Aufrufe
vor 2 Jahren

Ferienmagazin Deutschland 2018

  • Text
  • Deutschlandurlaub
  • Urlaub
  • Schloesser
  • Ferien
  • Deutschlandreise
  • Freizeit
  • Stadt
  • Deutschlands
  • Tourismus
  • Region
  • Ausstellung
  • Deutschland

Der wertvollste

Der wertvollste Klosterschatz des Klosters Neuzelle wird im unterirdischen Museum "Himmlisches Theater" gezeigt – ein Kulissentheater mit riesigen Leinwänden und 109 lebensgroßen Figuren trifft Zander“ rund um den Starkower und den Scharmützelsee: In den Restaurants und auf den Terrassen mit Seeblick kommt so manches auf den Teller, was kurz zuvor noch in den Seen schwamm, die man mit dem Fahrrad umrundet hat. Zwölf Wege stehen zur Wahl bei den „Genießertouren im Fläming“. Auf dem „Gurkenradweg“ im Spreewald erobern Besucher das Labyrinth der Fließe auf ungewohnte Weise und können dabei verschiedene Gurkenvarianten testen. Barockwunder und Schlösserträume Bei einer Tour durch Brandenburg stoßen auch Kulturreisende auf manches Highlight. Etwa das umfangreich renovierte Kloster Neuzelle bei Eisenhüttenstadt. Das „Barockwunder Brandenburgs“, das zu den wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen in Europa zählt, wird 2018 750 Jahre alt. Zu dem großen Jubiläum werden die Neuzeller Passionsdarstellungen im unterirdischen Museum „Himmlisches Theater“ um zwei frisch restaurierte Szenen erweitert. Backsteingotik statt Barockpracht repräsentiert das einst von Zisterziensermönchen belebte Kloster Chorin bei Eberswalde. Dessen romantisch anmutende Ruine fasziniert heute die Besucher noch so wie einst Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. In Neuruppin erinnert ein Museum an VIDEO den Brandenburger Dichter und Schriftsteller, dessen 200. Geburtstag im Jahr 2019 mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen gefeiert wird. Eine Station darf bei keiner Brandenburg-Reise fehlen: Potsdam. In der ehemaligen Residenz- und heutigen Landeshauptstadt ist das prachtvolle, auf Weinbergterrassen gelegene Schloss Sanssouci mit seinem 290 Hektar großen Park die meistbesuchte Attraktion. Aber neben den von italienischen Vorbildern inspirierten Schlössern und Parklandschaften hat die „preußische Perle“, die ehemalige Sommerresidenz Friedrichs des Großen und heute Unesco-Weltkulturerbestätte noch einiges mehr zu bieten. Eine Einladung zum Schlendern ist die hübsche Innenstadt mit der Flaniermeile Brandenburger Straße. Die russische Siedlung Alexandrowka und das Holländische Viertel sind ebenso sehenswert wie die Nikolaikirche, das Schloss Cecilienhof, das Krongut Bornstedt, das Hans- Otto-Theater, die klassizistischen Prachtbauten von Karl-Friedrich Schinkel und der Filmpark Babelsberg, das Mekka für Cineasten. Seit vorigem Jahr bereichert das Kunstmuseum Barberini im nach historischem Vorbild wieder aufgebauten Palais Barberini das Potsdamer Kulturangebot. In diesem Jahr stehen neue Ausstellungen mit Werken von Max Beckmann und im Anschluss Gerhard Richter Mit dem Museum Barberini hat Potsdam ein neues Kunstmuseum erhalten, das jährlich wechselnde Ausstellungen mit Leihgaben internationaler Museen und Privatsammlungen präsentiert (siehe S. 64ff.) im Mittelpunkt. Ein Tipp für Kulturliebhaber sind die Musikfestspiele in den Schlössern und Gärten von Sanssouci (8.- 24.6.2018, siehe S. 64ff). Ein Highlight ist die Postdamer Schlössernacht, die diesen Sommer zum 20. Mal stattfindet (17./18.8.2018). Besonders romantisch wird es auch in der brandenburgischen Landeshauptstadt auf den Märkten im Advent: Besonders beliebt sind der Böhmische Weihnachtsmarkt, der polnische Sternenmarkt im Kutschstallhof und der Holländische Markt im gleichnamigen Viertel. Schmelztiegel der Geschmäcker Von C wie Currywurst bis T wie Teltower Rübchen: Wer Brandenburg kulinarisch erkunden will, darf sich auf eine ungewöhnliche Geschmacksvielfalt einstellen. Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten. In der Uckermark im Norden des Landes beispielsweise gibt es den Wrukeneintopf (Kohlrübeneintopf) und Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree. Eine Spezialität im Winter ist das Sauergemüse „Knieperkohl“, das „Nationalgericht“ im Norden Brandenburgs, aus Weißkohl, Grünkohl und blauem Marktstammkohl. Typisch für die Region ist auch „Himmel und Erde“ (Kartoffeln mit Blutwurst). Bekannt ist die Uckermark zudem für Köstlichkeiten aus Äpfeln wie Apfelgelee, Apfel-Früchtebrot im Glas oder herzhaftes Apfel-Chutney. Im Westen isst man traditionell Kartoffelsuppe, Brathering, Birnen mit Semmelklößen oder Aal-Grün. Und dann ist da der Spargel, der in Brandenburg auf einer Fläche von knapp 2.900 Hektar wächst. Das größte Anbaugebiet ist Beelitz mit 15 Höfen und knapp 1300 Hektar. Den pikanten Geschmack des Teltower Rübchens, einer Delikatesse aus der Stadt Teltow, rühmte schon Johann Wolfgang von Goethe. Im Spreewald sind der Phantasie für Rezepte mit den bekannten Spreewälder Gurken keine Grenzen gesetzt: Saure Gurken, Schmorgurken, Senfgurken. Ebenfalls typisch für den Spreewald ist Quark mit Leinöl. Und Fischfans bekommen Hecht, Zander, Wels und Karpfen mit Saucen aus Meerrettich oder Bier serviert. Und wie in Berlin, wo sie in jeder Wurstbude als Kultsnack offeriert wird, ist auch in Brandenburg die Currywurst ein ständiger Begleiter. TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH Tel. +49-331-298730 www.reiseland-brandenburg.de 40 Brandenburg

Bremen Hannover Vom Mittelgebirge an die Meeresküste Wandern im Harz, Baden an der Nordseeküste, Bummeln durch charmante Fachwerkstädtchen: Niedersachsen, Deutschlands einziges Bundesland, das Berge und Meeresküste bietet, verheißt Vielfalt Internationaler Feuerwerkswettbewerb, Hannover Goldene Strände, wogendes Dünengras und vielfaches, maritimes Blau sind die Markenzeichen der sieben ostfriesischen Inseln mit jeweils eigenem Charme – Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge. Borkum, die größte der sieben, bietet reines, jodhaltiges Hochseeklima und wurde 2013 als erste allergikerfreundliche Insel ausgezeichnet. Das schmale Juist wirbt mit der „schönsten Sandbank der Welt“. Die ist bei der „22. Juister Gesundheitswoche“ (29.4.- 4.5.018) Open-Air-Bühne für Morgenmeditation, Yoga und Achtsamkeitsübungen. Norderney, 1797 als erstes deutsches Seebad gegründet, bietet heute mit dem „bade:haus“ das größte Thalassohaus Europas. Baltrum, nur 5 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit, bietet Wassersportlern ideale Bedingungen zum Kiten und Surfen. Als Dorado für Familien gilt Langeoog mit seinen 14 Kilometer Sandstränden, Salzwiesen und unberührter Dünenlandschaft. Das „zertifizierte Thalasso-Nordseeheilbad“ ist, ebenso wie Wangerooge, autofrei. Auf Spiekeroog, seit 2015 ebenfalls Thalasso-Nordseeheilbad, geleitet eine „Museumspferdebahn“, die einzige Eisenbahn Wilde Dünenlandschaften, Langeoog Deutschlands, die noch von Pferden gezogen wird, die Gäste ins Dorf. Gleich drei historisch interessante Leuchttürme weisen den Weg nach Wangerooge. Die sieben Inseln liegen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der 1993 zum Biophärenreservat und 2009 zum Unesco- Weltnaturerbe erklärt wurde. Das Wattenmeer ist eine wahre Wunderwelt. Bei Ebbe gehen Urlauber individuell oder bei geführten Wanderungen dem Meer im wahrsten Wortsinn auf den Grund. Maritime Events und Blütenzauber In Wilhelmshaven, beim „Wochenende an der Jade“ (28.6.-1.7.2018), beehren zahlreiche Traditionssegler die Stadt und entlang der Maritimen Meile locken das Aquarium Wilhelmshaven, das Deutsche Marinemuseum, das Küstenmuseum Wilhelmshaven, das Wattenmeer Besucherzentrum sowie die Reederei Warrings. Den „dicken Pötten“ (Plattdeutsch für Kreuzfahrtund Containerschiffe) auf hoher See zuschauen kann man wunderbar am Strand von Cuxhaven. Das Kurstädtchen Bad Iburg, im Osnabrücker Land, ist Schauplatz der diesjährigen Landesgartenschau (18.4.-14.10. 2018). Unter dem Titel „Der neue Zauber“ präsentiert der Kurort eine bunte Blütenlandschaft sowie einen neu inszenierten Waldkurpark und verschiedene Themengärten. Hübsche Plätze, malerische Fachwerkfassaden, verwinkelte Gassen und vielfältige kulturelle Veranstaltungen kennzeichnen die historischen Städte Braunschweig, Celle, Göttingen, Goslar, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Wolfenbüttel, die sich gemeinsam mit der Autostadt Wolfsburg zur Kooperation „9+1 Städte in Niedersachsen“ zusammengeschlossen haben. Ganz im Süden liegt die Universitätsstadt Göttingen, die mehr als 40 Nobelpreisträger hervorgebracht hat und deren fast 30.000 Studenten junges Flair in die mittelalterliche Stadt bringen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Saline Luisenhall, die von Fachwerkhäusern gesäumte Paulinerstraße und das gotische Alte Rathaus mit der Gänseliesel auf dem Brunnen davor. Dem „meistgeküssten Mädchen der Welt“ ist das jährliche Gänselieselfest (30.9.2018) gewidmet. Lebendiges Mittelalter Die einstige Kaiserpfalz Goslar präsentiert sich mit einem Mix aus hübschen Bürgerhäusern und engen Gassen. Das historische Ensemble zählt ebenso zum Unesco- Weltkulturerbe wie das Erzbergwerk Rammelsberg. Im Advent bildet die mittelalterliche Altstadt die Kulisse für den einzigartigen Weihnachtswald (siehe S. 69 ff.). Seine romanischen Kirchen, von denen der Dom und die Michaeliskirche als Unesco-Weltkulturerbe gelistet sind, sind die größten Schätze der 1200 Jahre alten Stadt Hildesheim. Im Weserbergland liegt Hameln, dessen malerische Altstadt als Kulisse für das Schauspiel um die berühmteste Figur der Stadt dient. historisch, modern, einzigartig A2 Braunschweig | Celle | Göttingen | Goslar | Hameln Hannover | Hildesheim | Lüneburg | Wolfenbüttel + Autostadt in Wolfsburg www.9staedte.de A7 Niedersachsen A39 A395 Deutsches Küstenland Niedersachsen 41

© IFOVA Verlagsgesellschaft mbH 2019