Lafayette. In südliche Gefilde versetzt fühlt sich der Stadtspaziergänger im Sommer, wenn er in den Strandbars an der Spree den Cappuccino zwischen Palmen und bunten Sonnenschirmen auf frisch herangekarrtem Sand schlürfen kann. Ganzjährig prall gefüllt ist der Veranstaltungskalender mit Ausstellungen und Theater, Oper und Musik, in Konzert- und Theatersälen oder unter freiem Himmel. Ein Treffpunkt für Freunde von Theater, Comedy und Kabarett ist das Theaterviertel zwischen Friedrichstraße, Unter den Linden und Hackescher Markt, wo fünf traditionsreiche Häuser beste Unterhaltung bieten. Ein Publikumsmagnet ist die Museumsinsel mit ihren fünf renommierten Museen. Der gesamte Komplex mit dem Pergamonmuseum, dem Neuen Museum, dem Bodemuseum, der Alten Nationalgalerie und Alten Museum gehört als kulturelles Ensemble dem Welterbe der Unesco an (siehe S. 50ff.). Erste Landesausstellung In Brandenburg rücken zum Unesco-Themenjahr die zahlreichen Schlösser und Gärten in den Mittelpunkt - die Potsdamer Kulturlandschaft mit dem Park Sanssouci, dem Neuen Garten und dem Babelsberger Park ebenso wie der Landschaftspark des Fürsten Pückler in Branitz oder der 100 Jahre alte Rosengarten Forst. Kultur statt Natur beschert einem kleinen Ort im Süden Brandenburgs 2014 besonders große Aufmerksamkeit. Im restaurierten Renaissance-Schloss Doberlug in der Lausitz findet die erste Brandenburgische Landesausstellung statt. „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ ist der Titel der kulturhistorischen Ausstellung, die von Mai bis November die Beziehungen zwischen Preußen und Sachsen beleuchtet (siehe S. 55ff.). Freizeitparadies statt Bergbau Das Lausitzer Seenland ist ein Musterbeispiel für den Wandel der Region, die sich mit raschen Schritten vom ehemaligen Braunkohlerevier zu einem wahren Freizeit- und Wassersportparadies entwickelt. Hier entsteht die größte künstlich angelegte Seenlandschaft Europas, eine grandiose Wasserwelt aus zehn durch Schleusen und schiffbare Kanäle verbundene Seen. Ein beliebter Erholungsort ist der Senftenberger See mit großzügigen Sandstränden und einem bedeutenden Kulturangebot. Aussichtstürme wie der „Schiefe Turm“ und der Aussichtsturm Hörlitz bieten herrliche Ausblicke über die Landschaft, in der einige alte Kraftwerke und Brikettfabriken zu besichtigen sind. So bietet zum Beispiel das Besucherbergwerk F60 Einblicke in die monumentale Technik der Braunkohleförderung und die langsam verschwindende Tagebaulandschaft. Einzigartige Gartenbaukunst gibt es in Branitz bei Cottbus und in Bad Muskau zu entdecken. Das Erbe des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau, dessen Lebensinhalt es war, Landschaften in Parks zu verwandeln, die dann wieder Auf ein Kloster aus dem 12. Jh. geht das Schloss Doberlug zurück, in dem 2014 die Brandenburgische Landesausstellung stattfindet aussahen wie Landschaften, begeistert bis heute die Besucher in dem Gartenreich rund um zwei Schlösser in Bad Muskau sowie im Fürst-Pückler-Park in Branitz, einem der bedeutendsten Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts. Auf dem Wasser wandern Die faszinierendste Landschaft Brandenburgs ist der Spreewald, ein Unesco-Biosphärenreservat. Das verästelte Wasserlabyrinth ist von Mai bis Oktober viel besucht, aber eine Kahnfahrt mit einem Spreewaldgondoliere durch die Fließe, wie die Flussarme hier heißen, ist einfach ein Muss. Ein ganz spezielles Erlebnis ist eine Glühweinkahnfahrt im Winter, die inzwischen auch in allen Häfen in Lübben, Lübbenau und Burg angeboten wird. Im Museumsdorf Lehde - von Theodor Fontane zur „Lagunenstadt im Taschenformat“ getauft - werden Brauchtum und Handwerkskünste vergangener Zeiten lebendig. Die Kultur der Sorben, den ersten Siedlern in der Region, erleben Besucher hautnah bei einem der zahlreichen Feste wie Zampern und Zapust, dem Stollenreiten und Hahnrupfen. Die stille Landschaft Brandenburgs bietet beste Voraussetzungen für sanfte Freizeitsportaktivitäten. Vor allem Wasserwanderer und Radfahrer kommen auf ihre Kosten. So führen rund 7.000 Kilometer Radwege durchs flache Land, oft an Flüssen entlang, wie an der Havel, Neiße oder Spree, an den Fließen des Spreewalds oder auf dem Elbdeich. Etwas Zeit und Ausdauer erfordert der längste Fernradweg Deutschlands, die 1.111 Kilometer lange „Tour Brandenburg“. Wassersportler haben die Qual der Wahl bei gut 3.000 Seen und insgesamt rund 33.000 Kilometer Flüssen, Fließen und Kanälen. Tage- oder wochenlang können sie über weite Seen oder entlang idyllischer Flüsse und Kanäle durchs Land schippern – bis in die Hauptstadt. Badeurlauber finden im binnenwasserreichsten Bundesland und dem größten Wassersportrevier Europas ebenso rasch ihren Lieblingsplatz wie Kanuten und Motorbootkapitäne. Drei bis vier Wochen sollte einplanen, wer die 570 Kilometer weite „Große Rundtour“ mit dem Motorboot erkunden will. Viel Vergnügen bereitet es, die Seenlandschaft als Freizeitkapitän auf einem Hausboot zu befahren. Segler lockt der 40 Berlin / Brandenburg

Für italienische Momente in Berlin sorgt seit 2002 jeden Sommer die Strandbar Mitte direkt an der Spree gegenüber des Bodemuseums TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH Am Neuen Markt 1 14467 Potsdam Tel. 0049-331-298730 www.reiseland-brandenburg.de Der von Hausbooturlaubern viel befahrene, knapp über 40 Kilometer lange Oder- Havel-Kanal verbindet die Havel bei Henningsdorf mit der Oder bei Hohensaaten 1.370 Hektar große Scharmützelsee südöstlich von Berlin. Das „Märkische Meer“ ist schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch ein beliebter Kurort. Heute bildet die Saarow Therme das Wellness-Zentrum der Region. Reitanlagen, Golfplätze und eine Marina runden die Palette der Aktivmöglichkeiten um den traditionsreichen Kurort ab. ewigte. Beim Spaziergang durch den Schlosspark im englischen Stil fällt es nicht schwer, sich in frühere Zeiten zurückzuträumen. Dem Schriftsteller Theodor Fontane begegnen wir in Neuruppin, einem wegen des Ruppiner Sees beliebten Ausflugsziel südlich von Rheinsberg. Ein Museum erinnert an Fontane, der die Grafschaft Ruppin, das Oderland, das Havelland und den Spreewald in den fünf Bände umfassenden „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ - entstanden zwischen 1862 und 1889 – berühmt machte. Seine mit feinem Gespür für Menschen, Orte und die Natur verfassten Spaziergänge sind noch heute unterhaltsame Ferienlektüre. Das Stadtmuseum erinnert an den beliebten deutschen Literaten, der 1819 in Neuruppin geboren wurde, und an den ebenfalls hier geborenen klassischen Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781). Preußens Perle In Potsdam schließt sich die Entdeckungsreise um Berlin. Die großzügig angelegte, von italienischen Vorbildern inspirierten Schlösser und Parklandschaften mit Schloss Sanssouci im Mittelpunkt zieht die Besuchermassen an. Aber man sollte den Bummel nicht auf das auf den Weinbergterrassen errichtete Schloss und den 290 Hektar großen, von Wasserspielen belebten und mit Skulpturen geschmückten Park beschränken. Denn die Landshauptstadt Brandenburgs, die „preußische Perle“, einst Sommerresidenz der Könige und Kaiser, allen voran Friedrich der Große, hat auch abseits des beeindruckenden Weltkulturerbes viel zu bie- Auf den Spuren von Tucholsky und Fontane Nach umfangreichen Baumaßnahmen präsentiert die alte Klosteranlage Neuzelle nahe Eisenhüttenstadt ihre überbordende barocke Pracht heute wieder in neuem Glanz. Sie zählt mit den beiden Barockkirchen und dem spätgotischen Kreuzgang sowie dem barocken Klostergarten zu den wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen Europas. Im Sommer ist das Kloster stilvolle Kulisse für das „Musiktheaterfestival Oper Oder-Spree“. Backsteingotik statt Barockpracht repräsentiert das einst von Zisterziensermönchen belebte Kloster Chorin am Amtssee bei Eberswalde. Die romantisch anmutende Ruine des backsteinroten Gebäudeensembles fasziniert heute die Besucher ebenso wie einst Theodor Fontane. Etwa die Hälfte der einstigen Anlage ist noch erhalten, darunter die Klosterkirche, in der im Sommer die Konzerte des Choriner Musiksommers stattfinden. Ein technisches Meisterwerk ist das nahe gelegene Schiffshebewerk Niederfinow. Seit 1934 überwindet dieser Aufzug für Binnenschiffe 36 Meter Höhenunterschied vom Oder-Unterhafen zum Oder-Havel-Kanal. Eine 85 Meter lange, an 256 Drahtseilen befestigte Wanne bettet dabei die Schiffe. Rheinsberg, nordwestlich von Berlin, wurde vor allem durch sein Schloss bekannt, in dem sich Friedrich der Große in jungen Jahren gerne aufhielt, und das der Schriftsteller Kurt Tucholsky in seiner Erzählung „Rheinsberg - ein Bilderbuch für Verliebte“ literarisch verten. Besonders sehenswert sind die Russische Siedlung Alexandrowka, deren 13 holzverkleidete Häuser ebenfalls zum Potsdamer Welterbe zählen und das Holländische Viertel, die Nikolaikirche, das geschichtsträchtige Schloss Cecilienhof und das Hans-Otto-Theater oder das Krongut Bornstedt. Nicht zu vergessen die klassizistischen Prachtbauten von Karl Friedrich Schinkel. Zum Flanieren lädt die Brandenburger Straße mit ihren hübsch restaurierten Häusern des 18. Jahrhunderts ein. Und für Cineasten führt kein Weg am Filmpark Babelsberg vorbei. Einmal in der Woche gibt es dort unter dem Titel „Filmstadt Potsdam - das rollende Kino“ eine multimediale Busrundfahrt zu den berühmten Drehorten und Schauplätzen der Stadt. Ein kulturelles Highlight sind die „Musikfestspiele“ in den Schlössern und Gärten von Sanssouci, die diesen Sommer unter dem Motto „Mittelmeer zwischen Traum und Wirklichkeit“ mehr als 60 Konzerte, Opern und Open-Air-Veranstaltungen auf dem Programm haben (13.-29.6.2014). Ein Blick nach vorne: In der Region Havelland/Ruppiner Seen findet 2015 die Bundesgartenschau statt - zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die BUGA dabei Stadt- und Landesgrenzen überschreiten. Unter dem Motto „Von Dom zu Dom - das blaue Band der Havel“ soll der Charme der über tausendjährigen Kultur- und Siedlungsgeschichte der Gegend in Verbindung mit der noch weitgehend unberührten Landschaft in der Region zwischen den Domen der Städte Havelberg und Brandenburg an der Havel präsentiert werden. Potsdam und Brandenburg UNESCO-Weltkulturerbe und mehr rund um Berlin Die Schlösser, Parks und Gärten in Potsdam- Brandenburg sind 2014 authentisch und GRÜN Entdecken Sie Preußisches Kulturerbe: In Potsdam wird mit der Ausstellung „Paradiesapfel“ der Park Sanssouci vom 18. April bis 31. Oktober in Szene gesetzt. Cottbus begeistert mit dem Pückler-Park Branitz und seinen berühmten Pyramiden. Neuzelle lockt mit dem barocken Klostergarten. www.preussisches-arkadien.de Berlin / Brandenburg 41

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