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Ferienmagazin Deutschland 2019

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die Geschichte des

die Geschichte des Spreewalds und seiner Bewohner bieten ein Dutzend kleine Museen wie die Sorbische Webstube in Drebkau oder das Spreewald-Museum in Lübbenau. In der im Nordosten Brandenburgs gelegenen Uckermark – mit beschaulichen Dörfern und kleinen Seen inmitten weiter Hügellandschaft – finden strapazierte Zeitgenossen Erholung und Entspannung. Besonders Künstler und Kreative schätzen die Ruhe dieser Region, um in Kunstateliers oder Manufakturen Interessantes und Leckeres herzustellen. Drei Großschutzgebiete prägen die Landschaft: der Nationalpark Unteres Odertal, das Biosphärenreservat Schorfheide Chorin und der Naturpark Untermärkische Seen. Im Herbst, wenn zehntausende Kraniche auf ihrem Flug gen Süden in den Flussauen im Nationalpark rasten, ist die Region ein Dorado für Freizeit- Zu den weltbekannten Bauhausstätten in Dessau und Berlin ist es nur ein Katzensprung von Brandenburg. Die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes ADGB in Bernau wurde im Jahr 2017 in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen. Sie erweitert die seit 1996 bestehende Weltkulturerbestätte „Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau“. Das Schulgebäude wurde von Bauhausdirektor Hannes Meyer, dem Leiter der Bauhaus-Architekturwerkstatt Hans Wittwer und Studierenden des Dessauer Bauhauses geschaffen. Die Schule kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden (www.bauhaus-denkmal-bernau. de). Ein weiteres vom Bauhaus beeinflusstes Bauwerk ist der Einsteinturm auf dem Telegrafenberg in Potsdam (nur von außen zu besichtigen). Bei einem Spaziergang durch die Villenkolonie Neubabelsberg entdeckt man zudem drei von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Villen. Interessante Details dazu gibt es beim geführten Rundgang „Babelsberg – Filmstars, Villen, Weltgeschichte“. Ornithologen. Den Kontrast zum Naturerlebnis bieten Städte wie Angermünde mit historischen Bauwerken wie dem Franziskanerkloster und der St.-Marien-Kirche. Der besterhaltene mittelalterliche Stadtkern im Norden Brandenburgs ist der Stolz von Templin, das den Beinamen „Perle der Uckermark“ trägt. Die Holzhäuser des Freilandmuseums Lehde bei Lübbenau im Spreewald stehen unter Denkmalschutz und geben einen Einblick in das sorbische und wendische Leben Einmal im Sommer verwandelt sich der Park Sanssouci von Potsdam – hier Blick auf das Neue Palais – in eine riesige Bühne mit klassischen Konzerten, Jazzmelodien und einem gigantischen Feuerwerk Preußens Perle – ein barocker Sommernachtstraum Unverzichtbar ist ein Besuch von Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam, der „preußischen Perle“. Die neueste Attraktion in der ehemaligen Residenzstadt ist das Kunstmuseum Barberini, das seit zwei Jahren mit jährlich wechselnden Ausstellungen und Leihgaben internationaler Museen sowie Privatsammlungen das Potsdamer Kulturangebot bereichert. In diesem Jahr zu sehen: „Picasso. Das späte Werk“ mit Arbeiten aus den letzten zwei Jahrzehnten des genialen spanischen Malers, Grafikers und Bildhauers im Mittelpunkt (siehe S. 55 ff.).. Hauptanziehungspunkt in Potsdam ist das prachtvolle Schloss Sanssouci mit seinem 290 Hektar großen Park. Doch neben den von italienischen Vorbildern inspirierten Schlössern und Parks hat die ehemalige Sommerresidenz Friedrichs des Großen und heutige Unesco-Welterbestätte noch einiges mehr zu bieten. So lädt in der hübschen Innenstadt die Flaniermeile Brandenburger Straße ebenso zum Schlendern und Entdecken ein wie die russische Kolonie Alexandrowka und das Holländische Viertel. Sehenswert sind außerdem die Nikolaikirche, das Krongut Bronstedt, das Hans-Otto-Theater, das Schloss Cecilienhof und die klassizistischen Prachtbauten von Karl-Friedrich Schinkel. Nicht zu vergessen das Mekka für Cineasten, der Filmpark Babelsberg. Ein Fixpunkt im Potsdamer Veranstaltungskalender sind die alljährlichen Musikfestspiele in den Schlössern und Gärten von Sanssouci (8.-23.6.2019). Wie ein barocker Sommernachtstraum mutet die „Potsdamer Schlössernacht“ an, die dieses Jahr erstmals an zwei Abenden stattfindet (16. und 17.8.2019). Hunderte Künstler in Masken und Kostümen verwandeln das gesamte Parkgelände von der Orangerie bis zum Neuen Palais, vom Chinesischen Haus bis zu den römischen Bädern in eine große, von tausend Lichtern illuminierte Freilichtbühne unter nächtlichem Himmel. Das rauschende Fest endet mit einem brillanten Höhenfeuerwerk. TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH Tel. +49-331-298730 www.reiseland-brandenburg.de Blütenpracht für alle Sinne Die ringförmige Stadtmauer mit ihren Türmen und Toren bildet die einzigartige Kulisse für die Landesgartenschau in Wittstock an der Dosse. Einen floralen wie thematischen Höhepunkt der Gartenschau bildet der denkmalgeschützte Friedrich- Ebert-Park an der Glinze mit wechselnden Arrangements. Auch dem „Geburtstagskind“ Theodor Fontane sind zwei Themengärten gewidmet: „Im Garten“ und „Hier ist’s gut sein“. Bei den wechselnden Blumenhallenschauen im Friedrich-Ebert-Park unter dem Motto „Reiselust – von märkisch bis exotisch“ wandeln die Besucher durch zwölf Ausstellungen, die alle Sinne inspirieren. Die Landesgartenschau findet vom 18. April bis zum 6. Oktober statt. Das Gartenfestival in Park und Schloss Branitz in Cottbus – inspiriert durch den Gartenkünstler Fürst Pückler – verwandelt die Historische Schlossgärtnerei am 25. und 26. Mai 2019 in ein Paradies für Freizeitbotaniker und Gartenfreunde. 42 Brandenburg

Kurz, interessant und lehrreich ist eine City- Spreefahrt zu den Sehenswürdigkeiten, Highlights und dem Regierungsviertel von Berlin Berlin – die Stadt, die nie schläft Berlin ist und bleibt Deutschlands Städteziel Nummer eins. Die pulsierende Metropole an der Spree ist ein Dorado für unternehmungslustige Nachtschwärmer ebenso wie für ausdauernde Kultur- oder Shopping-Liebhaber. Sie alle sind magnetisch angezogen von einer in jeder Hinsicht unvergleichlichen Vielfalt. Die Mischung aus Prachtstraßen und Baudenkmälern, Museen und Festspielhäusern, Kulturtempeln und Einkaufszentren elektrisiert. Weil die Hauptstadt keine Sperrstunde kennt, pulsiert hier das Leben wahrhaftig rund um die Uhr: In Bars und Diskotheken, Musik- und Szeneclubs tanzen und feiern Partyhungrige, bis der Morgen graut. Kunst- und Kulturliebhaber haben die Wahl zwischen rund 180 verschiedenen Museen und Galerien. Daneben gibt es drei große Opernhäuser und acht Sinfonieorchester, 94 Kinos, etwa 140 Theater und Bühnen. Der Berliner Kulturkalender listet täglich rund 1.500 Veranstaltungen. Und wer nach durchtanzter Nacht oder erschöpft vom Stadtrundgang Erholung sucht, wird schnell fündig: Rund 2.500 Grünanlagen, darunter der Tiergarten, die Tempelhofer Freiheit und der Grunewald, laden im Großstadtdschungel zum Durchschnaufen und Relaxen ein. mit einer Reihe von Ausstellungen: „Durch Mauern gehen“ im Gropius Bau mit Werken von Jose Dávila, Mona Hatoum, Nadia Kaabi- Like und anderen Künstlern (12.9.2019- 12.1.2020). Fotografien, in denen Daniel Biskup die ersten Jahre des wieder Zusammenwachsens dokumentiert, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Nach dem Mauerfall“ im Museum in der Kulturbrauerei (14.2.- 1.8.2019). In der Alten Münze, wo die Multimedia-Dauerausstellung „nineties berlin“ den Mythos Berlin spürbar macht – trifft man unter anderem auf Erzählungen von Zeitzeugen jener Jahre wie DJ Westbam, den Politiker Gregor Gysi und Danielle de Picciotto, die Mitbegründerin der Loveparade ( bis 31.12.2023). Den Kontrast dazu bietet die Ausstellung „Ost-Berlin – die halbe Hauptstadt“, die im Ephraim-Palais das urbane Leben und den städtischen Alltag in Ost-Berlin dokumentiert (11.5.-9.11.2019). Dazu gibt es – nicht zur im Jubiläumsjahr – interessante Touren wie die Radtouren „Mauerfall mit Zeitzeugenberichten“ und „Entlang der Berliner Mauer“ oder die Stadtführung „Das geteilte Berlin und die Maueropfer“. Berlin Tourismus & Kongress GmbH Tel. +49-30-25002333 www.visitberlin.de Dorado für Kunstliebhaber Die Topadresse für Kunstinteressierte ist die Museumsinsel. Das Ensemble gehört seit 20 Jahren zu den Unesco-Welterbestätten. Von der antiken Kunst Alter Meister über Gegenwartsmalerei bis zu avantgardistischem Design reicht die Palette in den fünf Häusern. Der Komplex umfasst das Neue Museum, das Bode-Museum, die Alte Nationalgalerie, das Alte Museum und das Pergamonmuseum. Auch wer nur wenig Zeit hat, sollte sich die Museumsinsel nicht entgehen lassen, die zu den Top-Ten-Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zählt. Dazu gehört ferner der Reichstag mit seiner imposanten gläsernen Kuppel, das Brandenburger Tor, der Fernsehturm am Alexanderplatz, dem alten Zentrum Ostberlins, sowie der Gendarmenmarkt mit dem Deutschen und dem Französischen Dom. Der Berliner Dom, ein Bummel über den berühmten Kurfürstendamm und ein Abstecher zum etwas außerhalb gelegenen prunkvollen Schloss Charlottenburg sollten ebenfalls im Besichtigungsprogramm nicht fehlen. Ebenso die Orte, die an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands erinnern – die Gedenkstätte Berliner Mauer und der Potsdamer Platz, an dem der Wandel Berlins seit der Wiedervereinigung am deutlichsten sichtbar wird. 30 Jahre Mauerfall Zum 30. Mal jährt sich am 9. November 2019 der Tag, an dem Berlin wieder eins wurde. Das Jubiläum bildet einen Schwerpunkt Die Museumsinsel in der historischen Mitte Berlins gehört mit ihren fünf Museen zu den Unesco-Welterbestätten und ist vielbesuchter Anlaufpunkt Frei nach dem Motto „Umsonst und draußen“ können sich Interessierte während der „Bauhauswoche Berlin“ mit dem Thema auseinandersetzen. Eine „Schaufensterausstellung“ in den Geschäften der Charlottenburger Kantstraße sowie in vielen Läden rund um den Savignyplatz präsentiert „im Vorbeigehen“ die Geschichte des Bauhauses. Ein neuer gläserner Pavillon auf dem Ernst- Reuter-Platz ist Bühne für Vorträge und Lesungen sowie künstlerische Performances (31.8.-8.9.2019). Das Bröhan- Museum lockt mit: „Von Arts and Crafts zum Bauhaus. Kunst und Design – eine neue Einheit“ (24.1.-5.5.2019). Das Haus der Kulturen zeigt die Ausstellung „Bauhaus imaginista“ (15.3.-10.6.2019). Im Museum für Fotografie eröffnet die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie“ einen „Dialog zwischen der Foto-Avantgarde um 1930 und zeitgenössischer Kunst“ (12.4.-25.8.2019). Apropos Bauhaus: Die sechs, zwischen 1913 und 1934 entstandenen „Wohnsiedlungen der Moderne“, darunter die Gartenstadt Falkenberg in Treptow und die Hufeisensiedlung Britz im Bezirk Neukölln, stehen ebenfalls in der Liste der Unesco-Weltkulturerbestätten. Berlin 43

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