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Ferienmagazin Deutschland 2014

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Deutsche Märchenstraße

Deutsche Märchenstraße Mit den Brüdern Grimm als Reiseführer zu den Unesco-Welterbestätten Seit 1975 lädt die Deutsche Märchenstraße Gäste aus aller Welt dazu ein, den Spuren der berühmten Brüder Grimm zu folgen. Mit ihren fünfzig märchenhaften kleinen und großen Städten zählt sie zu den ältesten und beliebtesten Ferienrouten Deutschlands. Von Hanau bei Frankfurt am Main bis nach Bremen an der Weser reihen sich die Lebensstationen der Brüder Grimm sowie die Orte und Landschaften, in denen ihre Märchen beheimatet sind, zu einem fabelhaften Reiseweg aneinander. Dabei gibt es auch zahllose Geschichten und Attraktionen der deutschen Kultur- und Naturlandschaft zu entdecken. Denn eine Reise auf den Spuren der Grimms und ihrer Märchenhelden führt gleichzeitig zu einigen wichtigen Unesco-Welterbestätten in Deutschland. Hanau, der Geburtsort der Brüder Grimm, ist der ideale Startpunkt der Reise. Nach einem Besuch ihres imposanten Denkmals am historischen Rathaus geht es weiter nach Steinau. In dem romantischen Städtchen ist im Brüder- Grimm-Haus allerlei Märchenhaftes zu entdecken. Die Universitätsstadt Marburg bezaubert durch ihre verwinkelte Altstadt, die sich auf einem märchenhaften Pfad bis zum Schlossberg erkunden lässt. Romantische Spaziergänge durch uralten Baumbestand begeistern im nahe gelegenen Nationalpark Kellerwald-Edersee nicht nur Naturliebhaber. Er gehört gemeinsam mit vier weiteren charakteristischen Waldgebieten in der Nordhälfte Deutschlands zum Unesco-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder Deutschlands“. Mit und ohne Führung lädt der urige Buchenwald ein, diese Wildnis und Natur mit allen Sinnen zu genießen. Ein Höhepunkt der Tour durch die Welt der deutschen Märchen ist Kassel. Dort sind die Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen, die bedeutendste Quelle der Entstehungsgeschichte der Grimmschen Märchen, als Unesco-Weltdokumentenerbe im Brüder Grimm-Museum zu besichtigen. Die Hauptstadt der Märchenstraße bietet noch eine andere unbedingt erlebenswerte Attraktion: der Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen Wasserspielen und dem monumentalen Herkules-Denkmal ist ein unvergessliches Erlebnis. Im Sommer 2013 wurde der einzigartige Park als jüngste Welterbestätte in die Unesco-Liste aufgenommen. Weiter nördlich versteckt sich im Reinhardswald, dem ursprünglichsten aller Wälder, das Dornröschenschloss Sababurg. Nicht weit entfernt erinnert die Burg Trendelburg mit dem so genannten Rapunzelturm an ein berühmtes Märchen. Von Hann. Münden, der schönsten Fachwerkstadt des Weserberglands mit unzähligen prachtvollen Fachwerkhäusern, führt die Route entlang des Flusses weiter zur Rattenfängerstadt Hameln. Dort schmücken prächtige Renaissance-Bauwerke die Straßen und Plätze in der historischen Altstadt. Das legendäre Rattenfänger-Freilichtspiel begeistert jedes Jahr im Sommer Tausende Touristen. Den krönenden Abschluss der Märchenstraße bilden die alte Hansestadt Bremen und Bremerhaven mit seinem hanseatischen Flair. In Bremen begegnet der Reisende auf den Spuren der Brüder Grimm noch einer ihrer schönsten Geschichten: Die Bremer Stadtmusikanten schauen in Bronze gegossen von ihrem Denkmal neben dem Rathaus dem lebhaften Treiben auf dem historischen Marktplatz zu. Dort zieht ein weiteres, herausragendes Beispiel deutschen Unesco-Weltkulturerbes bewundernde Blicke auf sich – das Rathaus mit seiner prachtvollen Fassade und die beeindruckende Roland-Statue davor. Idyllische Landschaften Romantische Burgen und Schlösser Fachwerkbunte Städte und historische, malerische Orte UNESCO Welterbestätten Deutsche Märchenstraße e.V. · D-34117 Kassel E-Mail: info@deutsche-maerchenstrasse.de www.deutsche-maerchenstrasse.com Märchenhafte Gastronomie 66 Reisen auf den Spuren von...

schen Museum einen Eindruck von der Geschichte der Stadt. Als Juwel des Mittelalters präsentiert sich Rothenburg ob der Tauber (siehe S. 18), das ebenfalls von der Burgenstraße durchquert wird. Die Altstadt mit ihren Türmen, Gassen und zauberhaften, spitzgiebligen Häusern ist ein beliebtes Fotomotiv. Auch Heilbronn (siehe S. 18) ist ein Highlight an der Straße der Burgen. Blickfänge in der Neckarstadt sind das Renaissance-Rathaus mit der astronomischen Uhr und die Westturmanlage der Kilianskirche mit Figuren aus der Reformationszeit. Und natürlich muss man dem berühmten Käthchen von Heilbronn die Aufwartung machen – am Denkmal auf dem kleinen Platz vor dem Naturhistorischen Museum. Ein gelber Engel auf grünem Grund weist Kunst- und Kulturinteressierten den Weg entlang der Oberschwäbischen Barockstraße, die sich auf vier Routen zu Kirchen, Klöstern, Kapellen, Schlössern und Residenzen durchs Land schlängelt. Die Hauptroute beginnt in Ulm mit seinem berühmten Münster (siehe S. 16). Wer die 768 Stufen im 161 Meter hohen, höchsten Kirchturm der Welt hinaufsteigt, genießt an klaren Tagen einen Blick bis zu den Alpen. Zu den Höhepunkten der Tour gehören Bad Wurzach, in dem das Barock-Treppenhaus im Schloss ein Anziehungspunkt ist, Ravensburg und das benachbarte Weingarten sowie Bad Waldsee (siehe S. 14), dessen doppeltürmige Kirche St. Peter von Dominikus Zimmermann barockisiert wurde. „Träumen erlaubt“ heißt es bei einer Reise auf den Spuren der Brüder Grimm, deren 200. Geburtstag 2012 gefeiert wurde. Auf ihrem Weg vom Main zum Meer, zwischen Hanau und Bremen, folgt die Deutsche Märchenstraße, die zu den beliebtesten deutschen Themenstraßen zählt, mehr als 600 Kilometer den Stationen der berühmtesten deutschen Geschichtenerzähler. Gleich sechs Bundesländer zwischen der Elbmündung und dem Bodensee werden von der Deutschen Fachwerkstraße berührt. Dabei handelt es sich um sechs Regionalstrecken, die sich inzwischen auf 2.800 Kilometer Länge summieren und fast 100 malerische Fachwerkstädte zusammenschließen. Jüngstes Mitglied ist Frankfurt/Höchst (siehe S. 25). Neben dem schönen Fachwerk-Ensemble sehenswert sind dort das spätmittelalterliche Schloss, ein barocker Palast, ein gotischer Zollturm und die karolingische Justinuskirche, die als ältestes Bauwerk im Frankfurter Stadtgebiet gilt. Im Porzellan- Museum lassen Fayencen und Porzellane vom Rokoko bis zum Klassizismus die Besucher staunen, in der Höchster Porzellanmanufaktur erleben sie live, wie das „weiße Gold“ entsteht. In diesem stilvollen Rahmen, an der Oberschwäbischen Barockstraße, finden auch die bekannten "Bad Schussenrieder Abende" mit namhaften Künstlern statt Die Geschichte des Porzellans erzählt die erst 2003 eröffnete Porzellanstraße, die von Bamberg über Coburg bis zum Frankenwald, von Hof über Selb bis Tirschenreuth und weiter über Weiden nach Bayreuth durch den Nordosten Bayerns führt – insgesamt rund 550 Kilometer weit. Zerbrechliche Kunst präsentiert auch die Glasstraße, die im Osten Bayerns quer durch den Oberpfälzer und den Bayerischen Wald verläuft. Reisende können hier die Glaskunst aus 700 Jahren nicht nur bestaunen, sondern in Glasbläsereien ihre Souvenirs selbst anfertigen. Durch das reich mit romanischen Baudenkmälern ausgestattete Sachsen-Anhalt schlängelt sich die Straße der Romanik. Wichtige Stationen auf der Straße, die sich in Form einer liegenden Acht von Madgeburg in eine Süd- und eine Nordroute teilt, sind Naumburg, Halberstadt und die Unesco-Welterbestadt Quedlinburg (siehe S. 32ff.). Eine Besonderheit stellt der Obergermanisch-Rätische Limes dar, der auf der Liste der Unesco-Welterbestätten steht (siehe S. 50ff.). Entlang der alten Grenzlinie, die sich von Rheinland-Pfalz über Hessen und Baden-Württemberg bis nach Bayern schlängelt, locken zahlreiche Museen und Ausgrabungsstätten wie in Weißenburg, Aalen (siehe S. 9, 17) oder das Kastell Abusina bei Eining in der Nähe des Klosters Weltenburg. Vergangenheit fühlen - Gegenwart genießen • Staufische Kaiserpfalz und Deutschordensstadt am burgenreichen Neckarsteig • Stadt- und Erlebnisführungen • Rad- und Wandervergnügen an Neckar, Kocher & Jagst • Traditionelle Feste und Märkte • Kurzreisen zum Thema Mittelalter, Wein & Gesundheit Tourist-Information Bad Wimpfen Tel. +49 (0) 7063/97 20 0 info@badwimpfen.org www.badwimpfen.de www.gundelsheim.de Reisen auf den Spuren von... 67

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