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Movimentos Festwochen

Movimentos Festwochen − Sydney Dance Compnay „2one another“ Eine der größten Musikveranstaltungen Deutschlands erstreckt sich von Frankfurt über Wiesbaden bis zum Mittelrhein: Über 170 Veranstaltungen stehen im Spielplan des Rheingau Musik Festivals, das verschiedenste Klänge von unterschiedlichsten Orten über den Rhein trägt. Weltstars gastieren beim Festival „Summer in the City“ in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Einer der Top-Acts ist Gitarrenvirtuose Mark Knopfler, Kopf der Band Dire Straits, der zum „Evening with Mark Knopfler and Band“ (19.6.2015) einlädt. Weitere Highlights sind die Open-Air-Darbietungen von Roxette (5.7.), Dieter Thomas Kuhn (3.7.) und dem Orquesta Buena Vista Social Clubs (8.7.). Konzerte geben auch die Fantastischen Vier (3.7.), Hubert von Goisern (10.7.) und Gregor Meyle (28.6.). Eine Ära geht zu Ende, wenn dieses Jahr Johan Simons als Intendant der Ruhrtriennale (14.8.-27.9.2015) Heiner Goebbels ablöst. Simons erstes Jahr steht unter dem Thema „Seid umschlungen“ und startet mit einer Weltpremiere: Accattone von Pier Paolo Pasolini als Musiktheaterprojekt. Das endgültige Programm der Triennale wird am 23. Februar bekannt gegeben. Die Domstufen-Festspiele (9.-26.7.2015) in Erfurt laden zur romantischen Schaueroper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber ein. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Samuel Bächli, die Inszenierung gestaltet Guy Montovans. Parallel zu Webers Oper zeigen die Festspiele auch „Das Dschungelbuch“ als musikalisches Schauspiel unter der Leitung von Francesco Bottigliero (Musik) und Friederike Karig (Inszenierung). Das größte Klassikfestival in Thüringen sind die Thüringer Bachwochen (27.3.-19.4.2015). Sie bieten mit Konzerten an authentischen Bach-Orten Gelegenheit, auf Spurensuche durch das historische Musikland Thüringen zu gehen. Zur Eröffnung des Festivals spielen zwei Generationen die Matthäuspassion in Arnstadt: Vater Christoph Pregardien dirigiert, während sein Sohn Julian die Tenor- Arien übernimmt. Insgesamt sind 50 Konzerte geplant. Das Bachfest Leipzig (12.-21.6.2015), das größte Musikfestival der Stadt, lockt jährlich 75.000 Besucher. Zum 1.000-jährlichen Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung Leipzigs ist das Thema des Festivals dem Libretto von Bachs Kantate „Preise, Jerusalem, den Herrn“ entnommen: „So herrlich stehst du, liebe Stadt“. Das Bachfest vereint über 100 Veranstaltungen zu Ehren Johann Sebastian Bachs und des Millenniums. In der Leipziger Nikolaikirche, die 2015 850-jähriges Bestehen feiert, stimmt der Thomanerchor die Besucher auf das Bachfest ein. Die Nikolaikirche war Austragungsort der Uraufführung von Bachs Kantate, die dem diesjährigen Bachfest sein Motto gab. Zu den berühmtesten Musikern, die in Leipzig lebten, zählt auch Felix Mendelssohn Bartholdy, zu dessen Ehren das Bachfest Leipzig − Thomaskirche mit Thomanerchor Gewandhaus Leipzig seit 1997 alljährlich die Mendelssohn-Festtage (18.-27.9.2015) veranstaltet. Bei den 38. Dresdner Musikfestspielen (13.5.-7.6.2015) treten über 100 renommierte Künstler an 24 Schauplätzen auf. Das Festival steht unter dem Motto „FeuerEis“ und soll die Kontraste um die dennoch bestehende Einigkeit Europas in den Mittelpunkt stellen. Erstklassigen Oldtime-Jazz bietet das Dixieland Festival in Dresden (10.–17.5.2015). An wechselnden Orten treffen hier Jazzmusiker zum Beispiel zu einem „Brassband-Battle“ aufeinander, während Zuschauer am Terrassenufer der Elbe Europas größtem Riverboat Shuffle lauschen. Dem vielleicht berühmtesten Sohn der Stadt Zwickau ist das Schumannfest gewidmet, das dieses Jahr dessen 175-jähriges Hochzeitsjubiläum feiert und deshalb nicht nur Werke Robert Schumanns, sondern auch seiner Frau Klara im Programm führt. Dazu gehört unter anderem ein Lichterfest, zu dem rund um den zentrumsnahen Schwanenteich unzählige kleine Ensembles musizieren. Zum 13. Mal veranstaltet die Autostadt Wolfsburg die Movimentos Festwochen (10.4.-17.5.2015). Die 67 Veranstaltungen mit renommierten Künstlern aus aller Welt stehen dieses Jahr unter dem Motto „Frieden“. Ein Höhepunkt im Tanz-Programm ist die Uraufführung der Choreografie „Why Bach“ der israelischen Kibbutz Contemporary Dance Company im historischen KraftWerk. Außerdem im Tanz-Programm dabei sind u. a. die Sydney Dance Company, das Ensemble Shaun Parker & Company, das Cloud Gate Dance Theatre aus Taiwan und die jungen Nachwuchstänzer der Movimentos Akademie. Namhafte Schauspieler wie Klaus Maria Brandauer oder Suzanne von Borsody lesen aus Werken von Heinrich Böll, Herman Melville und anderen, die sich mit verschiedenen Aspekten von Frieden auseinandersetzen. Den Auftakt zu insgesamt neun szenischen Lesungen und zwei Schauspielproduktionen macht Boria Aljinovic in dem Ein-Personen-Stück „Seite eins“ von Johannes Kram. Im Bereich Konzerte ist neben anderen der Auftritt von Jazz-Ikone Natalie Cole der Höhepunkt. Die Oper „La Traviata“ steht dieses Jahr auf dem Spielplan der Schweriner Schlossfestspiele (3.7.- 9.8.2015). Das meisterhafte Verdi-Werk, das zu den beliebtesten Opern weltweit zählt, wird in 23 Vorstellungen aufgeführt. Schlösser und Herrenhäuser, die schönsten Kirchen Schleswig-Holsteins, aber auch ungewöhnliche Orte wie Werften und alte Industriehallen sind seit 1986 stimmungsvolle Kulissen für die Konzerte beim Schleswig-Holstein Musik-Festival. Seit 2013 geht das Festival neue Wege und widmet wechselnden Komponisten eine Retrospektive. Dieses Jahr setzen sich viele Stars spielerisch mit dem russischen Komponisten Tschaikowsky auseinander. Im Park von Schloss Sanssouci ist seit einigen Jahren ein besonderes Spektakel geboten. Bei der Potsdamer Schlössernacht (14./15.8.2014) tauchen Hunderte Scheinwerfer den Park und seine Gebäudeensemble in ein dramatisches Licht, während die Besucher vor drei Bühnen entspannte Konzerte von populärer Klassik bis Jazz genießen. Eine fulminante Saison versprechen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern (20.6.- 19.9.2015), die ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Große Namen wie Anne-Sophie Mutter, Julia Fischer, Andras Schiff, Kent Nagano, Michael Sanderling, Ulrich Tukur, Götz Alsmann oder Klaus Maria Brandauer beteiligen sich 66 Kunst, Kultur und Festspiele

an den Festakten. In Scheunen, Kirchen, Schlossparks, Industriehallen und anderen Schauplätzen begeistern Weltstars der Klassikszene, Knabenchöre, Spitzenorchester und lokale Ensembles gleichermaßen auf ca. 125 Veranstaltungen. Intendant Dr. Markus Fein verspricht den Besuchern neue Zugänge zur Musik durch verschiedene Premieren und spannende Musikreihen, wie beispielsweise die „Bothmer Musik“, ein dreitägiges Kammermusikfest der jungen Elite. Musical-Hochburg Deutschland Musicals haben sich in Deutschlands Städten zu wahren Publikumsmagneten entwickelt. Untrügliches Indiz dafür sind die zahlreichen Spielstätten, die eigens für die Musikschauspiele errichtet werden. Erst Ende November 2014 eröffnete in Hamburg das neue Theater an der Elbe mit dem Stück „Das Wunder von Bern“. Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann und erzählt 60 Jahre nach dem deutschen Sieg bei der Fußball-WM 1954 eine bewegende Vater-Sohn-Geschichte. Im Theater am Hafen hält seit bald 13 Jahren der „König der Löwen“ Hof. Das „Phantom der Oper“ ist im Theater Neue Flora zu sehen. „Rocky“ prügelt sich auf der Bühne des TUI Operettenhauses. Auch in anderen Städten kommen Musicalfans auf ihre Kosten. In Berlin stehen zwei Stücke zur Wahl: Im Bluemax- Theater am Potsdamer Platz unterhält die „Blue Man Group“, im Stage Theater in der Nähe läuft Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“. In Stuttgart unterhält im Palladium Theater der Klassiker „Chicago“ mit fulminanten Tanzszenen. Im zweiten Stuttgarter Musical-Theater, dem „Apollo-Theater“, schwingt sich bis auf weiteres Tarzan durch den Urwald. Eine Klasse für sich ist „Starlight Express“: Die rasante, auf Rollschuhen dargebotene „Weltmeisterschaft der Lokomotiven“ läuft seit 1988. Kein anderes Musical ist so lange an einem Standort zu sehen. Ausstellungen Zum 200-jährigen Jubiläum der Niederlage Napoleons in Waterloo 1815 widmet sich die Bayerische Landesaustellung den Einflüssen der Napoleonischen Herrschaft auf den Freistaat. Die Ausstellung „Napoleon und Bayern“ beleuchtet Licht- und Schattenseiten der Beziehung zwischen dem französischen Feldherrn und Kaiser und seinen bayerischen Verbündeten. Auf der Sonnenseite steht zum Beispiel Bayerns Sprung in die Moderne, der maßgeblich von Napoleon durch die Königskrone, ein vergrößertes Territorium und die erste liberale Verfassung gefördert wurde. Dem gegenüber stehen Tausende bayerische Soldaten, die 1812 in Russland ihr Leben ließen. Die Landesausstellung findet im Haus der Bayerischen Geschichte, im Neuen 18.10.2015) den Stadtgründer in den Fokus. Einem der einflussreichsten lebenden Künstler widmet das Museum Frieder Burda in Baden-Baden eine Retrospektive (28.2.- 03.5.15), wenn Werke von Arnulf Rainer zugänglich gemacht werden. Anlässlich des 85. Geburtstags des Künstlers werden Stationen Festspiele Mecklenburg-Vorpommern − Kleines Fest in Ludwigslust seines komplexen Schaffens mit Schlüsselwerken präsentiert. Zeit- Schloss und im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt statt (30.4.-31.10.2015). gleich stellt das Museum Werke von Georg In Ulm feiert man 2015 die Fertigstellung Baselitz aus, den freundschaftlicher Respekt des Münsters vor 125 Jahren. Die Entstehung mit Rainer verband. des höchsten Kirchturms der Welt ist seit Juni Eine eigentümliche Ausstellung präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen in Mann- vergangenen Jahres im Stadthaus Ulm in einer sich ständig wandelnden Ausstellung mit dem heim: Die „Duckomenta - Weltgeschichte Titel „Die Jubeljahre des Ulmer Münsters“ zu neu ENTdeckt“ (13.9.2015-24.4.2016) widmet sich der Spezies der Enten. Weltbekann- sehen. Beginnend mit dem ersten Münsterfest 1877 – Untertitel „Sehnsucht“ – bis heute – te Kunst- und Kulturobjekte werden hierfür Untertitel „Weitblick“ – gab es monatlich künstlerisch höchst anspruchsvoll in ein neues wechselnd neue Exponate, Fotografien und (Feder-)Kleid gesteckt. Hinter der augenzwinkernden Weltgeschichte steht die Berliner Tondokumente zu sehen, die nun mit aktuellen Ausstellungen komplettiert werden. Künstlergruppe interDuck. Ihren 300. Geburtstag feiert die Stadt Das Städel Museum in Frankfurt lässt die Karlsruhe. Vier große Ausstellungen begleiten das besondere Ereignis. Im ZKM, Zent- 200-jähriges Bestehen. Es folgen Ausstel- Korken knallen und feiert am 15. März sein rum für Kunst und Medientechnologie, findet die GLOBALE statt (21.6.2015 bis Mitte chen der eigenen Historie. Außerdem rückt lungs- und Veranstaltungsreihen ganz im Zei- April 2016). Die 300-tägige Medienkunstausstellung präsentiert die Vielfalt und den dessen Werke in den Fokus. Unter dem Titel das Museum den Künstler Claude Monet und Reichtum der gegenwärtigen Kunstproduktion weltweit. Daneben finden zwei große mus“ (11.3.-21.6. 2015) wird anhand von Wer- „Monet und die Geburt des Impressionis- Landesausstellungen statt. Die Staatliche ken Monets die Anfangsphase der Epoche in Kunsthalle widmet sich der „Meister-Sammlerin Karoline Luise von Baden“ (30.5.- von Zeitgenossen wie Edgar Degas oder Au- den Mittelpunkt gestellt und um Meisterwerke 6.9.2015). Dazu werden alle Werke aus der guste Renoir bereichert. Rund 100 Meisterwerke aus internationalen Sammlungen, wie erlesenen Sammlung der Markgräfin aus Europa und den USA zusammengetragen. Im dem Pariser Musée d‘Orsay, dem Metropolitan Museum of Art in New York und der Nati- Badischen Landesmuseum stellt die Landesausstellung „Karl Wilhelm 1679-1738“ (9.5.- onal Gallery in London, werden zu sehen sein. Ebenfalls in Frankfurt findet am letzten Augustwochenende das Museumsuferfest statt. Neben den bis in die Nacht geöffneten Museen laden zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk zu einem außergewöhnlichem Kulturbummel ein. Für Unterhaltung sorgt zudem ein facettenreiches Bühnenprogramm. Nach Mainz werden Kunstbegeisterte von mehreren spannenden Ausstellungen gelockt. Das Gutenberg Museum widmet sich der Reformation als Medienereignis in Text und Bild mit dem Titel „Am achten Tag schuf Gott die Cloud“ (1.3. 2015-1.2.2016). Die Ausstellung zeigt, wie aktuell viele Bilder aus Zeiten Martin Luthers noch heute sind und welche unserer heutigen Bildvorstellungen schon viele Jahrhunderte alt sind. Das Landesmuseum in Mainz zeigt „Ritter! Tod! Teufel – Franz von Sickingen und die Reformation“ (21.5.-25.10.2015). Diese kulturhistorische Ausstellung visualisiert anhand einer Vielzahl hochkarätiger Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä. und anderen Künstlern den Einfluss der Ritterschaft auf die Kunst, Kultur und Festspiele 67

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