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Ferienmagazin Deutschland 2014

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Bremen Hannover

Bremen Hannover Herrliche ostfriesische Inselnatur ohne Autoverkehr mit 14 km langem Sandstrand und sonnigem Nordsee-Reizklima Dem Horizont entgegen Sieben Inseln, die zum Baden und Wattwandern einladen, neun Städte voller Kultur und Historie, dazu die Naturlandschaften von Harz und Heide – Niedersachsen ist ein Land voller Abwechslung Dünen, Sand und Strandkörbe soweit das Auge reicht: Das sind die Markenzeichen der sieben ostfriesischen Inseln. Wie von einem Maler hingetupft liegen sie im Wattenmeer vor der niedersächsischen Nordseeküste. Sie heißen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Vor allem für Familien sind die stillen Eilande, von denen sogar fünf autofrei sind, bestens geeignet. Auf Langeoog und Wangerooge werden die Koffer mit Pferdewagen zu den Unterkünften gekarrt. Ebenso auf Juist, der „schönsten Sandbank der Welt“, 17 Kilometer lang, aber nur 500 Meter breit. Die kleinste Insel, Baltrum, kann man in drei Stunden umwandern. Borkum, die größte Insel, ist beliebt bei Kurgästen. Gesundes Klima ist allen Inseln gemeinsam. Auf vielen Inseln gibt es Erlebnisbäder mit echten Meereswellen und Spielhäuser, die Spaß bei Ebbe und Schlechtwetter bieten. Gefeiert wird auf den ostfriesischen Inseln und an der niedersächsischen Nordseeküste im Juni 2014. Dann gehört das Wattenmeer genau fünf Jahre zum Unesco- Weltnaturerbe. Das Wattenmeer ist eine der letzten ursprünglichen Naturlandschaften Mitteleuropas und mit einer Fläche von circa 13.000 Quadratkilometern eines der größten Feuchtgebiete der Erde – darum wurde es unter Schutz gestellt. TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN) Essener Straße 1 30173 Hannover Tel. 0049-511-2704880 www.reiseland-niedersachsen.de In Papenburg, einem Städtchen an der Ems im Hinterland der Küste, ist nicht nur der Schiffbau zu Hause, sondern auch der Blumen- und der Gemüsegartenbau. Deshalb ist der Ort prädestiniert für die diesjährige Landesgartenschau. Vom 16. April bis zum 19. Oktober 2014 locken der Stadtpark und das Gebiet rund um das Forum Alte Werft zum Bummel durch Blumenbeete und Themengärten. Für Abwechslung sorgen ein Mehrgenerationenspielplatz und ein Baumwipfelpfad als Kommandobrücke. Festspiele von Film bis Händel Charmant und gemütlich, voller Geschichte hinter historischen Fassaden, damit beeindrucken die „Neun Städte in Niedersachen“: Braunschweig, Celle, Göttingen, Goslar, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Wolfenbüttel. In den mittelalterlichen Städten gibt es hübsche Plätze mit Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen zu entdecken, und jede Menge traditionsreiche Veranstaltungen. In Braunschweig, der „Stadt Heinrichs des Löwen“, bietet das „Internationale Festival Theaterformen“ zeitgenössische Präsentationen von allen Kontinenten (11.-22.6.2014). Im November steht das „Internationale Filmfest“ (11.-16.11. 2014) auf dem Programm. Europas größtes geschlossenes Fachwerkensemble bildet in der Residenzstadt Celle die Kulisse für den Celler Weinmarkt (23.-27.7. 2014). Für Pferdeliebhaber ein Muss sind die Celler Hengstparaden (20., 21., 27., 28.9.2014). Die Universitätsstadt Göttingen überrascht im Herbst mit einem außergewöhnlichen „Stadtführungs-Festival“ (12.10.- 3.11.2014). Deutschlands älteste Händelfestspiele laden dieses Jahr vom 29. Mai bis 10. Juni zu herausragenden musikalischen Erlebissen ein. Newcomer des Pop stehen beim „Soundcheck New Pop Festival“ (11.-13.9.2014) auf den Bühnen der Stadt. Die Kaiserstadt Goslar feiert am Welterbetag, dem 1. Juni 2014, seine Unesco-Welterbestätten – dazu gehören neben der Altstadt das stillgelegte Erzbergwerk Rammelsberg und die Oberharzer Wasserwirtschaft. In Hildesheim öffnet nach fast fünf Jahren Bauzeit der Dom, ebenfalls Weltkulturerbe, am 15. August seine Türen wieder für Besucher. Die angrenzende Antoniuskirche wurde zum Dommuseum umgestaltet, dessen Eröffnung ist erst für April 2015 geplant. Im Römer- und Pelizaeus-Museum präsentiert die Sonderausstellung „Die Entstehung der Welt – Schöpfungsmythen aus dem Alten Ägypten“ (20.9.2014- 19.1.2015) neben weiteren internationalen Objekten das berühmte „Buch vom Fayum“ (siehe S. 55ff.). Die berühmteste Figur der Stadt steht in Hameln gleich zwei Mal im Blickpunkt: Beim Rattenfänger-Festspiel (11.5.-14.9.2014) spielen 80 Hamelner Bürger die alte Sage um Wortbruch und Rache als Theaterstück (jeden Sonntag). Eine humorvolle Interpretation der Sage mit musikalischen Ohrwürmern liefert das Rattenfänger-Musical „Rats“ jeden Mittwoch (28.5.-3.9.2014). In der Landeshauptstadt Hannover, bekannt für seine barocke Gartenkunst, stehen dieses Jahr „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837“ im Mittelpunkt einer umfangreichen kulturhistorischen Ausstellung, die sich über das Niedersächsische Landesmuseum und das Museum im wiederaufge- 42 Niedersachsen Deutsches Küstenland Fast 500 aufwändig restaurierte und denkmalgeschützte Fachwerkhäuser bilden das größte geschlossene Ensemble in Europa

Der letztes Jahr beendete Wiederaufbau von Schloss Herrenhausen beschert der einzigartigen Barockanlage mit seinen berühmten Herrenhäuser Gärten einen zusätzlichen Besucherboom bauten Schloss Herrenhausen erstreckt. Interessante Einzelaspekte der historisch bedeutenden Epoche werden in drei Themenausstellungen im Historischen Museum Hannover, im Wilhelm Busch – Deutschen Museum für Karikatur und Zeichenkunst sowie im Residenzmuseum im Celler Schloss (17.5.-5.10. 2014, siehe S. 55ff.) gezeigt. Romantik, junges Leben und historische Atmosphäre liegen in Lüneburg dicht beieinander. Davon kann man sich weltweit durch die Telenovela „Rote Rosen“ überzeugen lassen. Oder bei Führungen zu den Schauplätzen der beliebten Serie. Open-Air-Festivals im einzigartigen Ambiente des Residenzschlosses stehen in Wolfenbüttel im August und September auf dem Programm. Eine Gaudi ist die „Internationale deutsche Meisterschaft im Buspulling“ (1.6.2014) – dabei muss ein 14-Tonner-Bus mit Muskelkraft ins Ziel gezogen werden. (1.142 m), der allerdings in Sachsen-Anhalt liegt. Bis 1990 war der Harz durch die innerdeutsche Grenze geteilt. Heute liegt der seit 2006 als Nationalpark ausgewiesene Harz zu einem Drittel in Sachsen-Anhalt und zu zwei Dritteln in Niedersachsen. Die von dichten Wäldern und bizarren Klippen geprägte Landschaft, die schon Goethe zu ausgedehnten Wanderungen und Gedichten inspirierte, ist ein beliebtes Wanderrevier. Genuss für Autofreaks und Kohlfans Staunen, schwärmen, lernen und genießen: Das ist die Devise in der Autostadt Wolfsburg. Auf dem Gelände des 28 Hektar großen Themen- und Erlebnisparks dreht sich zwar alles um das Thema Mobilität (siehe S. 64). Aber in der als Gesamtkunstwerk angelegten Park- und Lagunenlandschaft Vielfalt sorgen zehn Restaurants: Die Speisekarten reichen von Fünf-Gänge-Menüs über variantenreiche Fisch- und vegetarische Gerichte bis zu Fleischspezialitäten. Eine traditionelle kulinarische Spezialität des Nordens ist „Grünkohl mit Pinkel“, ein deftiges Gericht, das in der kalten Jahreszeit den Magen wärmt und den Gaumen schmeichelt. Pinkel ist eine aus Speck, Bauchfleisch, Zwiebeln und Gewürzen bestehende geräucherte Grützwurst. Ein Erlebnis sind die so genannten Kohl- und Pinkeltouren, bei denen das Kohlessen am Ende einer geselligen und wegen des unterwegs reichlich ausgeschenkten Schnapses meist feuchtfröhlichen Wanderung steht. Wer tiefer einsteigen will, kann an der „Grünkohl-Akademie“ in Oldenburg einen exklusiven Kochkurs besuchen. Wundervolle Erlebnisse Heide-Idylle und Harz-Mythen Die Lüneburger Heide ist ganzjährig ein reizvolles Ziel. Der größte Besucher-Ansturm kommt Anfang August, wenn die Heideblüte die Landschaft mit einem violetten Teppich überzieht. In dieser Zeit finden in den Heidedörfern zahlreiche Heideblütenfeste statt. Über den Stand der Heideblüte informiert von Juli an eine Internetseite (www.lueneburger-heide.de). Eine schöne Möglichkeit, die Gegend zu erleben, bietet neben dem Wandern – zum Beispiel auf dem Heidschnuckenweg – eine Fahrradtour: Mehr als 2.000 Kilometer Radwege stehen dafür zur Verfügung. Da rüber hinaus bietet die Lüneburger Heide Vergnügen in zehn Erlebnisparks. Die Palette reicht vom Vogelpark Walsrode bis zu rasanten Achterbahnfahrten im Heidepark in Soltau (siehe S. 61ff.). Ein Tipp für Naturliebhaber ist auch der Harz, Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge mit dem sagenumwobenen Brocken In den drei Naturparks der Lüneburger Heide mit seinen wechselnden Vegetatiosformen gibt es deutschlandweit die meisten Freizeit-, Erlebnis- und Tierparks kommen sowohl kulturell interessierte Besucher als auch kulinarische Genießer auf ihre Kosten. So lädt das MobiVersum Eltern und Kinder zum Spielen und Gestalten ein – von der Bewegungsskulptur bis zur Kochschule. Daneben gibt es kulturelle Veranstaltungen wie die Movimentos Festwochen, die 2014 bereits zum zwölfen Mal Kulturhighlights aus den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Jazz und Klassik sowie szenische Lesungen präsentieren (siehe S. 55ff.). Für gastronomische Braunschweig | Celle | Göttingen | Goslar Hameln | Hannover | Hildesheim Lüneburg | Wolfenbüttel + Die Autostadt in Wolfsburg www.9staedte.de Deutsches Küstenland Niedersachsen 43

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