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Ferienmagazin Deutschland 2016

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Die rund 60 Jahre nach

Die rund 60 Jahre nach ihrer Zerstörung wieder aufgebaute Dresdner Frauenkirche ist Mittelpunkt und Wahrzeichen der Stadt, aber auch Mahnmal gegen den Krieg Die Kunstwerke aus Meissener Porzellan ® , die im kreativen Zusammenwirken mit der US-amerikanischen Künstlerin Chris Antemann entstanden sind, wurden inspiriert von den Entdeckungsreisen der Künstlerin durch die 300-jährige Geschichte der Manufaktur 36 Sachsen Weingenuss nach Lust und Laune Im Sächsischen Elbland vereinen sich Landschaft, Kunst und Kultur auf wunderbare Weise. Die Basis dafür liefern Wein und Porzellan, Schlösser und Parks. Feine Tropfen gedeihen in einem der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Im Elbtal wachsen auf einer Fläche von etwa 450 Hektar 37 Rebsorten – vornehmlich weiße, wie Müller-Thurgau, Weißburgunder, Traminer, Riesling oder Gutedel. Die Sächsische Weinstraße lädt auf ihren 55 Kilometern zum Besuch der über 20 Weinbaubetriebe ein. Alternativ bietet sich der 88 Kilometer lange Sächsische Weinwanderweg an. Jedes Jahr am letzten Augustwochenende öffnen die Winzer ihre Güter und Keller und führen Besucher durch ihre Weinberge. Sächsischen Wein probieren kann man auch auf den Weinfesten in der Region – etwa in Radebeul, wo Reisende dem Abenteuer-Schriftsteller Karl May im gleichnamigen Museum begegnen. Ein Veranstaltungshöhepunkt sind die jährlichen Karl-May-Festtage (6.-8.5.2016). Sachsens Freiheitsstatue Nach Meißen zieht es die meisten Besucher wegen des edlen Meissener Porzellans. Das „Weiße Gold“ hat die 1.000 Jahre alte ehemalige Residenzstadt berühmt gemacht, die gekreuzten blauen Schwerter sind als Markenzeichen in aller Welt geschätzt. In den Schauwerkstätten der Porzellanmanufaktur erlebt der Besucher live, wie die Kostbarkeiten gefertigt werden. Das neuste Prachtstück wurde zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung enthüllt: „Saxonia“, die Freiheitsstatue Sachsens, ist die weltweit größte freistehende Figur aus Porzellan. 8.000 handgeformte Porzellanblüten zieren das Kleid der lebensgroßen Schönheit in der Erlebniswelt. Das „Museum of Meissen-Art“ führt mit wechselnden Ausstellungen durch 300 Jahre Porzellangeschichte. Die Ausstellung „All Nations are welcome“ zeigt Meissener Porzellane, die geprägt durch kulturelle und religiöse Einflüsse von außen entstanden sind oder als Auftragsarbeiten für Liebhaber des Porzellans in aller Welt gefertigt wurden. Highlights im Veranstaltungskalender sind der „2. Gourmetabend bei Meissen“ (22.4.2016), die Tage der offenen Tür in den Produktionsbereichen der Manufaktur (22.und 23.4. 2016) sowie der Weihnachtsmarkt in der Erlebniswelt (3. und 4.12.2016, siehe S. 69ff.). Aber auch die Stadt selbst zeigt sich dieses Jahr in Feierlaune. Am 4. Juni laden 15 Einrichtungen zur langen Sommernacht der Kunst, Kultur und Architektur ein. Tradition haben die Pianoforte-Feste (25.5.-21.9.2016) mit großen Soloabenden und VIDEO intimer Kammermusik. Ein erlesenes Programm vom Klassik-Konzert bis zum Open Air Schauspiel bieten die Neuen Burgfestspiele Meissen (7.-26.6.2016, siehe S. 64ff.). Florenz des Nordens Für kunstsinnige Urlauber führt an Dresden kein Weg vorbei. Die sächsische Landeshauptstadt ist mit ihrer unglaublichen Fülle an Kulturschätzen ein Dorado für Kulturliebhaber und erhielt deshalb zu Recht Anfang des 19. Jahrhunderts den Beinamen „Elbflorenz“. Residenzschloss und Zwinger, Hofkirche und Semperoper, Albertinum und Frauenkirche, Taschenbergpalais und Brühlsche Terrasse, dazu die Skulpturensammlung und die Gemäldegalerie der Alten Meister, das Historische Museum, das Deutsche Hygiene-Museum oder die Gläserne Manufaktur – die Auswahl ist schier grenzenlos. Das gilt auch für den Veranstaltungskalender. Höhepunkte für Musikliebhaber sind die Dresdner Musikfestspiele (5.5.-5.6.2016, siehe S. 64ff.), die dieses Jahr zum 39. Mal stattfinden und unter dem Motto „Zeit“ stehen. Mit zahlreichen Sonderkonzerten und -veranstaltungen wird ein besonderer Geburtstag gefeiert: Der Dresdner Kreuzchor wird 800 Jahre alt. Die jungen Sänger weben ihren wunderbaren Klangteppich bei zahlreichen Gelegenheiten vom Jubiläums-Festakt in der Semperoper (4.3.2016) bis zur Dresdner Weihnacht im Stadion am Großen Garten (16.12.2016, siehe S. 69ff.). Das nahegelegene Schloss Moritzburg und weitere Spielstätten in der Umgebung bilden im Sommer die Kulisse für das Moritzburg-Festival (6.- 21.8.2016, siehe S. 64ff.). Außergewöhnliche Gartenkunst steht im Schloss Pillnitz im Mittelpunkt. Dort ist im Neuen Palais die Sonderausstellung „Der Gärtner der Maharadschas. Ein Sachse bezaubert Indien“ zu sehen (30.4.- 1.11.2016, siehe S. 64ff.) und im Schlosspark verzaubert eine „floral-indische Inszenierung“. Der Schlosspark Pillnitz gehört wie das barocke Schloss Moritzburg und die Albrechtsburg in Meißen zu den insgesamt 50 Anlagen, die als Kooperation „Schlösserland Sachsen“ ihre Gäste empfangen. Abenteuerpark aus Wald und Felsen Eine spektakuläre Landschaft erwartet kletterfreudige und wanderlustige Urlauber im Nationalpark Sächsische Schweiz (siehe S. 51). Die bizarre Sandsteinwelt des Elbsandsteingebirges ist mit ihren bewaldeten Tafelbergen und freistehenden Sandsteinfelsen ein fantastisches Kletterparadies. Durch das schluchtenreiche Tal windet sich die Elbe, auf die man bei ausgedehnten Wanderungen aus luftiger Höhe blicken kann. Besonders eindrucksvolle Szenerien bietet der Malerweg, der einst Künstler wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter zu ihren Landschaftsporträts inspirierte. Der Weg führt zu den schönsten Plätzen wie dem markanten Basteifelsen, der Felsenbühne Rathen und der Festung Königstein. Bequem vom Fahrradsattel aus erkunden lässt sich die Region auf dem Elberadweg.

Mit dem neuen Max-Pechstein-Museum würdigen die Zwickauer Kunstsammlungen das Lebenswerk des 1881 in der Stadt geborenen Künstlers mit einem attraktiven Ausstellungsort im denkmalgeschützten Museumsgebäude Jahrhundertlange Bergbautradition und einzigartige Handwerkskunst prägt das Erzgebirge. Einen hervorragenden Einblick in die Welt der Bergmänner vermittelt das Bergbaumuseum in Oelsnitz. Stolz sind die Menschen im Erzgebirge auch auf ihr Kunsthandwerk. In rund 300 Familienbetrieben und Manufakturen kann der Besucher den Meistern über die Schulter schauen, wenn sie Holzkunst und Spielzeug herstellen. Ein Zentrum ist das „Spielzeugdorf“ Seiffen, wo erzgebirgische Volkskunst in einem eigenen Museum präsentiert wird. Besonders schön zur Geltung kommen die handgefertigten Kostbarkeiten auf den heimeligen Weihnachtsmärkten in der Region (siehe S. 69ff.). Im Erzgebirge steht auch die Wiege des sächsischen Autobaus. In Zwickau lässt sich die Automobilgeschichte des einstigen Bergbauorts im August Horch Museum nachvollziehen (siehe S. 60ff.). Die viertgrößte Stadt Sachsens ist vor allem auch eng verbunden mit dem Namen Robert Schumann. Dessen Geburtshaus befindet sich in der restaurierten Altstadt. Zu Ehren des romantischen Komponisten findet jedes Jahr im Juni das Schumannfest (siehe S. 64ff.) statt. Im Max-Pechstein-Museum setzt dieses Jahr die Schau „Max und Lotte Pechsteins Reise in der deutschen Südsee. Eine Spurensuche“ (1.7.-25.9. 2016, siehe S. 64ff.) ein Glanzlicht. Ebenfalls nachhaltige Spuren hinterlassen hat Martin Luther in Zwickau. Die Stadt war seinerzeit neben Torgau und Wittenberg das dritte Zentrum der Reformation. Der 2011 eingeweihte „Lutherweg“ verbindet bei einem kurzweiligen Stadtrundgang die wichtigsten Plätze und Bauwerke vom Franziskanerkloster bis zur Lutherkirche. Die hügelige Mittelgebirgslandschaft, aus der als höchste Erhebung der 1.215 Meter hohe Fichtelberg bei Oberwiesenthal hervorlugt, ist ein herrliches Wanderrevier. Über 5.000 Kilometer gut ausgebauter Wege bieten hierfür beste Voraussetzungen. Beliebt ist der Kammweg Erzgebirge-Vogtland, der sich über 289 Kilometer von Altenberg-Geising im Osterzgebirge durch das Vogtland bis nach Blankenstein in Thüringen zieht. Herrliche Ausblicke genießen Wanderer auch auf dem Vogtland-Panoramaweg. Beide Wege sind als Qualitätswanderwege zertifiziert. Klangkunst und heilende Quellen Was im Erzgebirge das Kunsthandwerk, ist im Vogtland der Musikinstrumentenbau. Seit mehr als 350 Jahren werden hier Klanginstrumente in Handarbeit hergestellt. Im „Musikwinkel“ zwischen Markneukirchen, Klingenthal und Schöneck mit über 100 aktiven Herstellerbetrieben aller Gattungen lassen sich Musikinstrumenten-Baumeister bei der Arbeit zuschauen. Im Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen erfährt der interessierte Besucher viel Wissenswertes über die Geschichte des traditionellen VIDEO Handwerks. VON MEISSEN® . FÜR SACHSEN. IN ALLE WELT. DIE SÄCHSISCHE FREIHEITSSTATUE IN MEISSENER PORZELLAN ® Ein besonderes Denkmal an eine einzigartige historische Leistung und als Ehrung für die Sachsen zum 25. Jahrestag der friedvollen Veränderung. SAXONIA 1,80 Meter groß 800 kg schwer 8.000 handgeformte Blüten ZU SEHEN IN IHRER MANUFAKTUR MEISSEN. www.meissen.com/de/freiheitsstatue Sachsen 37

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