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Ferienmagazin Deutschland 2014

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Der launigen Natur hat

Der launigen Natur hat es der Rheingau zu verdanken, dass seine Weine weit über die Landesgrenzen von Hessen berühmt wurden. Der Rhein ändert hier seine Fließrichtung in Ost-West-Richtung und verschafft den Weinbergen des Rheingaus somit ganztags die perfekte Sonneneinstrahlung. In der Weinstadt Rüdesheim am südlichen Tor des Unesco-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ erstrecken sich gleich hinter den Häusern der Altstadt die Weinberge bis fast hinauf zum Niederwalddenkmal. Besucher der Stadt kommen, um durch die beschauliche Altstadt mit der berühmten Drosselgasse zu bummeln oder mit der Seilbahn über die Weinberge hinweg auf die Höhen zu schweben, wo man nicht nur das Niederwalddenkmal besichtigen, sondern auch schöne Wanderungen mit Blick auf den Rhein unternehmen kann. Rüdesheim und sein Stadtteil Assmannshausen sind bekannt für gastliche Restaurants, die vor allem auf eine bodenständige Küche mit regionalen Produkten setzen. www.ruedesheim.de Rüdesheim Tourist AG Rheinstraße 29A 65385 Rüdesheim am Rhein Tel. 0049-6722-90615-0 www.ruedesheim.de Rheingauer Weine, Rüdesheimer Kaffee und Handkäs mit Musik Denn diese passt am besten zum Rüdesheimer Riesling und Assmannshäuser Spätburgunder, den Rheingau-Klassikern, die hier auf mineralischem Boden und unter idealen klimatischen Bedingungen reifen. Wild aus den Rüdesheimer Wäldern, Handkäs mit Musik, Spundekäs und Forelle aus dem nahen Wispertal schmecken auf Gartenterrassen mit Rheinblick oder in urigen Innenhöfen und Winzerkellern. In die Rüdesheimer Kochkunst fließen auch die Kenntnisse der einfachen und gesunden Naturküche ein, die Hildegard von Bingen begründete, die in Rüdesheim als Benediktinerin wirkte und hier bestattet ist. Ausgewiesene Hildegard-Gastgeber bieten spezielle Gerichte nach der Ernährungslehre der Heiligen Hildegard an, in denen Kräuter und Gewürze wie Muskat, Fenchel, Thymian sowie Dinkel eine besondere Rolle spielen. Und nach dem Essen gibt es noch eine besondere Spezialität der Stadt, den Rüdesheimer Kaffee, dessen Zubereitung vor den Augen des Gastes zelebriert wird. In der typischen weiß-roten Porzellantasse züngeln zunächst die Flammen über dem heimischen, flambierten Asbach-Weinbrand bevor der Kaffee zugegossen und mit einer Sahnehaube gekrönt wird. Genießen Sie Rüdesheimer Riesling und Assmannshäuser Spätburgunder live: 23.-25.05.2014 - Assmannshausen in Rot / 07.06.2014 - Eibinger Weinwanderung 15.-18.08.2014: Rüdesheimer Weinfest / 17.-19.10. + 24.-26.10.2014: Tage des Federweißen Mehr Informationen bei der Rüdesheim Tourist AG, Tel.: +49 (0)6722 90615-0 52 Unesco-Welterbe

Romantischer Rhein Tourismus GmbH Loreley Besucherzentrum 56346 St. Goarshausen Tel. 0049-6771-959380 www.romantischer-rhein.de Zwischen Rheinromantik und römischem Erbe Eine Kulturlandschaft im Herzen Europas lockt mit zwei Unesco-Stätten. Wer das Erbe der Menschheit entdecken will, wandelt im Herzen Europas auf den Spuren der Römer. Sie brachten einst die Reben an den Rhein, erschlossen einen der wichtigsten Verkehrswege und sicherten ihr Imperium mit dem Limes. Heute bewahren zwei Unesco-Stätten am Romantischen Rhein Rheinsteig Leiselfeld Erklimmt die Fee wirklich in Vollmondnächten den Berg? Stimmt sie auch heute noch jenen zauberhaften Gesang an, der, wie Heinrich Heine berichtet, die Schiffer einst unrettbar in den Fluten versinken ließ? Fest steht: Wer das Unesco Welterbe „Oberes Mittelrheintal” besucht, verfällt auch heute noch der Magie jener 67 Stromkilometer zwischen Bingen/Rüdesheim und verträumten Weinlauben und hinter liebevoll restauriertem Mauerwerk warten neue Überraschungen. Schnell wächst die Einsicht, dass der größte Schatz einer Region, so reich an Kunst und Kultur, ihr Fundus an Geschichten ist. Ihn zu erschließen, helfen ausgebildete Natur- und Landschaftsführer. Und so entdeckt manch einer das wahre Rheingold im Mondlicht über Burg Maus oder auf den Spuren von Vater Rheins Bettkantenkräutern. Denn so lauten nur zwei von insgesamt 100 Angeboten der Welterbeführer von März bis November. Geschichten aus einer anderen Zeit wissen die Cicerones zu berichten. Diese in der Tradition römischer Fremdenführer stehenden Experten kennen sich bestens auf dem Terrain des obergermanisch-rätischen Limes aus, jenes Grenzwalls, der das Römische Imperium sicherte. Seit 2005 zählt die Route, die 550 Kilometer vom Rhein bis nach Regensburg reicht, zu den Welterbestätten. Neben den römischen Relikten bieten Rekonstruktionen, Ausgrabungen und Nachbauten tiefe Einblicke in die Vergangenheit – und die Cicerones liefern die passenden Geschichten dazu, bei Führungen mit dem Rad oder per pedes. Eintauchen in die Welt der Antike – der perfekte Einstieg bietet sich in der multimedialen Römerwelt in Rheinbrohl. Römische Cohorte, Bad Hönningen Sayner Hütte die Erinnerung an die Wurzeln unserer Zivilisation. In einer gewachsenen Kulturlandschaft begegnen sich Geschichtsbewusstsein und moderne Lebensart. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht, ziehen Burgen vorbei. Während das Schiff sanft auf dem Strom dahingleitet, schweift der Blick des Betrachters über Weinberge und malerische Städtchen. Und dann plötzlich türmt sie sich vor ihm auf, die sagenhafte Loreley, jener Felsen, der wie kein zweiter die Fantasie der Dichter und Maler beflügelte. Koblenz. Dabei gibt es viele gute Gründe, einer modernen Kulturlandschaft mit besonderen Reizen zu erliegen. Über Jahrhunderte hinweg beförderte der Strom Menschen, Waren und Ideen im Herzen Europas. Das alles fand an den Ufern seinen Niederschlag in einer ungewöhnlich hohen Dichte an Baudenkmälern. Kirchen, Burgen und Schlösser begegnen Besuchern auf Schritt und Tritt. Auf dem Rheinsteig und dem Rheinburgenweg werden Wanderer unweigerlich zu Entdeckern. Denn hinter jeder Wegbiegung, in Nicht weit entfernt kündet ein technisches Denkmal, das eindrucksvoll mit der umgebenden Idylle kontrastiert, von der Industrialisierung im frühen 19. Jahrhundert: Die imposante Gießhalle nahe dem pittoresken Schloss in Bendorf-Sayn gilt als heißer Anwärter auf der Vorschlagsliste künftiger Unesco-Welterbestätten. Ob sie einmal die Dritte im Bunde am Romantischen Rhein wird? Wie in der bewegten Vergangenheit ist hier auch in der Gegenwart Vieles „im Fluss“. Unesco-Welterbe 53

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