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Ferienmagazin Deutschland 2019

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Stimmungsvoller

Stimmungsvoller Lichterglanz Wenn Glühweinduft durch die Budengasse weht, besinnliche Lieder erklingen und edle Handwerkskunst aus festlich illuminierten Holzhütten angeboten wird, kommen wohl nur ausgemachte Weihnachtsmuffel nicht in adventlich-festliche Stimmung. Ein Bummel über romantische Weihnachtsmärkte zwischen Alpen und Ostsee gehört in der Vorweihnachtszeit einfach dazu. Ein Dutzend unterschiedliche Christkindlmärkte konkurrieren in München um Besucher – ob rustikal mittelalterlich, klassisch oder pink. Der größte breitet sich mit 140 Holzhütten vor dem Rathaus am Marienplatz aus. Kleiner, aber für viele deutlich stimmungsvoller ist das Weihnachtsdorf im Kaiserhof der Residenz. Neben handwerklichen Geschenkideen gibt es beim Tollwood-Winterfestival auf der Theresienwiese internationale Köstlichkeiten von Pad Thai bis Pita-Gyros und ein buntes Musik- und Showprogramm. Seit dem 15. Jahrhundert verwandelt sich in Augsburg der Vorplatz vor dem imposanten Renaissance-Rathaus in einen zauberhaften Christkindlesmarkt. Das Bauwerk mit den zwei prägnanten Türmen wird in dieser Zeit zum Adventskalender. Jeden Tag erklingt aus einem Fenster ein Weihnachtslied, gespielt von einem blond gelockten Engel auf seiner Blockflöte. Der Christkindlmarkt in Ingolstadt ist einer der ältesten in Deutschland. Er wurde 1570 als „Jahrmarkt an Nicolai“ von Herzog Albrecht V. eingeführt. Heute duftet es auf dem Theaterplatz zwischen mehr als vierzig tannengeschmückten Holzbuden nach gebrannten Mandeln, Bratäpfeln und Glühwein. Täglich erfreuen heimische Posaunen- und Bläsergruppen die Besucher. In Altötting ist der Christkindlmarkt umrahmt von verschiedenen Kirchen und dem historischen Barockensemble rund um den Kapellplatz, das Rathaus und den Kongregationssaal. Als zusätzlicher Glanzpunkt erstrahlt der Marienbrunnen mit seiner pyramidenförmigen Glasverkleidung im Zentrum des Marktes. Wer mittelalterliche Architektur und romantische Winterträume schätzt, genießt den Weihnachtsmarkt in Nördlingen. In den mittelalterlichen Gassen der Stadt im Herzen des schwäbischen Donau-Ries verbreitet sich mit dem Duft von Grillgut, Glühwein und Plätzchen einzigartige Adventsatmosphäre. 70 Weihnachtsmärkte Augsburg ... nach geheimer Rezeptur Auf eine über 500-jährige Tradition kann der Reiterlesmarkt in Rothenburg ob der Tauber zurückblicken. Der Markt versprüht in dem mittelalterlichen Ambiente der Stadt einen einzigartigen Charme und macht beim Genuss von weißem Glühwein und mit Puder- oder Zimtzucker bestreuten „Schneeballen“, einer Rothenburger Gebäckspezialität, so richtig warm ums Herz. Seinen Namen trägt der Markt in der stimmungsvoll beleuchteten Altstadt wegen eines prominenten Besuchers: Das Rothenburger Reiterle eröffnet den Markt hoch zu Ross. Die Sagenfigur galt einst als Gesandter aus einer anderen Welt, der mit den Verstorbenen durch die Lüfte reitet. Heute ist er gelebtes Brauchtum. Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist der Nürnberger Christkindlesmarkt. An den nahezu 200 Ständen bieten Kunsthandwerker ihre edlen Erzeugnisse an, genießen Gäste den schmackhaften Glühwein und den beliebten Nürnberger Lebkuchen. Um die Weihnachtsstimmung perfekt zu machen, gibt es ein Rahmenprogramm mit über 100 Veranstaltungen. Die rund 40 verschiedenen Sorten Glühwein und die berühmten Knackwurstsemmeln mit Meerrettich, Essiggurken und Senf genießen Kultstatus in Regensburg. In der Altstadt erhellt der Lucrezia-Markt mit seinen rot-weißen Zelten und Hütten die dunkle Jahreszeit. Das Fürstliche Schloss St. Emmeram ist Schauplatz des dritten Regensburger Weihnachtsmarktes. Im Innenhof, abends romantisch von Fackeln und Feuerstellen illuminiert, bieten traditionelle Handwerker ihre Erzeugnisse an. In Neumarkt in der Oberpfalz breitet sich der Weihnachtsmarkt mit seinen liebevoll dekorierten Holzhäuschen auf dem Rathausplatz im Herzen der Altstadt aus. Für ein Mehr an Behaglichkeit sorgt in der Mitte des Platzes ein offenes Feuer, über dem in einem großen Kessel Feuerzangenbowle nach geheimer Rezeptur zubereitet wird. Eingerahmt von einer malerischen Kulisse zwischen den Neumarkt beiden Rathäusern verwandelt sich der Marktplatz in Weißenburg zehn Tage vor Heiligabend in ein romantisches Weihnachtsdorf. Ein barockes Adventsdorf Über 250 weihnachtlich funkelnde Marktstände laden in Stuttgart, einem der größten Rothenburg ob der Tauber Weihnachtsmärkte Europas zum Stöbern, Naschen und Einkaufen ein. Mitten im Zentrum gelegen, erstreckt sich die traditionsreiche und prächtige Budenstadt vom Neuen Schloss und Königsbau über den Karlsplatz und Schillerplatz mit dem Alten Schloss und der Stiftskirche bis zum Marktplatz. 130 liebevoll dekorierte Stände um das Ulmer Münster, zu Füßen des größten Kirchturms der Welt, präsentieren echtes Kunsthandwerk, moderne und klassische Weihnachtsdekorationen, Geschenkideen und kulinarische Spezialitäten. Besonders stimmungsvoll wirken die 18.000 Lichtpunkte, die allerorts für weihnachtliches Funkeln sorgen. Mitten auf dem Marktplatz bilden weihnachtlich strahlende Holzhäuschen in Ludwigsburg den Barock-Weihnachtsmarkt. Besonderheiten des Adventsdorfes sind die Anordnung der über 170 Stände nach dem Vorbild barocker Gartenanlagen und die über dem Markt fliegenden Lichterengel. Den schönsten Blick über das weihnachtliche Lichtermeer bietet der Turm der evangelischen Stadtkirche. Weihnachtliche Klänge aus der nostalgischen Karussellorgel und Tausende von Geschenkideen für das Fest: Auf dem Weihnachtsmarkt am Wasserturm in Mannheim wechselt man ganz von selbst in den Genuss- Modus. 200 festlich geschmückte Hütten und eine 18 Meter hohe Weihnachtspyramide laden zum entschleunigten Vorweihnachtsgenuss ein. Eingerahmt von den Bergen des Schwarzwaldes entführt der Christkindelsmarkt in Ba-

den-Baden seine Besucher mit stimmungsvollen Attraktionen in ein Wintermärchen der besonderen Art. Der Duft von Glühwein und Lebkuchen begleitet die Passanten, vorbei an über 100 vorweihnachtlich geschmückten Buden am Beginn der bekannten Park- und Gartenanlage Lichtentaler Allee. Ein unterhaltsames Live-Programm auf der Himmelsbühne sowie eine lebendige Krippe begeistern kleine und große Besucher. Die engen Gassen in der Fachwerk-Altstadt in Bad Wimpfen machen das Flair des altdeutschen Weihnachtsmarktes aus. Die Weihnachtschoräle der Turmbläser vom Rathausbalkon, besinnliche Konzerte in den Kirchen, eine Krippenausstellung im alten Spital sowie abendliche Stadtführungen mit einem Nachtwächter verströmen vorweihnachtliche Stimmung. Frankfurt Eine Almhütte und ein sieben Meter hoher Glühwein-Glockenturm sind die Attraktionen auf dem Weihnachtsmarkt in Heilbronn. Für die Kleinen gibt es ein antikes Karussell auf dem Marktplatz, wo auch eine traditionelle Krippe aufgebaut ist. Chöre, Vereine und Kapellen sorgen für musikalische Unterhaltung. In Heidelberg lohnt sich ein Adventsspaziergang durch die 140 Buden, die an verschiedenen Plätzen der Altstadt bezaubernde Geschenkideen feilbieten. Eisprinzessinnen und Kunstläufer drehen auf einer Eislaufbahn vor der romantischen Schlosskulisse am Karlsplatz ihre Pirouetten. Märchenhafter Weihnachtszauber Im Schatten des Doms verbreitet der Weihnachtsmarkt in Mainz seinen Lichterglanz. Karussells und handgemachtes Spielzeug lassen die Kinderherzen auf den Domplätzen höherschlagen. Wer sich für kleine Schätze und kreative Kunst interessiert, kommt in der Künstlerwerkstatt auf seine Kosten. Zahlreiche Domkonzerte und Matineen, die traditionelle Märchenaufführung im Mainzer Staatstheater und der Weihnachtskartendruck im Gutenberg-Museum gehören zu den besonderen Attraktionen. Ein kleiner, aber liebevoll gestalteter Markt ist die Alt Binger Weihnacht in Bingen am Rhein. An nur einem Wochenende gibt es weihnachtliche Leckereien aus dem Rheinland und zünftigen Winzerglühwein. Der mittelalterliche Hauptmarkt und der imposante Dom bilden in Trier die unverwechselbare Kulisse des Weihnachtsmarkts. In 90 Holzhäuschen können die Besucher Weihnachtsschmuck, Holzspielzeug, Kerzen, Gläser und Keramik erwerben. Für das leibliche Wohl sorgen traditionell Bratwürstchen, Reibekuchen und süße Sachen. Apfelglühwein, Bethmännchen, Brennte und Quetschemännchen sind Spezialitäten auf dem Markt in Frankfurt, der seit 1393 regelmäßig stattfindet. Aufwändige, kreative Standdekorationen, die Kulisse des Römerbergs im Zentrum, des historischen Paulsplatzes und des riesigen Weihnachtsbaumes tauchen die ganze Stadt in ein pittoreskes Flair. Ein besonderes Klangerlebnis ist das Frankfurter Stadtgeläut: 50 Glocken in zehn Kirchen spielen an Heiligabend und dem ersten Advent eine halbe Stunde lang gleichzeitig. Der Märchenweihnachtsmarkt in Kassel sorgt in der ganzen Stadt für Stimmung. Jedes Jahr ist der Markt mit nostalgischen Ständen einem Märchen der Gebrüder Grimm gewidmet. Dazu passend zeigt ein Adventskalender täglich Szenen aus den Grimm’schen Geschichten. Jeden Nachmittag gibt es eine stimmungsvolle Märchenlesung. Puppentheater, Laiengruppen und Musiker runden das märchenhafte Erlebnis ab. Wenn der Prinzipalmarkt in goldenem Glanz erstrahlt und Giebelhäuser und Kirchen dezent beleuchtet, Lichterbäume die Straßen schmücken und der Duft von Tannengrün und Glühwein durch die Straßen zieht, beginnt in Münster der Advent. Fünf Weihnachtsmärkte ziehen Bad-Wimpfen sich durch die Altstadt. Einzigartiges Kunsthandwerk Bis zu zwei Millionen Menschen besuchen jeden Dezember Thüringens Landeshauptstadt Erfurt, um durch die Gassen zwischen 200 Buden zu spazieren, die sich wie Perlen an einer Kette von Domplatz über Fischmarkt, Schlösserbrücke zum Willy-Brandt-Platz ziehen. Gastronomen bieten regionale Spezialitäten Lüneburg wie die süßen Erfurter Schnittchen oder die würzigen Thüringer Rostbratwürste an. Entlang der Glasmeile verwandelt sich die Innenstadt von Lauscha, der Wiege des traditionellen Christbaumschmucks, an den ersten beiden Adventswochenenden während des Weihnachtsmarktes in eine große Fußgängerzone. Handgefertigter, gläserner Christbaumschmuck ist Teil des vielfältigen und kunstvollen Angebots. Mit einer Eislaufbahn und einem klassischschönen Weihnachtsmarkt wartet im Advent Weimar auf. In der Mitte des historischen Marktplatzes steht ein großer Weihnachtsbaum, um den herum sich Stände mit Glühwein, Stollen und schmuckvollem Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge verteilen. Der Markt auf der Wartburg bei Eisenach versetzt seine Besucher in die Welt des historischen Handels zurück. Fast schon vergessene Handwerkskünste werden hier lebendig. Kerzenzieher, Glasbläser, Gewandmeisterinnen, Laternenbauer, Seifensieder, Steinmetze, Kräuterfrauen, Zinngießer und fahrende Händler bieten ihre Waren an. Ein besonderes Ambiente verströmen in Halberstadt die „Weihnachtshöfe“, die am ersten Adventwochenende zum stimmungsvollen Verweilen und zum Genuss kulinarischer Leckereien einladen. Zeitgleich verzaubert ein Weihnachtsdorf auf dem Domplatz. Den ganzen Advent hindurch lädt auf dem Fischmarkt eine festlich dekorierte Budenstadt zum Genießen und Kaufen ein. Das An- Weihnachtsmärkte 71

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