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Ferienmagazin Deutschland 2016

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Kiel Tourismus-Agentur

Kiel Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH Tel. +49-431-600583 www.sh-tourismus.de Das Lied vom Meer Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren für das perfekte Ferienglück: feine Sandstrände an der Ostsee, liebenswerte Inseln und das Wattenmeer in der Nordsee, dazu reizende Städtchen und eine bunte Kulturlandschaft Alle sechs Stunden zieht sich das Meer bei Ebbe von den Stränden der Nordsee zurück. Dann kann man auf dem Meeresboden spazieren gehen und dabei die „small five“ des Wattenmeers aufspüren: Wattwurm, Herzmuschel, Strandkrabbe, Wattenschnecke und Nordseegarnele. Seit 2009 ist das Wattenmeer eine Unesco-Weltnaturerbestätte. Dazu gehören auch die Nationalparks von Hamburg und Niedersachsen sowie das Wattenmeer-Schutzgebiet der Niederlande. Die Küstenlandschaft ist ein Paradies für Hobby-Ornithologen. Schön zu beobachten sind fünf typische Vogelarten im Watt – Alpenstrandläufer, Brandgans, Austernfischer, Silbermöwe und Ringelgans. Vom Wattenmeer umschlossen sind die Halligen und oft vom Meer über- statt umspült. Auch diese winzigen Inselchen sind weltweit einzigartig. Die bekanntesten davon sind Hooge, Gröde, Südfall, Langeß und Oland. Bei Ebbe kann man einige von ihnen zu Fuß erreichen. Die großen Schwärme von Ringelgänsen, die sich im Frühjahr am satten grünen Gras der kleinen Eilande laben, sind ein Naturschauspiel, das auf den Halligen mit den Ringelganstagen (16.4.-8.5.2016) gefeiert wird. Beliebte Urlaubsinseln sind die Nordfriesischen Inseln. Nach Amrum zieht es Ruhesuchende und Naturliebhaber, die das Wandern in den Dünen mit anschließendem Teestuben-Besuch genießen. Auf der Nachbarinsel Föhr, auch „friesische Karibik“ genannt, fühlen sich vor allem Familien wohl. Neben einem breiten Freizeitangebot lockt von Mai bis Oktober der „Literatursommer“ und Musikliebhaber das Festival „Jazz auf Föhr“ (25.- 29.7.2016). Weiterer Höhepunkt ist das Hafenfest mit dem gigantischen Feuerwerk „Föhr on Fire“ (13.8.2016). Bäuerlicher Charakter prägt Pellworm, dessen Wahrzeichen wollige Vierbeiner Näher ran geht es nicht – über die Seebrücke von Schobüll bei Husum gelangt man, je nach den Gezeiten, direkt zum Wasser und/oder zum Watt sind. Zahllose Schafe grasen auf den Wiesen und Deichen der Insel. Das Fleisch der Salzwiesenlämmer ist fettarm und zart, mild und doch würzig. Ob als Kotelett, im Eintopf oder Braten mit Kräuterkruste – Lamm prägt die nordfriesische Küche, besonders während der „Lammtage“ im Mai. Flotte Flitzer, leckere Tierchen Die populärste Insel ist Sylt, beliebt bei Prominenten aus Politik und Showgeschäft. Aber auch Badelustige und Familien finden hier ihren Platz. Und die Windverhältnisse rund um das langgestreckte Eiland ziehen sportliche Wasserratten an. Beim Windsurf World Cup Sylt treten die Profis der Windsurf-Elite gleich in drei Disziplinen – Wave, Freestyle, Slalom – gegeneinander an (30.9.-9.10.2016). Die größte Attraktion auf der Halbinsel Eiderstedt, im Süden des Wattenmeers, ist der zwölf Kilometer lange und bis zu zwei Kilometer breite Strand des Nordseeheilbads St. Peter Ording, wo die Restaurants auf langen Stelzen stehen und rasante Strandsegler über den Strand flitzen. Höhepunkte sind das Beach-Volleyball-Turnier (29.-31.7.2016) und das Drachenfestival (12.-14.8.2016). Nur ein Katzensprung ist es nach Husum, wo die Besucher auf den Spuren des „Schimmelreiter“-Autors Theodor Storm (1817-1888) wandeln, der hier geboren ist und dessen Wohnhaus noch wie zu seinen Lebzeiten eingerichtet ist. Krabbenkutter gucken, Krabben pulen, Krabben genießen: An einem Wochenende im Oktober wird Husum zur Krabbenhauptstadt (15. und 16.10.2016). Bei dem maritimen Fest können die Besucher fangfrische Krabben und regionale Spezialitäten rund um die Krabbe probieren. Friedrichskoog, weiter südlich, hat sich vom kleinen Fischerort in ein beliebtes Nordseebad verwandelt, mit einem kleinen Hafen und einer Seehundaufzuchtstation. Nach Seebüll ganz oben im Norden lohnt sich der Weg schon allein wegen des Nolde- Bollwerk hanseatischer Macht – das Lübecker Holstentor gehört zu den bekanntesten Stadttoren Deutschlands und zierte einst den 50 DM-Schein Museums. Das von dem Maler selbst entworfene Wohnhaus samt Atelier und Bildersaal ist heute Ausstellungshaus, der traumhafte Garten blüht wie zu Noldes Zeiten. Weiße Schlösser, stolze Yachten Entlang der Ostseeküste zwischen der Flensburger Förde und der Lübecker Bucht, vor der Schlei, flattern weiße Segel auf dem Wasser. Am südöstlichen Rand des langgezogenen Fjords liegt das weiße Wasserschloss Glücksburg mit einer Fürstenloge, Prunkräumen und einer reich ausgestatteten Schatzkammer. Das Schloss Gottorf in Schleswig beherbergt die beiden Landesmuseen Schleswig-Holsteins. Am gegenüberliegenden Ufer gibt die Wikingersiedlung Haitabu mit archäologischen Funden und originalgetreu rekonstruierten Häusern einen Einblick in die Lebenswelt der seefahrenden Nordmänner. Weiter südlich strömt maritimes Flair durch die Straßen von Kiel. Der Alltag in der nördlichsten Landeshauptstadt Deutschlands ist geprägt vom Leben an und mit dem Wasser. Das ist auch für den Besucher spürbar, am Nord-Ostsee-Kanal mit seinen Schleusenanla- ... weiter auf Seite 48 46 Schleswig-Holstein Deutsches Küstenland

Unübersehbar und selbstbewusst überstrahlt das elegante Gebäude der Hamburger Elbphilharmonie das Hafengeschehen und die Landungsbrücken der Hansestadt Hamburg Wo hanseatischer Charme verzaubert Maritimes Flair und hanseatische Gelassenheit, ein außergewöhnlich vielfältiges Kunstund Kulturprogramm sowie großartige Passagen und Boulevards mit attraktivem Shopping-Angebot machen Hamburg zu einem Besuchsmagneten Ob Schnäppchenjäger, Liebhaber feiner Moden oder Fashion Victims auf der Suche nach dem letzten Schrei: Hamburg ist ein Mekka für Shopping-Fans Einen guten ersten Eindruck vermittelt beispielsweise die auch bei Einheimischen beliebte Fahrt mit der U3 in Richtung Landungsbrücken. Während sie am Hafenrand als Hochbahn auf einem Viadukt entlang schnurrt, präsentiert sich dem Besucher ein großartiges Hamburg-Panorama mit stolzen Museumsschiffen, den Landungsbrücken in St. Pauli, dem Alten Elbtunnel, der Elbphilharmonie und der Speicherstadt. Die beiden letztgenannten Attraktionen verdienen besondere Beachtung. Das Ensemble roter Backsteinbauten der historischen Speicherstadt wurde Anfang Juli 2015 in die Liste der Unesco- Welterbestätten aufgenommen, zusammen mit dem angrenzenden Kontorhausviertel und dem legendären Chilehaus. Das 1922 als eines der ersten Hochhäuser Hamburgs errichtete Chilehaus mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze gilt heute als Ikone des Backsteinexpressionismus. Auf zehn Stockwerken wurden hier rund 4,8 Millionen Steine von Hand verarbeitet. Der von zahlreichen Fleeten, „Wasserwegen”, durchzogene größte zusammenhängende Lagerhaus-Komplex der Welt lässt sich wunderbar auch im Rahmen einer Hafenrundfahrt, einem weiteren Muss in der Elbmetropole, entdecken. Dabei kommt man auch der seit 2007 im Bau befindlichen Elbphilharmonie mit ihrer glitzernden Fassade ganz nah. Anfang Januar 2017 soll das architektonische Prachtstück in der HafenCity eröffnet werden. Herzstück des Gebäudes ist ein Konzertsaal mit 2.100 Plätzen in 50 Metern Höhe, der ein neues Highlight der Hamburger Klassikszene zu werden verspricht. Einen Vorgeschmack bietet das künftige Residenzorchester der Elbphilharmonie beim „2. Internationalen Musikfest Hamburg“ (21.4.-22.5.2016, siehe S. 64ff.). Musik spielt eine große Rolle in der Kulturmetropole Hamburg, in der mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem NDR-Sinfonieorchester und den Hamburger Symphonikern gleich drei große Orchester hochklassigen Musikgenuss bieten. Unvergessliche Klassikabende erlebt das Publikum im wunderbaren Ambiente der Laeiszhalle. Bekannt für seine erstklassigen Aufführungen ist die Hamburgische Staatsoper mit John Neumeiers weltberühmter Ballett-Kompanie. Für Theaterfreunde entpuppt sich die Hansestadt als ein wahres Dorado. Insgesamt stehen drei Staatstheater und mehr als 40 Privat- Theater zur Auswahl – vom Thalia Theater über das Deutsche Schauspielhaus bis zum Altonaer Theater und der Komödie Winterhuder Fährhaus. Als visionäre Spielstätte präsentiert sich Hamburgs neuste Bühne: Das „Mehr! Theater am Großmarkt“ bietet Theater, Konzerte, Musicals und Shows sowie eine spektakuläre Architektur – das Theater befindet sich mitten in den denkmalgeschützten Hallen des Großmarkts. Zu den Programm- Highlights in diesem Jahr gehört das Musical „Elisabeth“ (18.2.-27.3.2016). Neben New York und London ist Hamburg die drittgrößte Musicalmetropole der Welt und Deutschlands Musical-Hauptstadt (siehe S. 64ff.). Die Kulturliebhaber erwarten in Hamburg bedeutende Museen und erlesene Kunstsammlungen sowie exzellente Ausstellungen. Die Kunsthalle würdigt mit einer großen Retrospektive unter dem Titel „Christoffer Wilhelm Eckersberg – Faszination Wirklichkeit“ (12.2.-15.5.2016) den bedeutendsten dänischen Maler der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Picasso steht im Mittelpunkt der Ausstellung "Fenster zur Welt" im Bucerius Kunst Forum (6.2.-16.5.2.2016, siehe S. 64ff.). Vor allem an Fotografie Interessierte zieht es in die Deichtorhallen, eine der größten Ausstellungshallen für zeitgenössische Fotografie in Europa. Ebenfalls lohnend: das „Miniatur- Wunderland“ mit der größten Modelleisenbahnanlage der Welt und „Spicy’s Gewürzmuseum“, eine außergewöhnliche Erlebniswelt mit exotischen Gewürzen zum Anfassen, Riechen und Probieren. .... und die Shopping-Angebote in Hamburg sind unübertroffen. Hier gibt es die größte Dichte an Einkaufspassagen in Nordeuropa. Dazu finden sich zahlreiche elegante Edelboutiquen und internationale Modelabels von Armani bis Joop und Sander auf dem Luxus-Boulevard Neuer Wall. Vielversprechende Nachwuchsdesigner offerieren ihre ausgefallenen Kreationen im Schanzenviertel und im Karoviertel. Wer die kühlen Hanseaten einmal in ausgelassener Stimmung erleben möchte, besucht die Stadt am besten beim alljährlichen Hafengeburtstag (5.-8.5.2016). Das größte Hafenfest der Welt lockt mit seinem „Schlepperballett“ und großen Schiffsparaden eine Million Besucher an, dieses Jahr bereits zum 827. Mal. Deutlich jünger ist ein weiteres Highlight im Hamburger Veranstaltungskalender: Beim Reeperbahnfestival (22.-24.9.2016) rocken etwa 300 Bands und Einzelkünstler auf den Bühnen von rund 70 Bars, Clubs und Theatern auf dem gesamten Kiez. So nennt sich das Viertel rund um die Reeperbahn, die „sündige Meile“, die mit ihren Seitenstraßen wie der Großen Freiheit, der Talstraße und der Gegend um den Hans-Albers-Platz zu Hamburgs Amüsier- und Partyviertel geworden ist. Ein besonderes Erlebnis ist „Santa Pauli“, der Weihnachtsmarkt auf dem Kiez. Aber der frivole Bummel ist nur eine von rund 15 Möglichkeiten, auf Hamburger Weihnachtsmärkten (siehe S. 69ff.) die Adventszeit zu genießen. Deutsches Küstenland Hamburg 47

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