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Ferienmagazin Deutschland 2017

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Görlitz, die

Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands und im Dreieck zwischen Lausitz, Schlesien und Böhmen gelegen, begeistert mit einem der größten erhaltenen, städtebaulichen Ensembles Europas Seenland statt Tagebau Die Natur ist heute das größte Kapital der Oberlausitz. In der Region im Nordosten des Bundeslands dehnt sich Sachsens einziges Unesco-Biosphärenreservat aus, die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Im Naturpark Zittauer Gebirge finden Wanderer und radelnde Urlauber, am Dreiländereck zu Polen und Tschechien, ein bestens ausgebautes Netz markierter Wege. Wo früher, im Herzen der Lausitz, Braunkohlebagger tiefe Krater in die Erde zogen, entstand durch Flutungen der früheren Tagebaue im Laufe der Zeit eine spektakuläre Wasserlandschaft mit mehr als 20 künstlichen Seen. Die beliebten Erholungsgebiete bieten ideale Bedingungen für vielfältige Wassersportaktivitäten. VIDEO Hollywood an der Neiße Görlitz, das seinen Namen „Perle der Neiße“ seiner wunderschönen Altstadt verdankt, besticht mit einem einmaligen Ensemble aus rund 4.000 sorgfältig restaurierten und denkmalgeschützten Bauwerken aus Spätgotik, Barock, Renaissance und Jugendstil, das der Glanzvolles Erleben Sie ereignisreiche Tage in einer der schönsten Städte Deutschlands. Mit nahezu 4000 sorgfältig restaurierten Baudenkmälern ist die sächsische Stadt an der Neiße ein städtebauliches Gesamtkunstwerk von europäischem Format. Hier erleben Sie europäisches Miteinander und entdecken kulturelles Leben in gotischen Arkaden, Renaissance-Hallenhäusern, Barock- Palästen und Jugendstil-Villen. Selbst die Filmschaffenden sind von der Traumkulisse Görliwood regelmäßig verzaubert. Reisen Sie in die Pracht des Ostens, Görlitz freut sich auf Sie! JETZT INFORMIEREN UND BUCHEN: www.goerlitz.de Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH/Görlitz-Information | Fleischerstr. 19, 02826 Görlitz Tel. +49 (0) 3581 4757-0 | willkommen@europastadt-goerlitz.de Stadt ihr ganz besonderes Flair verleiht. Im Mittelalter war die heutige „Europastadt“ (über eine Brücke kann der Besucher in die polnische Schwesterstadt Zgorzelec spazieren) wegen ihrer Lage an der alten Handelsstraße Via Regia ein einflussreiches Zentrum des Handels und der Wissenschaften in Europa. Vom Rathausturm aus dem Jahr 1524 bietet sich der beste Blick über die Dächer der Stadt, die seit den 50er Jahren schon in mehr als 100 nationalen und internationalen Filmen als Kulisse diente und deshalb von Filmschaffenden liebevoll „Görliwood“ genannt wird. Zu den architektonischen Highlights zählt das um 1900 entstandene Gründerzeitviertel, das besonders vom Stadttheater, vom Jugendstilkaufhaus, dem charakteristischen Bahnhofsgebäude und dem Postplatz repräsentiert wird. Ein besonderes Spektakel vor der historischen Kulisse bietet jeden Sommer das Straßentheaterfestival „Via Thea“ (6.-8.7.2017). Für drei Tage verwandelt sich die Altstadt in eine große Theaterbühne unter freiem Himmel. Zum 22. Mal bringen die „Jazztage Görlitz“ (17.- 21.5.2017) mit internationalen Künstlern hochklassigen Jazz in die Neißestadt und Spielstätten im Umland. Töpfer aus ganz Deutschland und dem Ausland breiten ihre Waren beim „Schlesischen Tippelmarkt“ (15.-16.7.2017) in der Altstadt aus, die im August mit einem bunten Programm zwischen Historie und Moderne zum 23. „Altstadtfest Görlitz“ lockt (25.-27.8.2017). Zu einem besinnlichen Jahresabschluss lädt vom 1. bis 17. Dezember der romantische „Schlesische Christkindlmarkt“ (siehe S. 69ff.) nach Görlitz. Weitere interessante Ziele für Städtereisende sind Bautzen mit seinen pittoresken Häusern rund um den Hauptmarkt und den Fischmarkt sowie die alte Handelsstadt Zittau. Dessen weitgehend erhaltener historischer Stadtkern zeugt vom frühen Wohlstand, den Handel, Tuchmacherei und Bierbrauerei dem Ort einst bescherten. Garten- und Naturliebhaber zieht es zum Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, nördlich von Görlitz. Die als klassischer deutscher Landschaftspark gestaltete Anlage gehört seit 2004 zu den Unesco- Welterbestätten. Durch die Neiße geteilt, erstreckt sich der traumhafte Park je zur Hälfte auf Deutschland und Polen – über eine Brücke gelangen die Besucher bequem hinüber. Ein Paradies für Kletterfreaks Ein völlig anderes Landschaftsbild erwartet den Reisenden in der Sächsischen Schweiz, die sich im Süden an die Oberlausitz anschließt. Die bizarre Sandsteinwelt mit ihren markanten, freistehenden Felsnadeln und dicht bewaldeten Tafelbergen zählt zu den spektakulärsten Naturbildern Europas. Die Sandsteinfelsen sind ein Dorado für Freikletterer, die hier zahllose abenteuerliche Kletterpartien vorfinden. Wanderer erkunden die Region auf ebenso faszinierenden Wegen. Die berühmteste Route durch den Nationalpark ist der Malerweg, er einst Künstler wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter zu ihren Landschaftsporträts inspirierten. Auf dem Weg gelangt man zu den schönsten Plätzen der Region – etwa dem Basteifelsen, der Felsenbühne Rathen und der Festung Königstein. Fabelhaft ist der Blick von der Bastei und von der Festung hinab ins Tal, durch das sich malerisch die Elbe windet. An deren Ufer entlang lässt sich die Region bequem vom Fahrradsattel aus entdecken – der Abschnitt vorbei an der Stadt Pirna durch die weiten Elbauen Richtung Dresden ist eines der schönsten Teilstücke des Elberadwegs. Das Florenz an der Elbe Zwingend ist ein Stopp in Dresden. Die Metropole an der Elbe, das „deutsche Florenz“, mutet an wie eine einzige überbordende Schatztruhe. Prall gefüllt mit überwältigenden Baudenkmälern und herausra- 34 Sachsen

genden Kunstsammlungen. Residenzschloss und Zwinger, Hofkirche und Semperoper, Albertinum und Frauenkirche, Taschenbergpalais und Brühlsche Terrassen, dazu die Skulpturensammlung und die Gemäldegalerie der Alten Meister, das Historische Museum, das Hygiene Museum oder die Gläserne Manufaktur – die Liste erlebenswerter Highlights ist schier endlos. Mit dem im Dezember 2016 eröffneten „Kraftwerk Mitte“, einem denkmalgeschützten Industrieareal, das unter anderem die Staatsoperette beheimatet, ist die Stadt um eine spannende Spielstätte bereichert worden. Einer der Höhepunkte im Dresdner Kulturprogramm sind die bereits zum 40. Mal stattfindenden „Dresdner Musikfestspiele“ (17.5.-11.6.2017, siehe S. 64ff.). Im Zeichen der Reformation steht dieses Jahr das Heinrich Schütz Musikfest (6.-15.10.2017), bei dem die innovative Gamben-Virtuosin Hille Perl und der Pianist David Timm musikalische Glanzpunkte setzen. Weitere Highlights sind unter anderem das Filmfest (11.-16.4.2017) und das Internationale Dixieland-Festival (14.- 21.5.2017). Das nahe gelegene Schloss Moritzburg bildet die Kulisse für das Moritzburg- Festival (5.-20.8.2017, siehe S. 64ff.), einem Hochgenuss für Freunde der Kammermusik. Besonders stimmungsvoll wird es im Advent auf dem berühmten Striezelmarkt (siehe S. 69ff.) und neun weiteren Dresdner Weihnachtsmärkten. Meisterwerke aus Porzellan Ein ganz eigenes Flair umweht den Weihnachtsmarkt in der Erlebniswelt der Porzellanmanufaktur Meissen (siehe S. 69ff.). Seit mehr als 300 Jahren steht der Name für einzigartige, zerbrechliche Kunstwerke. 1710, unter August dem Starken, wurde die Manufaktur Meissen als erste Porzellanmanufaktur Europas gegründet. In der Erlebniswelt kann der Besucher der Geschichte der Manufaktur nachspüren. Das „Weiße Gold“, als solches galt Porzellan in Zeiten, als noch von Holztellern gegessen und aus Zinnbechern getrunken wurde, hat die 1.000 Jahre alte ehemalige Residenzstadt berühmt gemacht. In den Schauwerkstätten der Manufaktur kann der Besucher hautnah das Entstehen einer Tasse oder einer Figur miterleben, wie sie aus vielen Einzelteilen modelliert wird – VIDEO und Am 21. Und 22. April 2017, lädt die Manufaktur MEISSEN ihre Gäste zum Blick „Hinter die Kulissen“ in die Produktionsbereiche ein – ein Erlebnis handwerklicher Präzision wie die gekreuzten blauen Schwerter, die als Markenzeichen weltweit geschätzt werden, unter die Glasur kommen. Das „Museum of Meissen-Art“ führt mit wechselnden Ausstellungen durch drei Jahrhunderte Porzellangeschichte, ab März 2017 unter dem Titel „Meissener Variationen – vom Nachttopf bis zum Prunkservice“. In der frisch gestalteten zweiten Etage des Museums stehen Themen wie Literatur, Mode, Musik oder Theater auf dem Programm. Neu inszeniert erzählen die Porzellane Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart. So lässt eine prächtig gedeckte Tafel den Genussmenschen August den Starken lebendig werden. Opulent und luxuriös, das war sein Credo. Der Anblick ist ein wahrer Augenschmaus. Aber auch die Stadt selbst ist den Besuch wert. Ihre Gründung verdankt sie dem deutschen König Heinrich I., der im Jahr 929 eine Burg errichten ließ. 1423 wurde Meißen Residenzstadt der sächsischen Kurfürsten und gilt daher als Wiege Sachsens. Die größten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind identisch mit ihren Wahrzeichen – der gotische Dom mit seinen markanten Türmen und die auf dem Burgberg thronende spätgotische Albrechtsburg, Geburtsstätte der Meissener Porzellanmanufaktur. Das weltweit erste Glockenspiel ERLEBNISWELT HAUS MEISSEN ® Unweit von Dresden, direkt an der Manufaktur in der Stadt Meißen gelegen, erleben Sie faszinierende Einblicke in die über 300-jährige Erfolgsgeschichte des Meissener Porzellan ® . Sie wird erlebbar in den Schauwerkstätten der Manufaktur und dem Museum der Meissen Porzellan-Stiftung und bietet Gelegenheit zu Shopping und zu Genuss im Café & Restaurant. Herzlich Willkommen in der Welt von MEISSEN ® ! HÖHEPUNKTE Erlebniswelt HAUS MEISSEN ® Talstraße 9 01662 Meißen Tel. +49 (0)3521 468-208/-206 museum@meissen.com www.meissen.de Ab März 2017 „MEISSENER VARIATIONEN“ VOM NACHTTOPF ZUM PRUNKSERVICE 21. April 2017, 12-17 Uhr und 22. April 2017, 10-17 Uhr TAG DER OFFENEN TÜR in den Produktionsbereichen der Manufaktur Sachsen 35

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