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Ferienmagazin Deutschland 2018

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Glanzvolle Begegnungen

Glanzvolle Begegnungen in Stadt und Land Sachsen, das ist Feinsinn und Kulturgenuss – eingebettet in reizvollen Landschaften mit lebendigen, geschichtsträchtigen Städten – die ideale Kombination für aktiven Urlaubsspaß und außergewöhnliche Entdeckungen 30 Sachsen Dresden Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen Tel. +49-351-491700 www.sachsen-tourismus.de Kunst und Kultur, Musik und Museen: Herausragende Spielstätten und viel beachtete Inszenierungen begeistern Städtereisende vor allem in den Metropolen Sachsens – die Semperoper in Dresden, das Gewandhaus in Leipzig und die Oper in Chemnitz genießen Weltruf. Aber auch in zahlreichen Schlössern, Burgen und anderen historischen Anlagen geraten Kulturliebhaber ins Schwärmen. Genussreiche Klangerlebnisse gibt es in Hülle und Fülle. Mehr als 40 national wie international renommierte Musikfestivals füllen jedes Jahr die Veranstaltungskalender. Oft stehen dabei Musiker im Mittelpunkt, die die Musikhistorie Sachsens entscheidend geprägt haben. Etwa Richard Wagner, Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Carl Maria von Weber und Johann Sebastian Bach. Mehr als 500 Museen beherbergen die üppigen kulturellen Schätze Sachsens. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zählen mit ihren 13 Museen, darunter das Historische Grüne Gewölbe, die Rüstkammer, die Gemäldegalerie der Alten und Neuen Meister und das Albertinum, zu den bedeutendsten Museen der Welt. Bis ins 16. Jahrhundert reicht die Gründung der Sammlungen zurück, die heute eine weltweit einmalige thematische Vielfalt präsentieren. In Leipzig vereint das Grassimuseum drei imposante Sammlungen: das Museum für Angewandte Kunst, das Museum für Völkerkunde und das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig. Eine der bedeutendsten Expressionisten-Sammlungen zeigt das Museum Gunzenhauser in Chemnitz. In einer hochwertigen Broschüre mit dem Titel „Kunstverführer Sachsen – Geschichte, Museen, Wirkungsstätten“ sind ganz neu die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Reise- oder Museumsführer. Vielmehr geht es darum, gezielte Anregungen zu geben, den Weg zur Kunst in Sachsen zu erleichtern. Auf eine Tour d’Horizon durch die sächsische Kunstgeschichte folgt ein Überblick der wichtigsten Museen für bildende Kunst und der Wirkungsstätten großer Künstler. So verstehen sich die niedergeschriebenen Erläuterungen über die gut 800-jährige Kunstentwicklung in Sachsen als Einführung in eine enorm facettenreiche Kunstgeschichte, die ganze Bibliotheken füllt. Das 72-seitige Wunderwerk ist ein Begleiter durch die komprimierte sächsische Kunstgeschichte und daher das Non plus Ultra für Kulturreisende nach Sachsen. Stolze Jubiläen Chemnitz, Sachsens drittgrößte Stadt, hat 2018 besonderen Grund zum Feiern: 875 Jahre Stadtgründung und der 200. Geburtstag von Karl Marx sind die Highlights im Veranstaltungskalender. Marx‘ Ehrentag am 5. Mai wird mit einem „Am Kopp“-Konzert am Karl-Marx-Monument gefeiert. Dazu gibt es eine Museumsnacht, eine „Parade der Vielfalt“ und die Ausstellung „Marx Monument Revisited (11.6.-2.9.2018). Zwickau, Nummer vier unter den sächsischen Städten, feiert seinen 900. Geburtstag. So lange ist es her, dass „territorio Zcwickaw“ erstmals urkundlich erwähnt wurde (siehe S. 55). Aber das sind nicht die einzigen besonderen Feste. So feiert die Burgstadt Stolpen ihr 800-jähriges Bestehen mit einer Festwoche im Juni, Schloss Weesenstein bietet aus Anlass seines 700. Geburtstags ab März eine spezielle Ausstellung. Den 275. Geburtstag feiert das älteste bürgerliche Orchester der Welt, das Gewandhausorchester Leipzig, und lädt aus diesem Anlass zu einem besonderen Musikgenuss unter Leitung des neuen Gewandhauskapellmeisters Andris Nelsons ein. Die Oper Leipzig führt in ihrem 325. Gründungsjahr den „Ring des Nibelungen“ in drei zyklischen Aufführungen im Januar, April und Mai auf. In Dresden eröffnet voraussichtlich im Frühjahr 2019 die Festung Dresden, die älteste deutsche Bastionsfestung, die Ausstellung „Feste. Dramen. Katastrophen“. Andris Nelsons - Gewandhaus zu Leipzig Schlosss Moritzburg Kleine, historische Städte Neben den Publikumsmagneten Leipzig und Dresden laden auch einige kleinere Städte mit historischen Marktplätzen und Boulevards zum Schlendern ein. Zum Bei-

spiel die Canaletto-Stadt Pirna, die wie gemalt in der Landschaft des Elbtales liegt und Ausgangspunkt der Sächsischen Weinstraße ist. In Kamenz in der Oberlausitz bewegen sich die Besucher auf den Spuren des Literaten Gotthold Ephraim Lessing. Die Ortenau mit ihren mittelalterlichen Türmen und Basteien auf einem Felsplateau im Tal der jungen Spree lohnt die Reise nach Bautzen. Eine der schönsten Altstädte Deutschlands fasziniert die Stadtspaziergänger in der deutsch-polnischen Grenzstadt Görlitz. Wer auch nach Ende des 500. Jubiläumsjahres der Reformation Zeugnisse dieser Zeit entdecken will, hat dazu in Torgau Gelegenheit. Dort präsentieren die Kurfürstlichen Gemächer und der legendäre Flaschenturm von Schloss Hartenfels die Dauerausstellung „Standfest. Bibelfest. Trinkfest. Johann Friedrich der Großmütige – der letzte Ernestiner Kurfürst.“ Die Ausstellung rückt die Bedeutung Torgaus als Machtzentrum der Reformation und als Ort höfisch-architektonischer Repräsentation von europäischem Rang ins Zentrum einer modernen Exposition. Eine Frischekur haben in Torgau ebenso die Katharina-Luther-Stube und das Spalatin-Haus erhalten. Landschaften wie gemalt Abwechslung in die Städtereise(n) bringen die vielgestaltigen, faszinierenden Landschaften Sachsens, die auch sportlichen Naturen jede Menge Möglichkeiten bieten. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommt man den Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten ganz nah. Ein genussreiches Vergnügen ist eine Wanderung entlang des Sächsischen Weinwanderwegs. Winzer und urige Weinlokale laden ein, die köstlichen Tropfen aus einem der kleinsten deutschen Weinanbaugebiete kennen zu lernen. Die bizarre Landschaft des Elbsandsteingebirges mutet an wie ein riesiges, dreidimensionales Gemälde. Die beliebteste Route im Nationalpark Sächsische Schweiz ist der Malerweg: Hier entdeckt der Wanderer Meisterwerke der Natur noch so, wie sie einst Caspar David Friedrich zu seinen berühmten Werken inspirierten. Wer lieber mit dem Rad auf Entdeckungsreise geht, findet ebenfalls reiche Auswahl: 1.260 Kilometer Radfahrgenuss verheißt der Elberadweg. Rund 260 Kilometer führt der beliebteste Radweg Deutschlands durch Sachsen. Dessen Schönheit und Vielfalt Basteibrücke, Sächsische Schweiz erschließt sich aber auch auf anderen Routen wie dem Oder-Neiße-Radweg oder dem Elsterradweg. Wer es gern bequem hat, der geht mit dem E-Bike auf Tour: Sportlich ambitionierte erklimmen so die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges mit dem Mountainbike. Handwerkskunst und Tischkultur Musikinteressierte Radler weist ein stilisierter Gitarrensteg auf dem Musikantenradweg durchs Vogtland. Hier werden seit 1677 auf traditionelle Weise von Hand Streich- und Blasinstrumente gefertigt, die von Künstlern weltbekannter Orchester gespielt werden. Sie sind nur ein Beispiel für die Markenzeichen, die die sächsische Handwerkskunst weltweit bekannt gemacht haben. Dazu gehören die filigranen Kunsthandwerksprodukte, die unter dem Namen „Erzgebirgische Holzkunst“ hergestellt werden. Weitere renommierte Markenzeichen sind die Plauener Spitze und Uhren aus Glashütte. Und das berühmte Meissner Porzellan mit seinen Kostbarkeiten, das seit 1710 in der ersten europäischen Porzellanmanufaktur in Meißen gefertigt wird, unverwechselbar durch die „Gekreuzten Schwerter“. In den Schauwerkstätten können Besucher die Entstehung der kostbaren Einzelstücke hautnah erleben. Einmal im Monat lädt die Manufaktur zu einem besonderen Abend ein: Bei einem erlesenen Elberadweg Dresden Menü in drei Gängen werden Gaumenfreuden auf berühmten Porzellanen aus drei Jahrhunderten serviert (siehe S. 34). Apropos Gaumenfreuden. Auch in Sachen Kulinarik hat Sachsen einiges zu bieten. Die Genusspalette reicht von Wein aus dem Elbtal bis zu Kaffee in Leipzig und Pirna, wo der Besucher beim Rundgang „Pirnaer Kaffeegeschichten“ erfährt, was für die Zubereitung des „Sächsischen Nationalgetränks“ besonders wichtig ist. Bierliebhaber bevorzugen die „Erlebniswelt Radeberger Pilsner“, zu der ein Humoristisches Bierseminar ebenso gehört wie das „Radeberger Biertheater“ – das erste sächsische Mundarttheater. Für seine Senfspezialitäten bekannt ist das Städtchen Bautzen. Während der Bautzner Senfwochen im August und September laden rund 20 Restaurants zu einer „Gaumen-Testfahrt“ rund um die berühmte Würzpaste ein. Nicht fehlen dürfen in der Liste der sächsischen Leckereien der Pulsnitzer Pfefferkuchen, eine besondere Lebkuchenvariation, und der Dresdner Christstollen. Glitzernde Glücksmomente Christstollen und Pfefferkuchen sind natürlich auch die kulinarischen Stars zur Weihnachtszeit, wenn landauf, landab die Weihnachtsmärkte ihren Lichterglanz verströmen. Für Romantiker ist dann die beste Reisezeit in Sachsen. Lichterengel, Schwibbögen und Pyramiden sorgen auf den Märkten im Erzgebirge für Besinnlichkeit und festliche Stimmung. Noch größere Publikumsmagnete sind der große Weihnachtsmarkt in Leipzig und der traditionelle Striezelmarkt in Dresden (siehe S. 69ff.). Zum Titel „Deutschlands Weihnachtsland Nummer 1“ verhelfen Sachsen auch die einzigartigen Bräuche wie Bergmannparaden und Mettenschichten. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine größere Dichte an weihnachtlichen Traditionen. Dank Nussknackern, Räuchermännchen und anderen Weihnachtsbotschaftern der Erzgebirgischen Holzkunst ist es hier rund ums Jahr weihnachtlich. Schlösserpracht und Gartenkunst Zu den Besonderheiten Sachsens zählt auch seine Vielzahl an Schlössern und Burgen, Gärten und Herrenhäusern. Rund 1.000 davon spiegeln das kulturhistorische Erbe Sachsens wieder (siehe S 35). Sachsen 31

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