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Ferienmagazin Deutschland 2016

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Bremen Hannover Goslar,

Bremen Hannover Goslar, die Stadt in der sich schon die Kaiser vergangener Zeiten zu Hause fühlten, begeistert noch heute durch sein einzigartiges, mittelalterlich geprägtes Stadtbild Modernes Leben in historischem Ambiente Charmante Städte mit imposanten Fachwerk-Ensembles, einmalige Naturlandschaften wie die Lüneburger Heide, die Ostfriesischen Inseln und das Wattenmeer sind der Garant für unterhaltsame und entspannte Aufenthalte in Niedersachsen Ein Leitfaden zu spannenden Entdeckungen und faszinierenden Festen sind die_9 Städte in Niedersachsen. Sie überzeugen mit hübschen Plätzen, malerischen Fachwerkfassaden, verwinkelten Gassen und zahlreichen traditionsreichen und kulturellen Veranstaltungen. Dazu gehören Braunschweig, Celle, Göttingen, Goslar, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Wolfenbüttel sowie die Autostadt in Wolfsburg. In der Universitätsstadt Göttingen im Süden Niedersachsens sind die Saline Luisenhall, Europas einzige noch existierende Pfannensaline, die von Fachwerkhäusern gesäumte Paulinerstraße und das gotische Rathaus mit dem Gänseliesel davor, dem „meistgeküssten Mädchen der Welt“, lohnende Sehenswürdigkeiten. Ein Highlight im Veranstaltungskalender sind die „Internationalen Händelfestspiele“ (5.-15.5.2016), Deutschlands älteste Händelfestspiele. Konzerte, Lesungen und Festivals an zahlreichen Orten bietet der Göttinger Kultursommer (Juli bis September 2016). Internationale und nationale Newcomer des Pop sorgen beim „Soundcheck New Pop Festival“ (15.-17.9.2016) für Stimmung auf den Bühnen der Stadt. Die einstige Kaiserpfalz Goslar präsentiert sich heute als zauberhaftes Fachwerkstädtchen. Der Mix aus hübsch restaurierten Bürgerhäusern, engen, gepflasterten Gassen und facettenreicher Architektur aller Epochen hat der Altstadt einen Eintrag in die Liste der Unesco-Welterbestätten eingebracht. Das Prädikat Weltkulturerbe haben ebenso das Bergwerk Rammelsberg als 1.000-jähriges Industriedenkmal und die „Oberharzer Wasserwirtschaft“ verliehen bekommen. Im Advent bildet die verträumte Altstadt die Kulisse für den einzigartigen Weihnachtswald und einen heimeligen Weihnachtsmarkt, wie er in allen neun Städten das Warten aufs Christkind versüßt (siehe S. 69ff.) Von Goslar lohnt für Naturliebhaber ein Ausflug in den Harz mit dem sagenumwobenen Brocken (1.142 m), der sich allerdings in Sachsen-Anhalt befindet. Seit der Wiedervereinigung liegt der als Nationalpark ausgewiesene Harz zu einem Drittel in Sachsen-Anhalt und zu zwei Dritteln in Niedersachsen. Die von dichten Wäldern und bizarren Klippen geprägte Landschaft inspirierte schon Goethe zu ausgedehnten Wanderungen und Gedichten. Mit dem Dom und dem Kunstschatz im neu eröffneten Dommuseum sowie der St. Michaeliskirche verfügt Hildesheim über zwei Unesco-Welterbekirchen. Im neuen „Besucherzentrum Welterbe“ informiert eine multimediale Präsentation anschaulich und spielerisch über das Welterbe in der 1.200 Jahre alten Stadt sowie die Stätten in der Umgebung. Kunterbunt wird es beim „Pflasterzauber“. Zig Artisten, Akrobaten, Zauberer und Jongleure, Clowns und Comedians verwandeln die Innenstadt beim „Internationalen Straßenmusik- und Straßenkunstfestival“ (2. und 3.9.2016) in eine schillernde Freiluftbühne. Hoch her geht es auch in Hameln, wo die berühmteste Figur der Stadt gleich zwei Mal im Blickpunkt steht. Kinder schlüpfen in Rattenkostüme, Frauen tragen aus der Mode gekommene Leinenkleider und die Männer spazieren in Strumpfhosen durch die Straßen: Rund 80 Hamelner Bürger spielen bei dem Rattenfänger-Freilichtspiel (15.5.-11.9.2016), das 60-jähriges Jubiläum feiert, die alte Sage um Wortbruch und Rache als Theaterstück (jeden Sonntag, 12 Uhr). Eine humorvolle Interpretation geht beim Rattenfänger-Musical „Rats“ (25.5.-31.8.2016, jeden Mittwoch, 16.30 Uhr) über die Bühne. Die Rattenfänger- Sage hat es kürzlich auf die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco geschafft. Am 25. und 26. Juni feiert die Rattenfängerstadt unter dem Motto „Sagenhaftes Hameln“ 60 Jahre Rattenfängerspiel und gemeinsam mit der Deutschen Märchenstraße (siehe S. 57) 200 Jahre „Deutsche Sagen“. Im Märchen- und Sagenland Weserbergland werden neben dem Rattenfänger Freilichtspiel in Hameln und dem Musical „RATS“ noch weitere Freilichtspiele aufgeführt Gartenkunst in Vollendung: Dafür stehen die Herrenhäuser Gärten in Hannover. Die einstige Sommerresidenz der Welfen gilt als eine der bedeutendsten europäischen barocken Parkanlagen. Hier feiert Hannover gerne Feste. So bildet der Große Garten die Kulisse beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb. Zum 26. Mal verzaubern dieses Jahr die weltbesten Pyrotechniker den Himmel über dem Schloss Herrenhausen (24.5., 4.6., 20.8., 3. und 17.9.2016). Ein Publikumsmagnet ist das größte Schützenfest der Welt (1.-10.7.2016). Höhepunkt ist der Schützenumzug am 3. Juli mit 12.000 Teilnehmern, bunten Festwagen, Musikkapellen und Pferdegespannen. 2016 rückt Gottfried Wilhelm Leibniz besonders in den Fokus: Der letzte große Universalgelehrte lebte 40 Jahre in Hannover. Sein Todestag 42 Niedersachsen Deutsches Küstenland

TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN) Tel. +49-511-2704880 www.reiseland-niedersachsen.de jährt sich zum 300. Mal, bei geführten Rundgängen und einer szenischen Stadtrundfahrt wandeln Besucher auf seinen Spuren. Die Landehauptstadt gilt auch als Vorbild für Barrierefreiheit. Nicht nur die touristische Route „Der Rote Faden“ ist für Rollstuhlfahrer gut nutzbar, sondern auch die Museen und sogar die Hop-on-hop-off-Busse. Abwechslung ins Pflastertreten bringt ein Ausflug zum Steinhuder Meer. Der größte See in Nordwestdeutschland liegt gut 30 Kilometer von Hannover entfernt im gleichnamigen Naturpark und lockt mit den unterschiedlichsten Wassersportmöglichkeiten. Am Ufer essen die Gäste Aal, schlendern zur Bade insel oder lassen sich zu einer echten Festung schippern. Den Naturpark drumherum erkundet man am besten mit Fahrrad oder wandernd. Braunschweig ist mit 250.000 Einwohnern die größte Stadt zwischen Berlin und Hannover. In der „Stadt Heinrichs des Löwen“ zeugen zahlreiche historische Bauwerke und Straßenzüge, die Burg Heinrichs und der majestätische Dom gleich gegenüber noch heute von der bedeutenden Rolle als Hansestadt und Welfenresidenz. Eine der bedeutendsten Kultureinrichtungen in Braunschweig ist das Herzog Anton Ulrich-Museum – eines der ältesten Kulturmuseen Europas soll im Spätsommer 2016 nach siebenjähriger Sanierung wieder seine Pforten öffnen. Tipp für Kunstfreunde: Beim Lichtparcours erstrahlen 14 Kunstwerke vier Monate lang in ganz besonderem Licht (11.6.-22.9.2016). Das prächtige Residenzschloss ist der touristische Hingucker in Wolfenbüttel. Im romantischen Schlossinnenhof präsentiert der „Kultur-Sommer“ (23.6.-3.8.2016) unter freiem Himmel mit nationalen und internationalen Künstlern einen bunten Querschnitt durch alle Kultursparten. Wer durch die Straßen der Stadt schlendert, befindet sich in illustrer Gesellschaft. Auf der Liste berühmter Besucher stehen Namen wie Casanova und Wilhelm Busch. Einer der bedeutendsten Bewohner der Stadt war der Dichter Gottfried Ephraim Lessing. An sein Leben, Werk und Wirken erinnert das erste Lessingfestival, das vom 21. April bis 14 Mai 2016 stattfindet. Europas größtes geschlossenes Fachwerkensemble mit mehr als 450 restaurierten und denkmalgeschützten Häusern ist der größte Anziehungspunkt in der Residenzstadt Celle. Ein Prachtstück ist neben der Innenstadt das prächtige Welfenschloss mit Schlosstheater, Schlosskapelle und Residenzmuseum. Für Pferdeliebhaber ein Muss sind die Celler Hengstparaden (24., 25.9., 2., 3.10.2016), bei denen prächtig herausgeputzte Hengste in funkelnden Geschirren auf dem Paradeplatz des Gestüts ihr Können zeigen. Nördlich von Celle ist die Lüneburger Heide ganzjährig ein reizvolles Ziel. Der Mit kräftigem Lila von Millionen Blüten versprüht die einzigartige Landschaft der Lüneburger Heide im August und September ihren besonderen Charme größte Besucherandrang herrscht ab Anfang August, wenn die Heideblüte die Landschaft mit einem violetten Teppich überzieht. In dieser Zeit finden in den Heidedörfern zahlreiche Heidblütenfeste statt. Über den Stand der Heide informiert von Juli an eine Internetseite (www.luenebugerheide.de). Wandernd auf dem Heidschnuckenweg oder per Fahrrad lässt sich die Heide am besten erkunden: Mehr als 2.000 Kilometer Radwege führen durch die Landschaft. Am Ostrand der Heide liegen in Lüneburg historische Atmosphäre, Romantik und junge Liebe nah beieinander. Davon kann man sich beispielsweise in der erfolgreichen Telenovela „Rote Rosen“ überzeugen lassen, oder – besser – bei einer Führung zu den Schauplätzen der Serie. Historisch interessierte sind verzückt von den mit kunstvollen Giebeln verzierten Backsteinbauten und einem der schönsten mittelalterlichen Rathäuser Norddeutschlands. Eine Gaudi sind die Lüneburger Sülfmeistertage (30.9.-3.10.2016): Dabei stehen unterhaltsame Kopf-an-Kopf-Rennen im Mittelpunkt, ferner gehören ein grandioser Festumzug mit historisch gekleideten Teilnehmern sowie die Verbrennung des Kopefasses zu den unverrückbaren Elementen der Sülfmeistertage. Staunen, Schwärmen, Lernen und Genießen: Dazu lädt die Autostadt in Wolfsburg ein. In dem 28 Hektar großen Themen- und Erlebnispark dreht sich alles um das Thema Mobilität (siehe S. 60ff.). Die Mischung aus mobiler Erlebniswelt, einladender Park- und Lagunenlandschaft und hochkarätigen Veranstaltungen macht die Autostadt gleichermaßen zu einem beliebten Ziel für Automobilfreunde wie Kulturliebhaber. Das MobiVersum lädt Eltern zum Spielen und Gestalten ein. Daneben gibt es kulturelle Events wie die Movimentos Festwochen, die 2016 zum 14. Mal Kulturhighlights aus den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Jazz und Klassik sowie szenische Lesungen präsentieren (siehe S. 64ff.). Ganz anders präsentiert sich Niedersachsen an der Nordseeküste: Dort bestimmen die sieben ostfriesischen Inseln das Bild. Dünen, Sand und Strandkörbe, soweit das Auge reicht. Wie hingetupft liegen sie im Wattenmeer. Die Kleinode heißen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Für Ruhesuchende und Familien sind die stillen Eilande ideale Ziele. Fünf Inseln sind sogar autofrei. Auf Langeoog und Wangerooge werden die Koffer mit Pferdewagen zu den Unterkünften gekarrt. Ebenso auf Juist, die den Beinamen „schönste Sandbank der Welt“ trägt. Die Insel ist 17 Kilometer lang, aber nur bis zu 500 Meter breit. Drei Stunden braucht es, Baltrum, die kleinste ostfriesische Insel, zu umrunden. Beliebt bei Kurgästen ist Borkum, die größte und lebhafteste Insel der Gruppe. Aber gesundes Klima ist allen Inseln gemeinsam. Dazu gibt es auf vielen Inseln Erlebnisbäder, die garantieren Badespaß in echten Meereswellen, wenn das Meer sich wieder mal zurückgezogen hat. Seit sieben Jahren gehören die ostfriesischen Inseln und das Wattenmeer zum Unesco-Weltnaturerbe (siehe S. 51). Das Wattenmeer ist eine der letzten ursprünglichen Naturlandschaften Mitteleuropas und mit einer Fläche von circa 13.000 Quadratkilometern eines der größten Feuchtgebiete der Erde. Nach dem Wandern auf dem Meeresboden kann man sich mit frischem Matjes oder Labskaus stärken, frische Nordsee-Austern oder zartes Salzwiesenlamm probieren. Kulturelle Abwechslung bringen hier im Westen Niedersachsens die Museumslandschaft und das Filmfest in Emden oder die maritimen Städte Wilhelmshaven und Cuxhaven. Den weiten Blick genießen, die frische Luft spüren und ahnen wie die Weite der Natur mit der sprichwörtlichen friesischen Freiheit zusammenhängt Deutsches Küstenland Niedersachsen 43

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