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Ferienmagazin Deutschland 2015

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In Ansbach, wo im Sommer

In Ansbach, wo im Sommer die Rokoko- Festspiele und alle zwei Jahre die Bachwoche (31.7.-9.8.2015) stattfinden, sind die markgräfliche Residenz mit der Fayence- und Porzellansammlung sowie die Orangerie im Hofgarten die wichtigsten Anziehungspunkte. Schlösser und Parkanlagen locken in Aschaffenburg, dem „bayerischen Nizza“. Nördlich von Aschaffenburg, in Alzenau, findet dieses Jahr unter dem Motto „Natur in der Stadt“ die Bayerische Gartenschau (22.5.- 16.8.2015, siehe S. 51) statt. Bamberg ist eine von drei fränkischen Städten, die zum Welterbe der Unesco gehören. Bedeutendstes Bauwerk der Welterbestadt ist der Dom. Er gilt als ein besonderes Beispiel für den Übergang von der Romanik zur Gotik. Seine bekannteste Sehenswürdigkeit ist der „Bamberger Reiter“, eine große Skulptur aus dem 13. Jahrhundert, eine der ersten Reiterstandbilder seit der Antike. Bayreuth, wegen seiner Festspiele ein Mekka für Opernfans aus aller Welt, präsentiert einen weiteren Kulturgenuss. Zur diesjährigen Festspielsaison wird das Haus Wahnfried wieder eröffnet. Die Villa am Bayreuther Hofgarten, in die Richard Wagner 1874 mit seiner Familie gezogen war, ist seit 1976 Heimat des Richard-Wagner-Museums. Erst vor zwei Jahren wurde das Markgräfliche Opernhaus zum Unesco Weltkulturerbe erklärt. Mittelalter und Romantik In Coburg verbrachte Lucas Cranach der Ältere mehrere Monate zu Beginn seiner Karriere als Hofkünstler. Die Kunstsammlungen der Veste Coburg erinnern daran in diesem Jahr mit drei Sonderausstellungen rund um Gemälde und Grafiken Cranachs. Geboren wurde Cranach in Kronach, wo aus Anlass des 500. Geburtstags von Lucas Cranach dem Jüngeren dieses Jahr gefeiert wird. In der Fränkischen Galerie auf der Festung Rosenberg ist die Ausstellung „Fränkische Meister von Spätgotik bis Renaissance – der Weg zu Cranachs Kunst“ (1.3.-31.10.2015) zu sehen. Das Lichterfest „Cranachs Kronach leuchtet“ (8.-17.5.2015) sowie das historische Stadtspektakel (26.-28.6.2015) sind weitere Höhepunkte. Kirchen, Handelshäuser und viel Fachwerkarchitektur tragen dazu bei, dass Dinkelsbühl als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte gilt. Das sehenswerte Häuserensemble bildet im Sommer die 8 Bayern Kulisse für das Historische Festspiel „Kinderzeche“ (17.-26.7.2015). Ein Muss für Freunde romantischer Städte ist Rothenburg ob der Tauber. Vor allem das mittelalterliche Stadtensemble fasziniert in der Stadt am Kreuzungspunkt der Burgenstraße mit der Romantischen Straße. Unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten steht die St. Jakobskirche mit dem Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider ganz weit oben auf der Liste. Auf Zeitreise gehen können Rothenburg-Besucher bei verschiedenen Festen: Beim historischen Festspiel „Der Meistertrunk“ (22.-25.5.2015) und den alljährlich stattfindenden Rothenburger Reichsstadt-Festtagen (4.- 6.9.2015), bei denen an die tausend Mitwirkenden die gesamte Stadtgeschichte lebendig werden lassen. Zum Jahresende lockt die Stadt für Romantiker mit dem Reiterlesmarkt (27.11.-23.12.2015, siehe S. 69ff.). Einen weiten geschichtlichen Bogen spannt die Frankenmetropole Nürnberg: von der Kaiserburg, dem Albrecht-Dürer- Haus, in dem der Künstler fast 20 Jahre lebte, über das Germanische Nationalmuseum, das eine der größten kulturhistorischen Sammlungen in Deutschland besitzt, bis zum emotional bewegenden Dokumentationszentrum beim ehemaligen Reichsparteitagsgelände. Das Nationalmuseum stellt anlässlich des Jubiläums das Thema „Zwischen Venus und Luther: Cranachs Medien der Verführung“ (21.5.2015- 22.5.2016) in den Mittelpunkt. Wellness-Wonnen im Salzsee Auf kulinarische Entdeckungsreise gehen Reisende in der Fränkischen Schweiz, dem „Land der Burgen, Höhlen und Genüsse“ in der Region zwischen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth. Die Gegend weist eine der höchsten Bäckerei-, Metzgerei- und Brauereidichten weltweit auf. 18 Genussbotschafter bringen den Gästen die kulinarische Vielfalt mit attraktiven Erlebnisangeboten näher. So bieten Brotspezialisten Mühlenwanderungen an, Schnapsbrenner nehmen Gäste mit auf eine Reise von der Streuobstwiese bis zur »Was heißt hier Klassik«, fragt das Mozartfest Würzburg 2015 und lädt damit zu seinen beliebten Nachtmusiken in den Hofgarten der Würzburger Residenz Brennerei. Und bei Bierkellerführungen lernen Urlauber die Brautradition der Fränkischen Schweiz kennen. In Würzburg befindet sich eines der schönsten Schlösser Europas. Die Würzburger Residenz ist ein Hauptwerk des süddeutschen Barocks und gehört seit 1981 zu den Unesco-Welterbestätten. Die prachtvolle Anlage bildet die passende Kulisse für das alljährliche Mozartfest (22.5.-28.6.2015, siehe S. 64ff.), den Höhepunkt im Veranstaltungskalender von Würzburg. Weißenburg präsentiert sich mit dem teilrekonstruierten Kastell Biriciana, den Römischen Thermen und dem größten römischen Schatzfund in Deutschland als Römerstadt par Excellence. Das Römermuseum wird derzeit neugestaltet und voraussichtlich im Frühjahr 2016 wieder eröffnet. Zum Kurzurlaub am Salzsee lädt Bad Windsheim. Dort liegt neben der Frankentherme das „Fränkische Tote Meer“. Der 750 Quadratmeter große Salzsee ist 30 Grad warm und hat eine Solekonzentration fast wie das Tote Meer. Die moderne Franken-Therme feiert Ende 2015 ihren zehnten Geburtstag. Abwechslung ins Wellness-Vergnügen bringt ein Spaziergang durch das an die Altstadt angrenzende „Fränkische Freilandmuseum“ mit über 100 original wieder aufgebauten Häusern, die ländliche Baukultur und dörfliches Wohnen zeigen. Zu Pfingsten verwandelt sich Rothenburg ob der Tauber anlässlich des historischen Festspiels „Der Meistertrunk“ in eine Stadt zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges Ein Zentrum sportlicher Aktivitäten ist der Ochsenkopf im Fichtelgebirge. Downhillstrecken für Biker, ein Hochseilgarten, eine Sommerrodelbahn und ein Zipleinpark sorgen für Abwechslung und Adrenalinschübe. Wanderer finden zahlreiche Themenwanderwege wie die neue Route „Auf den Spuren der Bergleute“, den Glaswanderweg zwischen Weidenberg und Bischofsgrün sowie den Echowaldweg oder den Fränkischen Gebirgswanderweg. Luchs und Auerhahn in freier Natur beobachten können Tierfreunde in dem neugestalteten Wildgehege des Wildparks am Waldhaus Mehlmeisel.

Dreizehn Kapellen verbindet der Kapellenweg zum Entschleunigen rund um den Kneipp-Kurort Scheidegg mit herrlichen Blicken weit in die Allgäuer Bergwelt Allgäu und Bayerisch-Schwaben Mehrere historische Städte prägen diese Region, allen voran Augsburg, die drittgrößte Stadt Bayerns. Der Stadtrundgang beginnt auf dem Rathausplatz mit dem Renaissance- Rathaus und dem freistehenden Perlachturm. Die Patrizierhäuser spiegeln den Glanz früherer Jahrhunderte wider, als die Kaufmannsund Bankiersfamilien der Fugger ihre Geschäfte tätigten. Zum Besichtigungsprogramm gehören neben dem Schaezler-Palais und dem Herkulesbrunnen der Dom sowie die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt. Ebenfalls nicht fehlen sollte das Bert- Brecht-Haus, das an den 1898 in Augsburg geborenen Dramatiker erinnert. Das Brechtfestival (30.1.-10.2.2015) gehört ebenso zu den Highlights im Augsburger Veranstaltungskalender wie das 64. Deutsche Mozartfest (7.5.-17.5.2015), der 23. Augsburger Jazzsommer (15.7.-16.8.2015) oder der berühmte Christkindlesmarkt (siehe S. 69ff.) auf dem Rathausplatz. An der Romantischen Straße (siehe S. 53ff.) nordwestlich von Augsburg liegt das mittelalterlich anmutende Städtchen Nördlingen. Der Ort beeindruckt vor allem mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer. Außergewöhnlich ist der kreisrunde Grundriss der Stadt in einem ebenfalls fast runden, nahezu 90 Meter tiefen Kessel mit einem Durchmesser von etwa 25 Kilometern, dem Ries. Am südlichen Ende der Romantischen Straße liegt Füssen. Die charmante Stadt am Lech ist ein Kleinod mit spätgotischen und barocken Bauten in der Reichenstraße zu Füßen des Hohen Schlosses und des Klosters St. Mang. Nicht weit entfernt von Füssen liegen die Schlösser König Ludwigs II. – Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau. Auf vielfältige Weise zur Ruhe kommen kann man in Oy-Mittelberg. Am besten gelingt es bei den spirituellen Wanderwochen auf den Spuren des neuen Glaubens- und Kirchenrundwegs mit dem Titel „Auf seiner Spur“, einem 43 Kilometer langen Weg zu Kirchen und Kapellen im Gemeindegebiet des Kneipp- und Luftkurorts Oy. Ziele sind unter anderem die Pfarrkirche St. Michael in Mittelberg und die Wallfahrtskirche Maria Rain, für viele die schönste Dorfkirche des Allgäus. Der „Abenteuerspielplatz Oy-Mittelberg“ ein lohnendes Ziel für Familien: Dort können Kinder in Moorweihern und Seen schwimmen oder spezielle Kletterkurse besuchen. Ausflug ins Mittelalter Die sanfte Berglandschaft des Allgäus verleiht Kempten eine romantische Postkartenidylle. Die bewegte Geschichte der Stadt bekommen Besucher in der unterirdischen Erasmus-Kapelle erzählt. Sehenswert außerdem: Die Lorenz-Basilika und die Residenz in der Neustadt sowie der Rathausplatz, der besonders an lauen Sommerabenden südländisches Flair verströmt. Nach Kaufbeuren zieht es die meisten Besucher zur Zeit des Tänzelfestes (9.-20.7.15), wenn 1.650 Kinder beim ältesten historischen Kinderfest Bayerns die Stadt in ein mittelalterliches Lager verwandeln. Nur alle drei Jahre gibt es in Mindelheim einen unterhaltsamen Das neue “Deutsche Hutmuseum“ in Lindenberg/Westallgäu zeigt Interessantes und Kurioses rund um 300 Jahre Hutmode Ausflug in die Geschichte – beim Frundsbergfest (25.6.-5.7.2015) mit Lagerleben, Gefechten und großem Umzug. Das Herz Bayerisch-Schwabens schlägt im Unterallgäu. Memmingen ist hier die zentrale Stadt. Ein alter Brauch, immer am letzten Juli- Wochenende, ist dort der „Fischertag“ (24./25.7.2015), ein großes Heimatfest mit abendlichem Umzug des Fischerkönigs durch die Altstadt. Wenige Kilometer nordwestlich lohnt das Kartäuserkloster von Buxheim den Besuch. Glanzstück der Anlage ist der Kreuzgang, den Dominikus Zimmermann im 18. Jahrhundert barockisierte. Ebenso einen Abstecher wert ist die Benediktinerabtei Ottobeuren südöstlich von Memmingen. Der Erfolg von Bad Wörishofen ist eng verknüpft mit Pfarrer Sebastian Kneipp (1821- 1897), der das Bild des Kurorts entscheidend prägte. Er wusste die Heilkraft des Wassers zu nutzen, seine ganzheitliche Gesundheitslehre ist heute so gefragt wie vor 150 Jahren. Südsee-Ambiente genießen Urlauber beim Bad in der mit Thermalwasser erweiterten Therme Bad Wörishofen. Im heilklimatischen Kneipp-Kurort Scheidegg ist es so sonnig wie kaum in einem anderen Ort Deutschlands. Eine Besonderheit ist zudem das Glutenfrei-Urlaubsangebot: Menschen, die an Zöliakie leiden, bekommen hier umfassende Informationen und lernen, Essen glutenfrei zuzubereiten. Zum Entschleunigen werden – ganz im Sinne Kneipps – fernab von Straßen Wanderungen für „Leib und Seele“ angeboten. Dreizehn Kapellen verbindet der rund 22 Kilometer lange Kapellenweg. Einige der einstigen Pilgerstätten sind zwischen 500 und 1.000 Jahre alt, wie die Anna- oder die Ulrichskapelle. Dazu kommen radelnde Gäste besonders auf ihre Kosten. Die Palette anspruchsvoller Radrouten reicht von der 48 Kilometer langen Tour „Radeln bergab“ bis zu neuen Themenradwegen auf der Allgäuer Käsestraße. Hut ab! heißt es neuerdings wenige Kilometer von Scheidegg entfernt in Lindenberg. Dort hat im Dezember 2014 in der ehemaligen Hutfabrik Ottmar Reich das Deutsche Hutmuseum eröffnet. Sonnenterrasse überm Bodensee Urlaub mit Weitblick im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Schweiz. Highlights für Groß und Klein sind u.a. der beeindruckende skywalk allgäu, die Scheidegger Wasserfälle, das Alpenfreibad mit Panoramablick oder die einzigartigen Glutenfrei- Angebote. Weitere Infos: Scheidegg-Tourismus Tel. +49 8381 895-55 www.scheidegg.de Bayern 9

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