Aufrufe
vor 6 Jahren

Ferienmagazin Deutschland 2014

  • Text
  • Stadt
  • Schloss
  • Tourismus
  • Altstadt
  • Deutschlands
  • Ferien
  • Deutschland
  • Urlaub
  • Reise
  • Ferienmagazin

Altötting Mainz

Altötting Mainz Märchenwelt unterm höchsten Kirchturm Mehr als 260 hübsch dekorierte Stände machen den Weihnachtsmarkt in Stuttgart zu einem der größten im Lande. Vor der Kulisse des alten Schlosses verkaufen die Händler Engelsfiguren, Weihnachtskugeln und allerlei Kunsthandwerkliches. Im Renaissance-Innenhof stimmen besinnliche Konzerte die Besucher auf Weihnachten ein. Zu Füßen des höchsten Kirchturms der Welt breitet sich in Ulm die weihnachtliche Stadt aus festlich beleuchteten Holzhütten aus. In der Märchenjurte unterhalten Schauspieler mit Geschichten von Unsterblichkeit und ewiger Liebe, während Kinder in der Technikwerkstatthütte Rentiere und Christbaumschmuck basteln. Eine besondere Stimmung verströmt der Barock-Weihnachtsmarkt auf dem von Arkaden umsäumten Marktplatz in Ludwigsburg. Tausende kleiner Leuchten spannen sich über den Dächern der weihnachtlichen Buden, und zwei barocke Kirchen funkeln in festlichem Glanz. Den Magen wärmen schwäbische Spezialitäten wie Schupfnudeln und die Holzofendinnede, ein herzhaftes Gebäck mit Schmand, Kartoffeln oder Speck. Zur Abrundung gibt es ein Bühnenprogramm mit Marionetten-Theater und Adventskonzerten. Mit einem Live-Programm auf der „Himmelsbühne“ unterhält der Christkindlesmarkt in Baden-Baden. Über 100 weihnachtlich hergerichtete Holzhäuschen reihen sich in der „Lichtentaler Allee“. Eine lebendige Krippe und die beeindruckend illuminierte Märchenstraße bringen kleine und große Besucher zum Staunen und Träumen. Jedes Jahr an den ersten drei Adventwochenenden ist die bezaubernde Altstadt von Bad Wimpfen Schauplatz für ihren berühmten Altdeutschen Weihnachtsmarkt, auf dem über 100 Buden neben allerhand Naschwerk vor allem Kunsthandwerkliches anbieten. Nachtwächter und Stadtführer im historischen Gewand laden ein, mit Ihnen die Fachwerkaltstadt und die historische Kaiserpfalz zu erkunden. Heißer Apfelwein und leckere Printen Bethmännchen und Apfelglühwein gehören zu den Markenzeichen des Weihnachts- 70 Weihnachtsmärkte marktes in Frankfurt. Rund um Römerberg, Paulsplatz und Mainkai gibt es weitere weihnachtliche Backwaren-Spezialitäten wie „Brenten“ und Quetschemännchen zu entdecken. Besonders stimmungsvoll ist die Atmosphäre inmitten der Fachwerkhäuser, wenn das Turmblasen von der Nikolaikirche auf dem Programm steht. Zum Aufwärmen empfiehlt sich das Frankfurter Nationalgetränk Apfelwein mal dampfend heiß zu probieren. Der Duft von Gebäck und Glühwein weht auch durch die Gassen des Weihnachtsmarktes in Mainz. Eine handgeschnitzte Krippe mit lebensgroßen Figuren aus Lindenholz lockt Krippenfans zur Gotthardkapelle am Dom. Nur an einem Wochenende findet der Weihnachtsmarkt in Bingen statt. Auf der „Alt Binger Weihnacht“ schmausen die Gäste Lachs vom offenen Feuer, kosten Heuschnaps an Feinkostständen und erfreuen sich an handgefertigten Marionetten, selbstgeschnitztem Holzspielzeug und selbstgestaltetem Schmuck. Unter den zahllosen Weihnachtsmärkten Nordrhein-Westfalens gehört der in Aachen zu den beliebtesten. Und das nicht nur wegen der schmackhaften Aachener Printen, die es in unterschiedlichen Variationen gibt. Über das bunte Treiben der mehr als hundert Handwerker, Künstler und Gastronomen vor dem Rathaus und dem Dom wacht Karl der Große, Hildesheim der von seinem Denkmalsockel auf die Budenstadt herabschaut. In Köln stimmen sich die Menschen auf dem Roncalliplatz vor der Kulisse des Doms auf Weihnachten ein. Inmitten der 150 Stände befindet sich eine Bühne, auf der mehrmals täglich Konzerte – von Volksmusik bis Rock – stattfinden. Probiertipps sind die leckeren Spekulatius aus mit Zimt, Kardamon und Nelken gewürztem Mürbeteig. Advent in Höfen Mit einem Märchenspiel auf der Freitreppe zum Domplatz eröffnet Erfurt seinen Weihnachtsmarkt. Der Mariendom und die Severikirche überragen die mehr als 200 Holzhäuschen rund um die festlich geschmückte Weihnachtstanne. Gestärkt mit Thüringer Rostbratwurst schlendern die Besucher vom Domplatz über den Fischmarkt. Großer Andrang herrscht bei den Handwerkern, die mundgeblasenen Christbaumschmuck anbieten. Am Wochenende zuckelt der „Weihnachtsmarkt-Express“ durch die fast 1.300 Jahre alte Stadt, vorbei an Patrizierhäusern und Fachwerkbauten zu den schönsten historischen Gebäuden. Kunstvolle Christbaumkugeln, Glöckchen und anderes Kunsthandwerk aus örtlichen Betrieben gehören zu den beliebtesten Geschenken, die man auf dem Weihnachtsmarkt in Lauscha im Thüringer Wald erwerben kann. Die jahrhundertealten Fachwerkhäuser am historischen Markt bilden in Quedlinburg die Kulisse für den Weihnachtsmarkt. Täglich öffnet sich beim größten Adventskalender Deutschlands die Tür eines Fachwerkhauses rund um den Schlossberg mit Überraschungen für kleine und große Besucher. Ein Höhepunkt ist der „Advent in den Höfen“: An drei Wochenenden öffnen 24 Häuser in der Altstadt ihre Innenhöfe, in denen Kunsthandwerker, Künstler und Köche ihre Werke anbieten.

Rendezvous mit Räuchermännchen Die ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands und zauberhafte, kleine Christkindlmärkte haben Sachsen den Beinamen „Weihnachtsland“ beschert. Weihnachtspyramiden und Schwibbögen, liebevoll gestaltete Räuchermännchen und bunt bemalte Holzkunst repräsentieren auf zahlreichen Märkten die Volkskunst aus dem Erzgebirge. Zum Beispiel auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt in der Spielzeugstadt Seiffen, in Annaberg- Buchholz oder in Chemnitz, wo alte Bräuche lebendig werden und altes Kunsthandwerk einschließlich der typischen Nussknacker im Angebot ist. Der berühmte Christstollen („Striezel“) steht im Mittelpunkt des „Striezelmarktes“ in Dresden, dem ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands, der 2014 zum 580. Mal stattfindet. Neben dem Stollen sind Leb-, Honig- und Pfefferkuchen aus der Lebkuchenstadt Pulsnitz beliebte Mitbringsel. Glück bringen soll der Pflaumentoffel, ein kleiner Mann aus Backpflaumen. In den Buden funkeln Christbaumkugeln aus der Glasbläserstadt Lauscha sowie Vasen, Leuchter und Essgeschirr aus der Oberlausitz. Etwa 250 hübsch geschmückte Stände in der Altstadt bilden den Weihnachtsmarkt in Leipzig. Konzerte des Thomanerchors und Orgelmusik in den Kirchen gehören zum musikalischen Rahmenprogramm des zweitältesten deutschen Weihnachtsmarkts. Den Gaumen verwöhnen Leckereien wie Lebkuchen, Marillen-Punsch oder Feuerzangenbowle an der Pyramide auf dem Nikolaikirchhof. Einen tollen Blick über die Stadt verschafft die Fahrt mit dem 38 Meter hohen Riesenrad. In einen riesigen Adventskalender verwandelt sich in der Vorweihnachtszeit das spätgotische Rathaus in Meißen, das mit der Frauenkirche und Renaissancebürgerhäusern die Kulisse für den Weihnachtsmarkt abgibt. Außerdem lädt die Porzellan-Manufaktur Meissen mit einem stimmungsvollen Weihnachtserlebnismarkt ein. Dort können die Besucher zuschauen, wie kostbare Porzellangeschenke entstehen und Pralinen kunstvoll dekoriert werden. In der Tradition des Erzgebirges und des Vogtlands präsentiert sich der Weihnachtsmarkt in der Altstadt von Zwickau. Neben Kunsthandwerk sind hier die regionalen Leckerbissen in der „Hutzenstub“ zu empfehlen. Weihnachtlicher Glanz hoch neun: So könnte man die Reise über die Weihnachtsmärkte von „9_ Städten in Niedersachsen“ überschreiben. Zwischen mittelalterlichen Fachwerkhäusern und gotischen Backsteinfassaden reihen sich die Budenstädte in Braunschweig, Celle, Göttingen, Goslar, Hameln, Leipzig Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Wolfenbüttel und der Autostadt Wolfsburg. Doch jeder Markt hat seine Besonderheiten: In Göttingen beispielsweise kann man Kunsthandwerkern bei der Arbeit zuschauen, in Hameln verströmt eine elf Meter hohe Pyramide weihnachtliche Stimmung. Lüneburg überrascht mit liebevoll illuminierten Häuserzeilen und prachtvoll in Szene gesetzten Kirchen. In Celle wird der Weihnachtsmarkt von Europas größtem zusammenhängenden Fachwerkensemble umrahmt, in Hannover gibt es ein „finnisches Weihnachtsdorf“. Viele Gründe bietet die Autostadt in Wolfsburg für einen Besuch in der Adventszeit. Zahllose Lichter und festlicher Glanz schmücken den 25 Meter hohen Weihnachtsbaum und den rot erleuchteten Schornstein des Volkswagen Kraftwerks. Eine 1.000 Quadratmeter große „Eiswelt“ ist die Bühne für märchenhafte Eisshows und auf dem Wintermarkt strömen aromatische Düfte alpenländischer Spezialitäten aus den liebevoll dekorierten Hütten. Bratäpfel und Rauchwurst Klassischen Budenzauber vor der Kulisse des Alten Rathauses auf dem Marktplatz im Herzen der Altstadt und „Schlachte-Zauber“ an der Weserpromenade bietet die Adventszeit in Bremen. Der süße, würzige Duft von Bratäpfeln und dampfendem Weihnachtswein liegt über dem Markt rund um die Bremer Stadtmusikanten und den Bremer Roland. An der Weser weht ein Hauch von Orient durch das historische Freibeuterdorf, in dem traditionelles Handwerk kunstfertig präsentiert wird. In mittelalterlichen Schankstuben können die Besucher Met, Fruchtwein sowie Liebestrank kosten und sich mit frisch Gebratenem stärken. Was in Dresden der Stollen ist in Lübeck das Marzipan. Bevor sie auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt am Rathaus Marzipan und Bratäpfel naschen, gönnen sich Kenner des Marktes die Lesung des Weihnachtskapitels aus den Buddenbrocks mit einer anschließenden Führung durch die Heimatstadt Thomas Manns. Ausgefallene Weihnachtsgeschenke finden sich auf dem Kunsthandwerkermarkt im Heilig-Geist-Hospital. Im Kellergewölbe des historischen Hauses liegen kleine Kostbarkeiten aus Keramik, Holz und Glas neben Puppen, Aquarellen und Radierungen. In Rostock lässt der größte Weihnachtsmarkt an der Ostsee die Altstadt in festlichem Lichterglanz erstrahlen. Zwischen „Schlachte-Zauber“, Bremen Neuem Markt, Kröpelinger Tor und Stadthafen kann man entspannt von Bude zu Bude spazieren und zu schwedischem Glögg Rostocker Rauchwurst und Warnemünder Räucherfisch probieren. Für Kinder ist auf der Märchenbühne Unterhaltung geboten, während die Erwachsenen dem Silberschmied und dem Tischler in ihren Werkstätten zuschauen oder sich selbst beim Kerzenziehen versuchen. Weihnachtsmärkte 71

© IFOVA Verlagsgesellschaft mbH 2019