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Ferienmagazin Deutschland 2017

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Zu den schönsten Touren

Zu den schönsten Touren im Tal des Romantischen Rheins gehört der RheinBurgenWeg, der von Bingen bis Remagen verläuft und traumhafte Blicke auf einstige Rittersitze bietet Mit vielen Veranstaltungen wird heuer an das 200-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung der„Festung Koblenz und Ehrenbreitstein“ erinnert, einem der größten Festungskomplexe des 19. Jahrhunderts 8.10.2017) am Rheinufer. Und am 1. Juli steht der „Rhein in Flammen“. Diese spektakulären Feuerwerke erstrahlen übrigens entlang des Rheins an vielen Orten zu unterschiedlichen Zeiten. Los geht es im Mai am Siebengebirge, Rüdesheim folgt wie Bingen im Juli. Im August funkelt und flackert es im Abschnitt zwischen Spay und Koblenz – dies ist die älteste aller „Rhein in Flammen“-Veranstaltungen, die im September mit Bengalfeuern in Oberwesel und an der Loreley beendet werden. Städte und erwecken die Modelle der Hildegardklöster zu virtuellem Leben. Beim Museum beginnend führt der Hildegard-Weg auf den Spuren der christlichen Mystikerin zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt – zur Salzstraße, eine der ältesten Straßen Bingens oder zum Speisemarkt, der schon zu Hildegards Zeiten der Marktplatz war. Weitere Stationen sind die Burg Klopp, die Basilika St. Martin, die Nahebrücke sowie die Pfarrkirche St. Rupertus und St. Hildegardis im heutigen Stadtteil Bingerbrück. Das Programm „Mit Hildegard durchs Jahr“ bietet thematische Spaziergänge, Gesprächskreise und Kräuterwanderungen. Die neuen Kellerführungen begleiten kurzweilig-kulinarische Zeitreisen durch die (Wein-)Geschichte Bingens. Viel Abwechslung bietet auch das Veranstaltungsprogramm der Stadt. Ende Mai laden Winzer zur „Nacht der Verführung“ (25.-27.5.2017), „Bingen swingt“ heißt es einen Monat später (23.-25.6.2017) beim Jazzfestival, das erstmals unter einem Motto steht – „Trumpets and Horns“. Beim „Kulturuferfest“ (2.7.2017) verwandelt sich das Rheinufer in eine Bühne für Straßenkünstler. Süffige Tropfen gibt es beim „Winzerfest“ (1.-11.9. 2017). VIDEO Kunst interessierte lockt es zur Skulpturen-Triennale (6.5.- Bingen Swingt 23. - 25.6. 2017 Foto: Martin Kämper - Rheinhessenwein e.V. 4. Skulpturen-Triennale 6.5. - 8.10.2017 19. Sektfest 11. - 13.5. 2017 Nacht der Verführung 25. - 27.5. 2017 Foto: Achim May Rheinromantik pur Die Hildegard-Stadt Bingen ist das Tor zum Oberen Mittelrheintal, einer der aufregendsten Landschaften Deutschlands, die auf der Liste der Unesco-Weltnaturerbestätten steht. Schroffe Felsen, steile Weinberge an den Ufern des Flusses und Burgen auf fast jeder Bergkuppe bilden das Ambiente, das den Reisenden pure „Rheinromantik“ erleben lässt. Zu den beliebtesten Attraktionen gehören die Burg Stolzenfels und die Burg Rheinfels ebenso wie der steile Felsen der Loreley. Einen herrlichen Panoramablick auf den Zusammenfluss von Rhein und Mosel erlebt der Besucher von der imposanten Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz am nördlichen Eingang des Mittelrheintals. 2017 jährt sich die Grundsteinlegung der gewaltigen Festungsanlage zum 200. Mal. Aus diesem Anlass gibt es vom 13. April bis zum 22. Oktober zahlreiche Events und kulturelle Aktionen. Ebenfalls 200 Jahre ist es her, dass der britische Maler William Turner seine erste Reise am „Romantischen Rhein“ unternahm. Unterwegs machte der Künstler an vielen Orten Rast und verewigte seine Eindrücke in beeindruckenden Gemälden. Nach und nach werden diese Standorte mit Bronzeplatten versehen, so dass heutige Reisende die Perspektiven des Malers einnehmen können. Rhein in Flammen 1.7. 2017 Kulturuferfest 2.7. 2017 Foto: Heike Rost Rochusfest 20. - 27.8. 2017 Mit Hildegard durchs Jahr Januar bis Dezember 2017 Binger Meisterkonzerte Januar bis Dezember 2017 Foto: Martin Kämper Tourist-Information Bingen am Rhein – Telefon +49 (0)6721/184-205 oder -206 Infos zu vielen weiteren Veranstaltungen: www.bingen.de Winzerfest 1. - 11.9.2017 Weihnachtsmarkt 15. - 17.12.2017 HIGHLIGHTS IN BINGEN 2017 Große Ereignisse standen im Zusammenhang mit dem Wormser Dom: Die Papstwahl Leo IX. im Jahr 1048, das Wormser Konkordat im Jahr 1122 und der Reichstag zu Worms 1521, während dessen sich Martin Luther vor Kaiser Karl V. verantworten musste Die Schönheit des Weltnaturerbes Mittelrhein mit seinen mehr als 50 Burgen und Schlössern können auch Menschen mit motorischen Einschränkungen gut erkunden. So gelangt man beispielsweise vom Deutschen Eck bei Koblenz mit der Seilbahn hinauf zur Festung Ehrenstein und kann dort den grandiosen Ausblick auch im Rollstuhl genießen. Zahlreiche Museen, Freizeiteinrichtungen und Hotels sind in den Gastlandschaften ebenfalls barrierefrei zu erleben. So können beispielsweise im Naheland sogar Draisinefahrten von Rollstuhlfahrern bewältigt werden. Viele Weingüter und Gourmetrestaurants sind inzwischen hindernisfrei zugänglich. Die teilnehmenden Betriebe sind in einer speziellen Datenbank unter www.barrierefrei.gastlandschaften.de erfasst. „Macht euch auf nach Speyer“ befand schon Johann Wolfgang von Goethe. Im Dom der historischen Kaiserstadt fanden acht deutsche Kaiser und Könige ihre letzte Ruhestätte. Der Dom ist eines der bedeutendsten Kirchenbauwerke im Land und trägt ebenfalls das 24 Rheinland-Pfalz

Prädikat Unesco-Weltkulturerbe. Im Historischen Museum der Pfalz, das jedes Jahr mehr als 200.000 Kunstinteressierte anlockt, steht ab Herbst die Ausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ (17.9.2017- 15.4.2018) auf dem Programm. Wenig später entführt im Jungen Museum die Familienausstellung „Robin Hood“ Kinder und Erwachsene in die Welt des 12. Jahrhunderts (12.11.2017-3.6.2018). Der Veranstaltungskalender wird in der „Reformationsstadt Europas“ geprägt von Ausstellungen, Konzerten und Führungen mit Bezug auf das Luther-Jubiläum „500 Jahre Reformation”. Auch in der Nibelungenstadt Worms dreht sich dieses Jahr um den Reformator, der vom 16. bis zum 25. April 1521 in Worms weilte, wo er vor dem Reichstag auftrat. Daran erinnert unter anderem das am 25. Juni 1868 enthüllte Lutherdenkmal, neben dem internationalen Reformationsdenkmal in Genf das weltweit größte Reformationsdenkmal. Im In der spannenden Trierer Erlebnisführung „Tödliche Intrige“ verkörpert ein Schauspieler den antiken Baumeister Nubius, der die Teilnehmer zu mörderischen Mitwissern macht Museum Heylshof wird die Ausstellung „Luther 1521 in Worms – der Bischofshof als Ort des Geschehens“ (13.2.-29.5.2017, siehe S. 51ff.). Auch das zum vierten Mal stattfindende „Festival wunderhoeren“ (1.3.-8.10.2017) steht im Zeichen der „Reformation und Renaissance“. Spezielle Luther-Stadtführungen runden das Programm ab. Zeitreise in die Antike Eine interessante Zeitreise erleben Besucher in Trier. In drei Minuten schlendern sie von der Antike ins Mittelalter. Vor allem die Römer haben in der 2.000 Jahre alten Stadt an der Mosel ihre Spuren hinterlassen. Im Jahr 17 v. Chr. durch Kaiser Augustus als „Augusta Treverorum“ gegründet, erhielt die Stadt den Beinamen „Roma Secunda“, das zweite Rom. Gleich neun historische Bauwerke wurden von der Unesco als Weltkulturerbestätten eingestuft. Das bekannteste ist die Porta Nigra, das Wahrzeichen Triers am Nordrand der Altstadt. Auch der Dom besteht zu großen Teilen aus römischem Mauerwerk. Ein Highlight römischer Baukunst sind die Kaiserthermen aus dem 4. Jahrhundert, die zu den größten Thermen des römischen Reiches gehörten. Etwas außerhalb des Stadtzentrums befindet sich das um 200 n. Chr. erbaute Amphitheater, in dem früher blutige Gladiatorenkämpfe stattfanden. Der einzige nicht-römische Bau, der zum Unesco-Welterbe in Trier zählt, ist die Liebfrauenkirche. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Neben klassischen Führungen bereiten spezielle Erlebnisführungen ein besonderes Vergnügen, bei denen die Zuschauer mit einem echten Schauspieler auf eine spannende und interaktive Reise in die Vergangenheit gehen. Außer den antiken Schätzen bietet Trier auch ein hochkarätiges Kultur- und Erlebniskonzentrat. Seit 2015 begeistert das Festival „Porta hoch drei“ auf einer Bühne vor der Porta Nigra. An drei Abenden (16.-18.6.2017) treten dort Künstler aus drei verschiedenen Genres auf – 2017 unter anderem eine Legende der deutschen Rockszene, „Fury in the Slaughterhouse“. Ein neues Großereignis wirft bereits seine Schatten voraus: Zum 200-jährigen Geburtstag von Karl Marx widmet sich 2018 eine große rheinland-pfälzische Landesausstellung dem in Trier geborenen Denker und Revolutionär unter dem Titel „Karl Marx 1818- 1883. Leben. Werk. Zeit.“. VIDEO Rheinland-Pfalz ist auch ein perfektes Wanderland. Ein weit verzweigtes Wanderwegenetz erschließt die reizvollen Landschaften in den Mittelgebirgen und Flusstälern. Insgesamt zwölf Prädikats-Fernwanderwege warten auf ausdauernde Naturliebhaber. Wie beispielsweise der 76 Kilometer lange Rheinterrassenweg zwischen Mainz und Worms, der auch vier Rundwanderwege zwischen zehn und zwölf Kilometern umfasst – ideal für gemütliche Tagestouren. Weitere beliebte Wanderwege sind der Moselsteig vom deutsch-französischen Grenzort Perl bis zur Moselmündung am Deutschen Eck und die Ahrsteige, die von der Quelle der Ahr in Blankenheim bis zur Mündung in den Rhein bei Sinzig durch Auenwälder, idyllische Täler und das Ahr-Gebirge verlaufen. Als einer der besten Fernwanderwege Deutschlands gilt der Saar-Hunsrück-Steig, der zwischen Perl und Boppard am Rhein verläuft und dabei auch durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald führt. Ab September 2017 kann man auf dem Hildegardweg 134 Kilometer von Idar-Oberstein nach Bingen wandern oder pilgern. Rheinland-Pfalz 25

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